Öffentliche Erklärungen von Ivo Sasek und Michael Vogt zur Zensur von Michael Vogts Grußwort zur 16. AZK

2. Dezember 2018 von Michael Friedrich Vogt
(21 votes, average: 2,90 out of 5)
Loading...

Öffentliche Erklärung von Ivo Sasek

1. Was ich von dem erbetenen Video-Gruß von Michel Vogt genau zensiert habe:
• Es waren die sechs Worte, dass: »keine einzige ernsthafte Frage gestellt wurde«.
2. Warum diese Zensur an der 16. AZK ohne Michaels Einverständnis weitergegeben wurde:
• Es war ein einziges Missverständnis. Ich mailte Michael meinen Zensurvorschlag etwa 10 Stunden vor Veröffentlichung (samt Begründung) zu und bat ihn bis zum AZK-Nachmittag um Rückmeldung, falls er damit in irgendeiner Weise nicht einverstanden sein sollte. Was ich nicht bedachte war, dass Michael diese Mail erst am AZK-Abend lesen würde. 10 Minuten vor Veröffentlichung erkundigte ich mich noch einmal pflichtbewusst, ob eine Einsprache von Michael auf die ihm vermittelte Handy-Nummer meines Sohnes eingegangen sei. Weil dies nicht der Fall war, deuteten wir Michaels Stillschweigen als Einverständnis. Wir hätten ihn selber direkt anrufen sollen, dann wäre es nicht zu diesem Missverständnis gekommen.
3. Warum ich diese Zensur überhaupt vorgenommen habe:
• Als Michael in seiner Grußbotschaft sagte, dass »keine einzige ernsthafte Frage gestellt wurde«, fürchtete ich, dass dies hunderte von OCGern vor den Kopf stoßen könnte. Denn sehr viele OCGer nahmen nach meinen Gebetsaufrufen für Michael über die ganze Zeit hinweg regen Anteil an Michaels Wiederherstellung. Michael meinte mit seinem Vorwurf zwar nur die alternative Aufklärungsbewegung. Da aber auch die ganze OCG sich zur alternativen Aufklärungs-Bewegung zählt, konnte ich nicht hinter dieser, in meinen Augen leicht misszuverstehenden Aussage stehen. Ich hoffte, mit der Auslassung dieser meines Erachtens »allzu undifferenzierten Aussage« dem von mir befürchteten Schaden vorzubeugen, oder ihn zumindest lindern zu können. Ich kann mich bis jetzt nicht in Michaels Lage versetzen, weil ich noch nicht erfassen kann, warum ihm genau diese sechs Worte so wichtig sind, und weshalb ihr Fehlen in Michaels Augen einen so großen Schaden anrichten wird. Mir fehlen hier, wie es scheint, wichtige Informationen.
4. Entschuldigung:
• Obgleich es in keiner Weise böser Wille war und ich die Zensur ordentlich beantragt und ausführlich begründet hatte, entschuldige ich mich hier öffentlich dafür, dass ich nicht professioneller an eine direkte telefonische Stellungnahme von Michael gedacht hatte. Ich lerne daraus, dass unter gewissen Umständen selbst herzhaftes „Schaden vermeiden wollen“ einen allenfalls noch schlimmeren Schaden produzieren kann.
Walzenhausen, 28.11.2018

Ivo Sasek

 

Öffentliche Erklärung von Michael Friedrich Vogt

Vor Veröffentlichung meiner Grußbotschaft auf der 16. AZK hatte ich Ivo Sasek ausdrücklich darum gebeten, mein Video ungekürzt zu veröffentlichen. Wie Ivo Sasek in seiner öffentlichen Erklärung zur stattgefundenen Zensur schreibt, kann ich nur bestätigen, daß es sich bei der erfolgten Zensur um ein Mißverständnis zwischen Ivo und mir handelt. Das ganze Problem ist entstanden, weil Ivo, wie er mir per Email mitteilte, eine bestimmte Passage herausgenommen hat, da er befürchtete, daß dieser Satz komplett falsch verstanden wird.

Hier noch einmal der Originaltext mit zensierter Stelle (fett):
„Das trotz dieser uns vorliegenden Fakten komplette Desinteresse ausgerechnet bei den Medienmachern der „alternativen Szene“ erschreckt mich zutiefst. Freiwillig wurde bisher nicht eine einzige ernsthafte Frage gestellt. Weder an mich noch an meine Frau Sabine noch an Oleg Lohnes. Ich frage mich ernsthaft, wem diese ganze Ignoranz nützt.“

Der zensierte Satz bezieht sich in seiner Kritik ausschließlich auf die Ignoranz und Arroganz der Medienmacher und Journalisten aus der Alternativszene. Fakt ist: Mit der richtigen Fragestellung steht und fällt alles im Leben. Die Aufgabe eines Journalisten ist es, die richtigen Fragen zu stellen. Das ist im Übrigen einer der größten Kritikpunkte der Medienmacher der Alternativszene gegenüber dem Mainstream. Wenn man aufhört, die richtigen Fragen zu stellen, wird man selbst zum Mainstream. Dann muß dieser von den Alternativjournalisten auch nicht mehr kritisiert werden.

Dieser Satz ist mir deshalb so wichtig, weil:
Mit der richtigen Fragestellung steht und fällt alles im Leben.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann wird es gefährlich.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es kein eigenständiges Denken.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann werden wir von anderen manipuliert.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keinen Fortschritt.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann liefert man sich der vorgegebenen Realität aus. Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keinen Blick in die Zukunft.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann zeigt man, daß man festgefahren im eigenen Denken und Handeln ist.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keine Weiterentwicklung. Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keine Kreativität.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keine Kritik.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keine Gegnerschaft im konstruktiven Sinne.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann ist man nicht mehr neugierig und verabschiedet sich vom Leben.
Wenn keine Fragen gestellt werden, dann gibt es keine Möglichkeit zum Überleben.

Das einzige Interview, welches ich nach meiner Heilung gemeinsam mit meiner Frau Sabine gegeben habe, fand bei „Bewusst.TV“ mit Jo Conrad statt. Damit es überhaupt zu diesem Interview kommen konnte, mußte ich mehrere Wochen bei Jo Conrad Überzeugungsarbeit leisten. Das Interview selbst stand bei „Bewusst.TV“ drei Tage im Netz, bevor es von Jo Conrad ersatzlos gestrichen wurde.

Leipzig, den 01.12 2018
Michael Friedrich Vogt