Germanwings-Absturz: Die Türe zum Cockpit …

4. April 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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04. April 2015  Die ganze Story mit des Selbstmord des Piloten steht und fällt mit der Behauptung, der Kapitän sei ausgesperrt gewesen und habe die Cockpit-Türe nicht öffnen können. Der Copilot habe sie von innen verriegelt. Nun gibt es aber vom Hersteller selbst ein Video, das zeigt, wie man sich von außen doch Zutritt in die Pilotenkanzel verschaffen kann.

Logischerweise müßte es so sein, die Prozedur heißt ja ausdrücklich „emergency access“ – Notzugang. Wenn es aber möglich war, DOCH mittels dieses Vorganges in die Pilotenkanzel zu kommen, hätte der Kapitän den Crash verhindern können. Es ist kaum vorstellbar, daß weder der Kapitän noch die Crew diese Möglichkeit des „emergency access“ nicht kannten. Wenn das so ist, können dann die Beschreibungen dessen, was auf dem Voice-Recorder zu hören war, stimmen?

Update: Ein Leser meldete sich bei uns und monierte, wir hätten verschwiegen, daß der Pilot dem obigen Schulungsvideo DOCH die Möglichkeit hat, die Cockpittür so zu verriegeln, daß sie auch durch den Emergency-Access nicht zu öffnen wäre. Diese Möglichkeit wird lediglich angedeutet, aber seltsamerweise nicht gezeigt. Es wird bei Minute 01:11 nur gesagt, daß, wenn die Zeituhr nach 30 Sekunden von der Initialisierung des „Emergency Access“ abgelaufen ist, und „Keine Reaktion der Crew erfolgt ist“, die Tür automatisch für 5 Sekunden geöffnet werden kann. Welche Möglichkeit es gibt, die Tür unwiderruflich zu verriegeln, wird nicht gezeigt, müßte aber eigentlich an dieser Stelle erfolgen. Welche Reaktion der Crew den Zutritt ins Cockpit unter allen Umständen verhindern kann, bleibt offen.
Die Prozedur des Notfallzugangs löst aber, wie wir hier in dem Schulungsfilm gezeigt bekommen, einen unüberhorbaren typischen Alarmton im Cockpit aus. Den hätte man auf dem Voice-Recorder hören müssen. Das hat man aber nicht. Und das wurde auch nicht berichtet. Die ins Netz gestellten Audiospuren beginnen verdächtigerweise erst mit dem angeblichen Geschrei und Geklopfe des Kapitäns gegen die Cockpittür.
Auf dem Computer von Andreas L., dem Copiloten, wollen die Ermittler die Webseiten, die Andreas L. in der letzten Zeit aufgerufen hatte, nachvollzogen haben. Er soll Seiten aufgerufen haben, in denen man sich über die Möglichkeiten zum Selbstmord informieren kann, und solche, die von den Möglichkeiten handeln, die Türe zum Cockpit zu verriegeln bzw. öffnen zu können.
Es ist sehr unwahrscheinlich, daß Andreas L. als Pilot und vom Flugzeugtyp A320 „besessen“ im Internet nach solchen Informationen gesucht hat. Als Pilot ist er natürlich darin ausgebildet und in Zeiten des „Krieges gegen den Terror“ mit absoluter Sicherheit über die Funktionsweise der Cockpit-Verriegelung umfassend informiert. Sollte er einen Weg gesucht haben, eben jenen oben beschriebenen „emergency access“ auszuschalten, kann er das wahrscheinlich kaum irgendwo im Internet finden. Viel einfacher wäre es als Pilot für ihn gewesen, seine Möglichkeiten zu nutzen und einen Experten zu fragen. Der hätte ihm als Verkehrpilot sicher gesagt, ob es da einen Trick gibt.
Die ganze Art, mit aller Gewalt auf diese Erklärung der Geschehnisse abzustellen und schon so früh wie möglich den Copiloten zum Mörder zu stempeln ist auffällig. Nicht klar widerlegbar, aber zu plakativ, um wirklich glaubwürdig zu sein.
Die Rolle der Mirages, die zu dritt(?) oder zu zweit(?) da herumgeflogen sind, obwohl sie eigentlich noch gar nicht da sein konnten, ist immer noch ungeklärt. Das wäre allerdings etwas, was ja ganz klar nachvollziehbar ist, und wo exakte Informationen von der Stunde Null an möglich gewesen wären. Aber genau hier wird vertuscht und verschwiegen. Auch was die beiden – von mehreren Zeugen beschriebenen – lauten Knalle oder Explosionsgeräusche zu bedeuten haben, darüber herrscht Totenstille.