Pressemitteilung von Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann zur „Kartuschen-Affäre“

17. Dezember 2014 von QUERDENKEN-REDAKTION
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17. Dezember 2014 So langsam klärt sich die unheimliche Affäre um die beiden Wissensschaftler und Archäologen Görlitz und Erdmann. Sie waren ja per Haftbefehl gesucht worden, weil sie angeblich in der cheops-Pyramide „Artefakte beschädigt“ hatten. Mehr und mehr stellte sich heraus, daß die beiden Wissenschftler in Wirklichkeit Opfer einer Verleumdung des ehemaligen ägyptischen Antikenministers Dr. Zahi Hawass geworden waren. Nun gibt es gute Nachrichten.

Zur Erinnerung: Als Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann im April 2013 die Königskammer der Cheopspyramide betraten, konnten sie nicht ahnen, dass dieser Besuch einen internationalen Skandal auslösen würde. Mit einer von der Antikenbehörde ausgestellten Genehmigung entnahmen die Forscher einige Proben im Milligrammbereich einer verfärbten schwarzen Kruste an der Decke der Königskammer, um diese im Namen der Wissenschaft untersuchen zu lassen.

Außerdem entnahmen sie winzigste Proben einer rötlichen Verfärbung in der obersten Entlastungskammer. Heute sind die Kammern überzogen mit Graffiti aus den letzten 200 Jahren. Die roten Malereien jedoch sollen bereits vorhanden gewesen sein, als der britische Hobbyarchäologe Howard Vyce die Entlastungskammern mit viel Sprengstoff freilegte.

Kritiker unterstellten Vyce damals, diese Malereien selbst angefertigt zu haben. Bis heute steht diese Kritik im Raum, jedoch ohne jemals wissenschaftlich untersucht worden zu sein – zumindest nicht offiziell!

Aus diesem Grunde entnahmen die Forscher im April 2013 auch winzigste Farbreste von einer dieser roten Pinselein. Etwa 2 Meter von dieser Stelle entfernt, an welcher Dr. Dominique Görlitz die Probe entnahm, befindet sich die berühmte Cheopskartusche, welche ebenfalls mit roter Farbe gezeichnet als Beweis für Pharao Cheops Urheberschaft der Pyramiden gelten soll.

Im Dezember 2013 geschah dann das Unglaubliche. Weltweit bezichtigte man medial die deutschen Forscher plötzlich der Beschädigung der Cheopskartusche und präsentierte alsbald sogar Beweise, in dem man ein Foto präsentierte, welches 4 Meißelspuren an der Kartusche zeigte.

Ihre Unschlud können Görlitz und Erdmann zweifelsfrei belegen. Denn die von einer Kommission im Dezember 2013 festgestellten Beschädigungen an der Kartusche lassen sich mittels Foto und Videodokumentationen in den Zeitraum von 2004-2006 datieren. Zu dieser Zeit war Dr. Zahi Hawass der Chef der Altertumsverwaltung und Direktor des Gizehplateaus. Ein Zugang zu den Pyramiden – auch für private Forschungszwecke – wurden jahrelang von Zahi Hawass erteilt. So auch Stefan Erdmann, der bereits 2006 für den Dokumentarfilm „Die Cheops Lüge“ ohne Probleme die Dreh – und Forschungsgenehmigung ausgestellt bekam.

Im April 2013 betrat Stefan Erdmann, diesmal zusammen mit Dr. Dominique Görlitz auf gleichen Wege die Pyramide und sie taten nichts Unrechtes. Die Ägyptische Justiz indes sieht dies nun anders und verurteilte die beiden, sowie den Kameramann und alle ägyptischen Begleiter pauschal zu je 5 Jahren Haft.

Die so genannte „Kartuschen-Affäre“ war letztlich aufgrund von Lügen und der Intrigen des ehemaligen ägyptischen Antikenministers Dr. Zahi Hawass entstanden. Noch im November 2013 behauptete er, daß „reiche Juden“ Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann angestiftet hätten, die Cheops-Kartusche zu entfernen, um die Cheopspyramide umzudatieren und den amtierenden Antikenminister Mohamed Ibrahim zu diffamieren. Das entwickelte sich zu einem ziemlichen Skandal, Mitarbeiter wurden in Ägypten von der Justiz verfolgt und inhaftiert und die beiden Wissenschaftler per Haftbefehl gesucht. Doch Görlitz und Erdmann konnten diesen Vorwurf Dank zahlreicher internationaler Unterstützer, insbesondere Robert Bauval, entkräften und sich bei den ägyptischen Behörden für den entstandenen Imageschaden entschuldigen.

Nach dem Skandalurteil entlastet nun ein ägyptischer Polizeichef die beiden deutschen Forscher und erhebt im Gegenteil schwere Vorwürfe gegen Zahi Hawass.

Nur wenige Wochen nach dem skandalösen Urteil gegen die sechs seit fast einem Jahr inhaftierten Ägypter und den Experimentalarchäologen Dr. Dominique Görlitz sowie den Pyramidenforscher und Buchautor Stefan Erdmann zur Verbüßung einer 5-jährigen Haftstrafe hat der Leiter der ägyptischen Altertümer-Polizei, Generalmajor Mumtaz Fathi, die beiden deutschen Forscher in einem Fernseh-Interview vom Vorwurf des illegalen Eindringens in die Große Pyramide von Gizeh quasi ‚freigesprochen‘. In einem Anfang dieses Monats online gestellten TV-Interview des ägyptischen Senders Youm 7 gibt er an, daß die beiden ohne eine Genehmigung von höchster Stelle niemals ihre dort durchgeführten Untersuchungen hätten vornehmen können. Auch wenn Fathi fälschlicherweise noch immer von einer Beprobung der „Kartusche“ (gemeint ist die so genannte ‚Königs-‚, ‚Cheops-‚ oder ‚Vyse-Kartusche‘) spricht, ist dies aus Sicht der Verurteilten ein sehr wichtiges Statement des hochrangigen ägyptischen Beamten.

Als besonders bedeutsam erscheint zudem, daß Herr Fathi auch schwere Vorwürfe in Bezug auf den ehemaligen Antikenminister und Chef des Gizeh-Plateaus, Dr. Zahi Hawass erhebt, gegen den nach dem neuesten Informationsstand inzwischen im Zusammenhang mit den polizeilichen Ermittlungen gegen ihn und mehrere hochrangige Mitglieder der Altertümerverwaltung in diesem Fall ein Ausreiseverbot aus Ägypten verhängt wurde.

Dr. Görlitz und Stefan Erdmann haben dazu in einem aktuellen Video-Interview ausführlich Stellung genommen. Auch der weltbekannte Pyramidenforscher Robert Bauval ist in dem Interview live zugeschaltet und kommentiert die aktuellen Vorgänge in Ägypten.