Bericht aus de Ukraine / 14

1. Juli 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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01. Juli 2015 (von unseren Kontakten in der Ukraine)  Es liegt ganz offenkundig etwas Größeres in der Luft. Wir bekommen von mehreren Seiten berichtet, daß man in der Ukraine eine 180° Wende erwartet. Es scheint, als sei es möglich, daß die ukrainische reguläre Armee sich mit den Donbass-Armeen zusammentun will, um gemeinsam die Kiewer Regierung aus dem Amt zu jagen. Das wäre ein Pauenschlag geopolitischen und historischen Ausmaßes.

Lage in der Westukraine
„Hier ist irgend etwas im Busch … “ „Selbst mein Onkel mit SBU Kontakt hat nur vielsagend gelächelt …“, „Da kommt was Größeres!“ … so und ähnlich hören wir es von unseren Kontakten in der Ukraine. Niemand kann im Moment genau abschätzen, wie es weiter geht und was hinter den Kulissen geplant wurde und was da abläuft. Aber alle erwarten eine größere Wende.
Täglich begreifen immer mehr Menschen, daß sie von den USA und der EU lediglich als „Kanonenfutter“ benutzt werden, damit sich der Westen die Ukraine einverleiben kann. Die Ukrainer kommen immer mehr zu der Erkenntnis, daß die USA den Bürgerkrieg durch die Lüge
angezettelt haben, die russische Armee habe den Donbass überfallen, um die Ukraine und Rußland in einen Krieg zu verwickeln. Die Wut derer, die erkennen, daß die USA eigentlich nur an allen Fronten gegen Rußland losschlagen wollen und dafür die Ukraine in Schutt und Asche gelegt haben, ist riesengroß. Fast jede Familie hat Opfer bringen müssen. Verwandte und Freunde sind an der Front gefallen, Ehemänner, Verlobte, Söhne, Väter wurden verheizt, sind vermißt, wahrscheinlich namenlos in einem fahrbaren Krematorium verbrannt. Noch mehr sind vor dem Zugriff der Zwangsrekrutierung geflohen und mußten zum Teil ihre Familien in Armut zurücklassen. Wenn man dann anfängt zu begreifen, daß einem das alles nur im Interesse der USA/EU angetan wurde, ist die Wut verständlich.

Am Sonntag wurde ein neues Umfrageergebnis in der Ukraine bekannt: Nur noch 1 % vertrauen der Kiewer Putschregierung, 68 % sind unzufrieden und 31 % total unzufrieden. Die Umfrage wurde von den unabhängigen, renommierten soziologischen Instituten „Sozio Polis “ und NAN der Ukraine in Kooperationmit dem deutschen Umfrageinstitut „TNS-Emnid“ in der gesamten Ukraine durchgeführt.

Die Kiewer Putschregierung, hauptsächlich die Nationalgarde, Rechter Sektor und weitere rassistisch-faschistische Bataillone ziehen zwar massiv schweres Kriegsgerät entlang der Kontaktlinie zusammen. Die Beschüsse von Wohngebieten im Donbass haben aber an diesem Wochenende merklich nachgelassen. Es gibt noch einzelne Scharmützel, die natürlich für die Betroffenen katastrophal und schrecklich sind. Dennoch ist die bereits seit Anfang Mai angekündigte und erwartete neue Offensive gegen den Donbass nicht gestartet worden und im Moment sprechen alle Anzeichen dafür, daß eine neue Offensive nicht eröffnet wird. Lediglich um Mariupol ballert das Nazi-Bataillon ASOW weiter in der Gegend rum.

Die Nazi-Bataillone sind total außer Kontrolle geraten und wüten unter der Zivilbevölkerung in den kontrollierten Gebieten der Ostukraine mit Mord, Totschlag und Plünderungen. Diese Bataillione können weder die Kiewer Putschisten noch die USA/EU jemals wieder unter Kontrolle bekommen. Der Versuch, das Nazi-Bataillon „Tornado“ aufzulösen ist gescheitert. Diese Räuber und Mörderbande  hat sich weiter verbarrikadiert und verteidigt seine Auflösung mit Waffengewalt gegen die ukrainische Armee. Diese Verbrecher wissen genau, was sie erwartet in der Bevölkerung.

Es wird zwar weiter mobilisiert, doch wehrt sich die Bevölkerung mit Händen und Füßen. Hier ein Video von der Zwangsmobilisierung aus Xarkow: Mobilisierung auf ukrainisch:

Die Filmerin, Mutter oder Freundin des jungen Mannes, der mit Gewalt von der Straße weg eingezogen werden soll, beschreibt, daß sie um etwa Zehn nach sieben mit den Kindern spazierengegangen sind. Da kamen zwei Männer, ein Uniformierter und eine in Zivil. Sie setzten sich hin und beobachteten die Umgebung. Dann telefonierten sie.

Der junge Mann mit dem roten T-Shirt ging zum Kiosk, um sich etwas zu kaufen, die zwei Männer folgten ihm. Dann packte einer der beiden den jungen Mann. Die Filmerin ging hin und fragte, was denn los sei, da bekam sie ein Formular gezeigt, das belegen sollte, daß der junge Mann hiermit zur Armee eingezogen sei. Aufgrund der einsetzenden Diskussion sammelten sich alle Anwohner und packten sogleich ihre Smartphones aus, um den Vorfall zu filmen. Das paßte dem Zivilfahnder im rosa Hemd gar nicht, und er bedrohe die Anwohner und verlangt, die Aufnahmen zu löschen. Was ein paar dann tun, andere nicht. Man weiß eben, daß die beiden Männer die Gruppe von Anwohnern nicht unter Kontrolle bekommen können. Man versucht zu verhindern, daß der junge Mann eingezogen und gleich abtransportiert wird, was anscheinend auch gelingt.

Zivilfahnder zwangsmobilisieren Jugendliche wies diesen direkt von der Straße. Die Eingefangenen werden dann in ine Kaserne gebracht und anschließend an die Front in den Donbass gefahren. In dieser Woche wurden die Examensprüfungen an den Hochschulen der Ukraine abgehalten. Dies hielt aber die Junta nicht davon ab, eine große Anzahl von Studenten vor den Examensprüfungen noch zwangs zu mobilisieren, um diese Studenten noch vor Beginn der Examensprüfungen an die Front zu bringen. Auch wurden solche junge Menschen mittlerweile zwangsmobilisiert, die bereits von den Militärärzten als untauglich für den Militärdienst eingeordnet wurden.

Die USA/EU selbst haben ebenfalls die Kontrolle über die eingesetzte Putschregierung in Kiew verloren. Im Moment wird wieder ein Gesetz verabschiedet, welches die Verträge über die atomare Sicherheit untergräbt und Kiew die internationale Atomaufsicht an die Kette legt, indem Kontrollen erst von der Kiewer Regierung genehmigt werden müssen. Das Gesetz steht im krassen Widerspruch zu internationalen Abkommen über das Betreiben von Atomkraftwerken. Diese Abkommen wurden auch von der Ukraine ratifiziert, darunter auch das Übereinkommen über nukleare Sicherheit der Internationalen Atomenergie-Behörde.

Gestern hat Poroshenko durch das oberste Gericht der Ukraine den Sturz der Regierung Janukowitsh als verfassungswidrig einstufen lassen. Damit bestätigt er implizit, daß seine politische Stellung und die ganze gegenwärtige Regierung illegal operiert. Die Bezeichnung „Kiewer Putschregierung“ ist also mehr als zutreffend.

Poroshenko hat nicht eine Vorgabe der USA/EU umgesetzt, ist also für die Ziele des „demokratischen Westens“ in der Ukraine wertlos geworden. Wie die USA mit „wertlosem“ Personal umgehen, ist hinlänglich bekannt, zumal solches „Personal“ auch als Zeuge unschädlich gemacht werden muß. Poroshenko hat sich zwar gegenüber Rußland wie die „Axt im Walde“ benommen, seine Fabriken in Rußland arbeiten aber nach wie vor und die Poduktionen der ukrainischen Fabriken wurden von Rußland nicht auf die Sanktionsliste gesetzt und werden weiterhin nach Rußland exportiert.
Poroshenko versteht sein Fach als „Wendehals“ und hat ein feines Gespür dafür, wo seine Vorteile liegen.

Überall bröckelt es jetzt im System: In den letzten Wochen sind vermehrt Militärs sowie Staatsangestellte der Ukraine höheren Ranges zu den Donbassarmen übergelaufen. Die Generalität selbst ist längst auf Gegenkurs zu Kiew, und wartet darauf, gemeinsam eine neue Richtung einzuschlagen. Viele haben aber Angst, daß ihre Familien bei einem Gegenputsch der Heeresleitung dafür büßen müßten. Der SBU-Chef war von Poroshenko entlassen worden, um seinem Putsch gegen die Kiewer Junta zuvor zu kommen. Die Entlassung des Innenministers Awakow vom Rechten Sektor soll bevorstehen.
Der Widerstand in der ukrainischen Armee gegen die „Junta“ in Kiew wächst und es werden schon seit längerem massiv Befehle des Oberkommandos von den Offizieren der regulären ukrainischen Armee verweigert und ignoriert. Hierin liegt auch der Grund, warum die erwartet Offensive bisher noch nicht erfolgt ist.

Folgende Entwicklung liegt in der Ukraine durchaus im Bereich des Möglichen:

Das Projekt Neurußland, bestehend aus der DVR und LVR ist vom Tisch und wird nicht kommen. Eine solche Lösung wird von Rußland nicht angestrebt und ist aus geopolitischen Überlegungen für Rußland keine Option. Für Rußland gibt es lediglich die Option einer Block- und Nazifreien Ukraine.

Die inoffizielle Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der Donbassarmeen und der ukrainischen Armee ist sehr intensiviert worden. Es sind Anzeichen vorhanden, daß sich die ukrainische Armee und die Donbassarmee zusammentun und vereint gegen die Kiewer Putschregierung vorgehen.

Diese Lösung wäre für Rußland und auch für Europa optimal.

Im Raum Xarkow und Sumi formiert sich der Widerstand massiv. Xarkow und Sumi sind Grenzregionen, ca. 40 km von der russischen Grenze entfernt. Die „Partisanen“ von Xarkow und Sumi sind nach Rußland „abgetaucht“ und formieren sich dort und warten praktisch auf den richtigen Zeitpunkt.

Und um einmal ein paar Dinge geradezurücken, die in der westlichen Presse gern etwas verzerrt dargestellt werden, hier ein Video über die Entstehung der Ukraine in 2 Minuten erklärt, mit deutschem Untertitel: