Die Zukunft hat schon begonnen, und niemand merkt es. (Teil 6)

13. Februar 2019 von Gastautor: Willi Meinders
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Warum merkt es denn nun niemand? Ganz einfach: Was der Mainstream nicht berichtet, existiert nicht. Und das Thema LENR ist offensichtlich zu unbequem und zu kompliziert. – Beschäftigen wir uns zunächst mit Dr. Andrea Rossi, dem „Pop-Star“ unter den LENR-Protagonisten. Eine schlimme Rolle spielt dabei Wikipedia. In den USA und in Deutschland finden sich zu dem LENR Ecat-Erfinder Dr. Andrea Rossi gleichlautende Einträge: Betrüger, Patent abgelehnt, Scharlatanerie usw. Es stimmt nur nicht. Was der Betrugsvorwurf angeht, bezieht sich Wikipedia auf Vorgänge in Italien. Rossi hatte Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre Probleme durch eine Erfindung bekommen, mit welcher Abfall zu Rohöl verarbeitet werden kann. Dieses patentierte Verfahren behagte der Müllmafia nicht und über behördliche Umwege setzte man Rossi „schachmatt“. – Dieses Thema hat im übrigen nichts mit Rossi’s LENR-Aktivitäten zu. Wikipedia schreibt, dass das Patent abgelehnt wurde (was auch zunächst der Fall war) aber verschweigt, dass das Patent danach erteilt wurde, und zwar schon 2015: (Mittlerweile gilt es für alle wichtigen Industrieländer der Welt)

Auch behauptet Wikipedia Rossi habe den Ecat als Fusionsreaktor vorgestellt, was nicht stimmt. Rossi betont immer wieder, dass es sich bei dem sog. „Rossi-Effekt“ nicht um Kernfusion handelt. Wie auch immer, Redakteure, Politiker oder andere Meinungsbildner informieren sich routinemäßig bei Wikipedia. Das haben LENR-Gegner frühzeitig erkannt und sich bei Wikipedia eine Meinungsführerschaft zu diesem Thema gesichert. Als mein Blog bei Google unter dem Stichwort LENR auf Platz 1 rückte, hat Wikipedia über Monate eine Anzeige zu LENR vor meinen Eintrag geschaltet, so dass der Eindruck entstand, Wikipedia würde zu diesem Thema am häufigsten aufgerufen. Mittlerweile macht sich glücklicherweise die Erkenntnis breit, dass Wikipedia nicht immer zu trauen ist. So schrieb neben anderen Medien im November 2017 „Die Welt“: Hier lesen…..

Einer der Unterstützer von Rossi hat versuchte in den USA in die Wikipedia-Welt vorzudringen. Es ist misslungen und er schrieb am Ende: „Es herrscht eine Atmosphäre wie im Roman von Franz Kafka ‚ ‚das Schloß‘“.- Allerdings: Dr. Randall Mills von Brilliant-Light-Power hat eine Korrektur eines Eintrages bei Wikipedia über seine Technologie erzwungen. Dort stand nämlich zu lesen, dass die Funktion derselben nicht erwiesen sei – was nicht der Wahrheit entsprach. – Auch ein Leser meines Blogs, der sich mit Wikipedia auskennt, hat Änderungen bei dem Eintrag zu Rossi vorgenommen. Diese wurden aber ohne Begründung sofort wieder gelöscht. Wer dasselbe in den USA versucht, hat ebenfalls keine Chance: Änderungen werden praktisch innerhalb von Minuten gelöscht. Lassen Sie mich sagen, dass Wikipedia im Grunde eine mehr als hilfreiche Einrichtung ist. Die weitaus meisten Einträge sind richtig, verfasst von ehrenamtlich tätigen Autoren. Wikipedia deckt allerdings ein ‚Weltwissen‘ ab, dass sich nur komplett dezentral managen lässt und da gibt es leider auch Raum für unseriöse Autoren. Aber Wikipedia ist nicht der einzige Gegner von LENR, es gibt auch unfaire Konkurrenz: Dr. Vladimir Vysotsky, „Professor of Physical and Mathematical Sciences at Kiev National University Shevchenko“, schreibt über Rossi: „Ich möchte Rossi in seinem  Kampf gegen Industrial Heat unterstützen. Er hat einen „unüblichen“ Charakter und eine komplexe Biographie. Aber in der jetzigen Situation spielt das keine Rolle. – Ich habe bereits darüber geschrieben und ich glaube auch daran, dass wir – die LENR-Gemeinschaft – Rossi sehr dankbar sein sollten. Er alleine hat einen bemerkenswerten Teil der Arbeit getan. Er alleine hat die Mauer der Schikane durchbrochen und den ganzen Schmutz ertragen, der in der schlimmen Tradition der Inquisition über ihn kam. Er gab LENR neuen Antrieb und nun ist diese Wissenschaft nicht mehr im Untergrund. Man kann sich  lange über die verschiedenen Messmethoden unterhalten, mit denen der Wasserdurchfluß und die Temperatur analysiert wurden. Der Lugano-Report und zum Teil auch die Experimente von Parkhomov haben gezeigt – es funktioniert! Wir müssen die Arbeit fortsetzen – der Geist ist aus der Flasche und kann nicht wieder hineingesteckt werden! Alle diese Attacken mancher Geschäftsleute  und deren bezahlter Journalisten auf Rossi sind Mückenstiche; Ihre Hoffnung entweder Geld zu sparen oder uns in das Öl- und Gaszeitalter zurückzuwerfen werden scheitern.“ Besser kann man es nicht sagen.

Was steht denn auf dem Spiel, dass es so viel Widerstand gibt? Man kann ohne zu übertreiben sagen: Soviel wie nie – nicht für den so genannten ‚einfachen Mann‘ sondern für die große Zahl der Erdöl-Profiteure. Bei Öl ist das einfach: Man entdeckt eine Quelle, man baut einen großen Zaun darum herum, man stellt schwer bewaffnete Wachen auf und erklärt das Öl zu seinem Eigentum. Am anderen Ende stehen Tanksäulen, in welche ein Großteil der Menschen ihr Geld einzahlt. Die Bemühungen die Preise durch künstliche Verknappung hochzuhalten sind ständige Übung. Dabei ist ganz vergessen, dass auch das Öl ein Geschenk der Natur an die Menschheit ist – ganz umsonst. Nun erzähle ich von einem Land, das die Ölförderung noch gar nicht begonnen hatte, den Seychellen: Deren Präsident sagte 2015 in einem Fernsehinterview: „Der Traum vom Öl für die Seychellen ist tot – es wird nie das Licht der Welt erblicken.“ Und später sagt er: „Dies ist ein weltbewegendes Ereignis! Nimmt niemand von Ihnen zur Kenntnis, dass die großen Öl-Player ihre Ölfelder verkaufen, seit September 2011? Lassen Sie mich das wiederholen: Big Oil (Die großen Ölfirmen) verkauft seine Ölfelder. Und noch einmal für die Dummen: Big Oil verkauft seine Ölfelder! Und warum? Im Interview sagt er es deutlich: „Was ist in 2011 passiert? Ein wenig bekannter Mann, Andrea Rossi, demonstrierte vor einer Zuhörerschaft, zu denen auch Repräsentanten der Öl-Industrie, wie z. B. Shell, gehörten, einen arbeitenden LENR-Reaktor, welcher dann von einer US-Investment-Firma getestet und für zwei Millarden (Anm. ich glaube, diese Summe ist falsch) US-Dollar gekauft wurde.“ Hier ist der Link für die gesamte Geschichte.

Jetzt noch einmal die Frage: Warum darf LENR nicht bekannt werden? Weil die großen Player noch nicht alle Ölbeteiligungen abstossen konnten. Und wenn die ganze Wahrheit zu früh ans Licht kommen sollte, kriegen sie immer weniger dafür. Neben anderen Großinvestoren verabschiedete sich die Rockefeller-Stiftung von fossilen Brennstoffen und wirft u. a. Exxon vor, jahrzehntelang über die schädlichen Folgen dieser Rohstoffe gelogen zu haben: Hier lesen….

Aber nicht nur die Investoren leiden, sondern erst recht die Förderländer. Wenn wir uns vor Augen halten, wie gravierend die Folgen eines außergewöhnlichen und dauerhaften Rückgangs der Förderung für Erdöl-exportierende Länder sind, dann muss man sich die Länder im Einzelnen anschauen. Am stärksten betroffen sind natürlich diejenigen Länder, deren einziger Reichtum das Öl (ich beschränke mich in dieser Betrachtung auf diesen Rohstoff) ist. Da fällt einem zu allererst der Nahe Osten ein, insbesondere Saudi-Arabien. Saudi-Arabien hat nicht nur viel zu verlieren, sondern praktisch alles. Die unzähligen Prachtbauten, die Megayachten, das unendliche Vermögen, es ist buchstäblich auf Sand gebaut. Als Dubai vor einigen Jahren in eine Finanzkrise taumelte, verließen praktisch über Nacht zahlreiche Ausländer das Land, ihre Limousinen ließen sie einfach am Flughafen stehen. Genauso könnte es Saudi-Arabien ergehen, wenn der Staat ein Großteil seines Einkommens verlöre. Auch den Verkauf seiner Anteile am staatlichen Ölkonzern „Aramco“, kürzlich angekündigt als größter Börsengang der Welt, könnte Saudi-Arabien vergessen, denn der ‚Markt‘ nimmt Trends voraus und Ölfelder, deren Öl im Boden bleibt, sind nun einmal wertlos. Natürlich bliebe nicht das gesamte Öl im Boden – andere Industriezweige wie die Pharma-Industrie oder die Kunststoff-Industrie benötigen es weiterhin, aber bei weitem nicht in den Mengen, wie es bisher von Kraftwerken und den Verkehrsmitteln benötigt wurde. Der Ölpreis der Sorte WTI beträgt im Moment (Jan. 2019) rund 50 $ pro Barrel. Um seinen Staatshaushalt auszugleichen benötigt Saudi-Arabien aber einen Ölpreis von 73 $, Libyen ein solchen von 102, Nigeria 127 und Venezuela sogar von 216 $. Hier lesen…

Die Folgen für Saudi-Arabien und andere Golf-Staaten wären gravierend und entsprechend groß dürften die Bestrebungen sein, den Status-Quo mit allen Mitteln zu erhalten. Das gilt eingeschränkt auch für Länder die nicht eine derartige Öl-Monostruktur haben, wie die USA, aber doch für Russland, welches kürzlich einmal „als Tankstelle mit angeschlossenem Staatswesen“ bezeichnet wurde. Der Öl-Lobbyismus ist gigantisch und wenn man bedenkt mit welcher Zähigkeit die Tabakindustrie und die Zuckerindustrie seit Jahrzehnten ihre Einnahmen verteidigen, dann sind das nur „laue Lüftchen“ gegenüber dem, was von der Ölindustrie an Widerstand zu erwarten ist. – Die Ölindustrie hat ihre Vertreter auch in Regierungseinrichtungen untergebracht. Noch kürzlich habe ich gelesen, dass das amerikanische Energieministerium praktisch komplett in deren Hand ist. Andersherum wechseln ehemalige Politiker gerne zu Energieversorgern und nutzen ihre bisherigen politischer Verbindungen weiter. Dieser Personalkreislauf ist schwer aufzubrechen und ist die Gewähr dafür, möglichst alles beim alten zu lassen. Auf wissenschaftlicher Seite ist ebenfalls dafür gesorgt, dass alles beim alten bleibt. Das liegt an den „herrschenden Meinungen“. Junge Wissenschaftler können nur Karriere machen, wenn sie im Sinne ihrer Vorgesetzten forschen und handeln. Veränderungen, abweichende Meinungen sind oft nicht erwünscht. Max Planck war das Problem der „herrschenden Meinungen“ sehr bewusst und er ‚verewigte‘ es in dem folgenden Zitat: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“ Und die Wahrheit ist nun einmal, dass LENR existiert und funktioniert, ganz zum Trotz ‚herrschender Meinungen‘. Ob es sich dabei nun um eine Kernfusion im klassischen Sinne handelt ist bei der Anwendung dieser bahnbrechenden Technologie völlig ohne Belang. Der Erfolg zählt. Und wenn irgendwann einmal klar wird, wie die Physik hinter diesem Phänomen aussieht, dann dreht man sich noch einmal um und sagt: „Ach so!“ Diese Einstellung zur Physik entspricht auch der Auffassung des berühmten Physikers und Nobelpreisträgers Ernest Rutherford:  „Jegliche Art von Physik ist entweder unmöglich oder trivial. Es ist unmöglich, bis Du es verstanden hast und dann wird es trivial.“

Wir danken dem Autor für das Recht der Veröffentlichung.

© Willi Meinders

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