Meldungen aus der Ukraine 1/2015

4. Januar 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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04. Januar 2015 Die Geschehnisse in der Ukraine sind für unser Schicksal in ganz Europa, Osteuropa, Rußland, China und die USA bestimmend. Ob es einen echten Dritten Weltkrieg geben wird, der uns in seinen Todesstrudel reißt, wird hier entschieden. Wahrscheinlich dieses Jahr. Daher werden wir alles berichten, was wir von unseren sehr zuverlässigen Informanten erfahren können. Nur so können wir die selektiven Nachrichten des Mainstreams zu einem richtigen Gesamtbild ergänzen.

Wir möchten diesen mutigen Männern und Frauen hiermit sehr danken, und auch unserem „Interpreten“, Karl Sauer, der uns die Meldungen bisweilen erläutern muß. Seit ein paar Monaten ist er hier in Deutschland, um nach Aufträgen für seine kleine Schreinerfirma in der Ukraine zu suchen. Es hängen mehrere Familien an diesem Einkommen und seine handgefertigten Möbel sind Spitzenklasse. Auch ihm einen herzlichen Dank für die Geduld, mit der er uns die Zusammenhänge und die Hintergründe der Nachrichten verständlich macht. Er wird für uns einen Abriß der Geschichte der Ukraine schreiben, in der er seit vielen Jahren lebt und hin und her pendelt. Er spricht ukrainisch und liebt seine zweite Heimat sehr.

Hier die Meldungen der letzten Tage:

Kiew

Das US-Amerikanische Militärunternehmen „Academi“ hat den Auftrag, ukrainische Soldaten im Häuserkampf auszubilden. Die Ausbildung soll über mehrere Monate gehen und kostet 3,5 Millionen Dollar. Die Ukraine will das selbst bezahlen … da muß wohl Washington die EU wieder genötigt haben, das zu spendieren.

In Kiew sind heute wieder frische Kämpfer des rechten Sektors für  das Batallion „ASOW“  auf dem St. Michael Platz „feierlich“ mit den Worten „trotz Feiertage und schlechten Wetterverhältnissen werden unsere Helden in den Osten entsendet, um für eine demokratische Ukraine zu kämpfen“, an die Front verabschiedet worden.

Die Kiewer Regierung hat wohl „vergessen“, aus dem Stenogramm der Haushaltsberatungen die Begrenzung der Gehälter für Abgeordnete, Mitglieder des Kabinettes und Richter in das Haushaltsgesetz zu übernehmen. Der Abgeordnete Masijtshuk hat eine Überprüfung des Vorgangs gefordert. Sollte die Begrenzung der Gehälter nicht im Gesetz wiederzufinden sein, hat er die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die erforderlichen Ermittlungen einzuleiten.

In der Silvesternacht hat der ukrainische TV-Kanal INTER ein Neujahrskonzert gesendet, das in Rußland aufgenommen wurde. Der Pastor Turchinow (nicht nur Deutschland hat einen Pastor mit einem Faible für Waffengewalt an der Spitze) wettert schon lange gegen der Sender, der sich bisher halten konnte, ohne ständiges Russenbashing in seinem Programm zu senden. Turchinow hat in einem Schreiben gefordert, dem „KGB-Verräter-Sender“ INTER die Lizenz zu entziehen. Am 15. Januar soll darüber entschieden werden, ob INTER seine Lizenz behält oder nicht. Übrigens lag die Einschaltquote des Konzertes bei 33%.

Offenbar hat das den rechten Sektor ermutigt, denn am nächsten Tag um 16:12 Uhr stürmten rund 20 maskierte Rechtsradikale die Redaktion des TV-Senders und verwüsteten den Gebäudeeingang mit Steinen & Stangen. Im Video sind die ersten 26 Sekunden des „Neujahrsbesuchs“ des rechten Sektors beim TV – Sender INTER festgehalten. Der Sender ist einer der beliebtesten in der Ukraine – auch der Westukraine – und daher der Kiewer Regierung bzw. Washington und den Faschisten ein Dorn im Auge.

Vor zwei Tagen fand in Kiew der Aufmarsch zum 106. Geburtstag von Bandera statt, der ein Führer des rechten Sektors der Ukraine war. Seine politischen Erben fordern, Bandera zum Volkshelden der Ukraine zu erklären.

Bei dem Aufmarsch sind ca. 10.000 Nazis losgelaufen, zwei russische Reporter sollen zusammengeschlagen worden sein.

Wenn man das Video sieht, wird einem Angst und bange, wie der faschistische Sektor mittlerweile die Öffentlichkeit beherrscht.

Lugansker Volks Republik (LVR):
In Lugansk gab es wieder lange Stromabschaltungen von Seiten der Ukraine, das Telefonnetz lag ebenfalls darnieder.

In Lugansk wurde am Sylvesterabend großflächig der Strom abgeschaltet. Die Leute vermuten dahinter die Absich, die Menschen zu zermürben und die Region weiter zu destabilisieren.

Im Bezirk Slowjansserbsky sind die Artilleriesysteme einsatzbereit. Die Bürgerwehr ist in erhöhter Alarmbereitschaft.
An den Frontlinien zu der Donetzker und Lugansker Volksrepublik sind überall erhöhte Militärbewegungen der westukrainschen Armee im Gange.
Die US-Kiewer Regierung bezw. der CIA ordnet die Zusammenlegung und Konzentration der Truppen an.

Gorlowka wurde gestern abend mit schweren Haubitzen beschossen. Es hat Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben. Die Miliz konnte durch Gegenbeschuß das Artilleriefeuer der ukrainischen Armee auf die Zivilbevölkerung stoppen.
Kiew verbreietet wieder einmal in den Medien, offizielle russische Soldaten seien in verschiedenen Städten der Ostukraine, allein in Gorlowka will die Regierung 300 russische Soldaten ausgemacht haben.

In Donetzk wurden die Positionen der Milizen beschossen.

Polen will Bewohner polnischer Herkunft im Donbass bis Ende Januar aus Sicherheitsgründen evakuieren. Man rechnet offenbar mit großen Gewalttaten und vielen Toten.

Odessa und Xarkow: 
Im Moment werden die Aktionen der Kiewer Regierung durch enorme Schneemengen erschwert. Es liegt dort teilweise bis zu 1 m Schnee, Schneeverwehungen erreichen dort teilweise 3 m. Die Temparaturen lagen heute in Xarkow tagsüber bei – 12°, nachts auf unter -20°. Da der Strom lange Stunden am Tag weg ist, fallen die Heizungen den größten Teil des Tages aus. Wer keinen Kohle- oer Holzofen hat, muß sehen, wie er in einer Wohnung mit Minustemperaturen überlebt.

In Odessa sind seit Tagen schwere Schneefälle. Die Stadt ist bereits den 3. Tag von der Brotversorgung abgeschnitten. Die Bürgerwehren rechnen in Kürze mit massiven Angriffen der ukrainischen Armee.
Rechter Sektor und SBU durchkämmen Wohungen, Menschen werden auf der Straße willkürlich verhaftet. Die Situation ist schlimmer und brutaler als zu den schlimmsten Zeiten unter der deutschen Besatzung in den 30er Jahren. Kein Ukrainer ist vor einer Verhaftung sicher.

Eindrücke aus Xarkow:

Immer mehr wehrpflichtige Männer bis 60 Jahre flüchten ins Ausland.

Odessa:
In und um Odessa macht das Gerücht die Runde, die Kiewer US-Regierung wolle hier ein neues Zentrum für die Anti-Terror-Operation (ATO) einrichten, weil Tausende unzufriedener Bürger
in Odessa seit Wochen in wachsender Zahl gegen „die Kiewer Junta“, sowie gegen die ständigen Strom- und Heizungsabschaltungen demonstrieren.
Der Widerstand in der Metropole wächst und das Odessa-Massaker durch Rechtsradikale am 02.05.2014 im Gewerkschaftshaus ist ebenfalls unvergessen.
Die Regierung zieht seit gestern in Odessa mehrere Hundertschaften der rechtsgerichteten Nationalgarde zusammen. Ebenfalls ist das rechtsradikale Sonderbatallion „Shtorm“ (Sturm), die sog. „Sturmstaffel“ der Kiewer Machthaber in Odessa eingetroffen.

Die Hundertschaften beziehen Stellung am Hauptbahnhof, am Schwarzmeerhafen und an allen Zufahrtsstrassen. Hier ein paar Handyfotos aus Odessa, wie die Nationalgarde plötzlich überall präsent ist, um die Bürger einzuschüchtern. Man geht davon aus, daß weitere Demonstrationen mit Gewalt und Verhaftungen niedergeschlagen werden sollen.


Der russische Schauspieler Aleksej Panin wurde von Rechtsextremisten im Restaurant „Fisch“ in Odessa als Geisel genommen. Der rechte Sektor veröffentlichte folgenden Text: „Alle, die nach dem Blut und der Kreuzigung von Panin dürsten, ihr könnt es jetzt persönlich tun, er ist in Odessa!“
Panin konnte befreit werden und ist seit gestern wieder in Moskau.

Krim:
Die russischen Truppen auf der Krim sind ebenfalls in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und verstärkt worden.

Weiter verstärkt Rußland seine Luftwaffe in Weißrußland.

Alles in allem sieht es gar nicht gut aus, die Aktionen der Westukrainer deuten auf eine baldige Offensive vor. Selbst die Kiewer Regierung oder Poroshenko können nichts entscheiden. Die Entscheidungen in der Ukraine trifft der amerikanische Botschafter und der CIA.
Die Amerikaner haben durch die Revolution nichts außer Chaos, Zerstörung, Tote und wachsenden Widerstand in der Ukraine erreicht.

Die Kiewer Marionetten bekommen sehr deutliche Ansagen aus Washington, was sie zu tun und zu lassen haben. Jazenjuk war im April/Mai 2014 im Donbass und verkündete nach Gesprächen mit der Rebellenführung, er wolle weitreichende Zugeständnisse an die Ostukraine zu machen um zu einem friedlichen Miteinander zurückzukehren und eine Förderation der Ukraine zu unterstützen.
Kaum hatte er das gesagt, wurde er von der „Kriegsplanung“ ausgeschlossen und Pastor Turchinow wurde über Nacht mit allen Vollmachten für den Krieg betraut.
Es wurde plötzlich ganz still um Jazenjuk, in den ukrainischen Medien wurde kaum noch etwas über ihn berichtet.
Es kommen langsam in der Ukraine Informationen durch, daß er auf Grund seiner eigenmächtigen, gegen die US-Interessen geführten Verhandlungen in der Ostukraine von den Amis fallen gelassen und stattdessen Turchinow aufgebaut wurde.
Als er im Juli oder August seinen Rücktritt androhte, stand wohl sein Rausschmiß kurz bevor. Nach seiner Rücktrittsandrohung wechselte er aber seine Strategie, wurde zum Hardliner US-Amerikanischer Interessen und war somit wieder nach Nulands Worten „our guy“.

Jazenjuk war nicht der Einzige. Die „Verteigungs- oder Kriegsminister“ in den Kiewer Regierungsreihen wurden zwischen April bis August/September jeweils nach Gutdünken von den USA ausgewechselt. Daraufhin haben wohl alle Putschisten begriffen, daß sie Marionetten sind, und daß jeder – falls er nicht die Erwartungen der USA erfüllt – gleich in der Versenkung verschwindet. Schließlich ging Washington dazu über, gleich seine eigenen Leute auf den wichtigen Ministerposten zu installieren.

Immer mehr Ukrainer werden jetzt „wach“ und begreifen, was die wirklichen Ziele von Amerika und der EU in der Ukraine sind. Sie merken auch, daß die USA sich gern demonstrativ auf die Seite der „Protestierenden“ und des Freiheitswillens des Volkes stellte, als es darum ging, eine pro-amerikanische Regierung zu installieren. Jetzt, wo die Menschen gegen die US-Marionettenregierung und den Krieg im eigenen Land protestieren, hetzt die USA die schwer bewaffneten, faschistischen Sturmstaffeln gegen das Volk. Janukowski ist damals nicht so brutal vorgegangen.

Aus diesem Grunde wurden auch vor 2 Wochen die Flughäfen im Osten geschlossen, um genügen Nato-Militärtechnik einzufliegen, die 4. Mobilisation anzuordnen, um dann in einer Großoffensive den Rest der ukrainischen Armee als Kanonenfutter zu verheizen. Die Zeit läuft Washington davon. Die Menschen revoltieren, die ukrainische Armee will nicht mehr, und die Not im Land wird die Marionettenregierung von Washingtons Gnaden wegfegen.Von der EU sind die Westukrainer vollkommen enttäuscht, die gesamte Euphorie und Erwartung einer goldenen Zeit ist verflogen.

Im Falle einer Großoffensive geht Washington offenbar davon aus, daß Rußland offen mit seiner Armee eingreifen wird.
Man ist dann wieder in die Zeiten des kalten Krieges zurückgefallen und kann die NATO und die nationalen Armeen dazu zwingen, mit Unsummen gegen den „bösen Russen“ aufzurüsten – natürlich mit US Militärtechnik, was Geld und Arbeitsplätze bringt und die EU und Rußland vollkommen ausblutet, während die USA wieder zu Kräften kommt. Das probate Mittel, das schon im kalten Krieg zum Zusammenbruch der Sowjetunion führte, nämlich die Gegenseite sich in den Ruin rüsten zu lassen und gleichzeitig seine Wirtschaft anzugreifen und zu sabotieren, wird jetzt gleich gegen Europa UND Rußland eingesetzt.