Statement des stellvertretenden Kommandeurs der DPR-Volksarmee: Steht ein Großangriff Kiews unmittelbar bevor?

25. April 2017 von QUERDENKEN-REDAKTION
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25. April 2015 (Redaktion, Bericht von Novorossia TodayLaut dem stellvertretenden Kommandeur der bewaffneten Kräfte der Volksrepublik Donezk (DPR ), Colonel Eduard Basurin, steht eine Großoffensive der Ukrainischen Armee (AFU) gegen die DPR  unmittelbar bevor. Man geht von den Maifeiertagen als Angriffszeitpunkt aus. Das Aufgebot an Truppen und schwerem Kriegsgerät an der Kontaktlinie zwischen der Ukraine und der DPR sei auf noch nie dagewesenes Ausmaß angewachsen. Gleichtzeitig, so der Vorwurf Basurins,  versuche die Heeresleitung der Ukraine, den Konflikt an der Kontaktlinie anzuheizen, indem sie „provokative Aktionen“ gegen die Donezker Volksarmee starte. So würden die Minsker Vereinbarungen endgültig gebrochen.

eduard basurin

Der stellvertretenden Kommandeur der bewaffneten Kräfte der Volksrepublik Donezk (DPR ), Colonel Eduard Basurin

Basurin bezieht sich dabei auf eine Information, die man aus Quellen in der Führung der Einheit A0456 (Odessa) erhalten habe. Dieser Information zufolge sollen Einheiten der ukrainischen Marine in einer kombinierten Brigade von Marineinfanterie einen Plan vorbereiten, der aktive militärische Operationen im Distrikt Wolnowacha und Nowoasowsk in der Donetzker Reegion vorsieht.

Diesem Plan zufolge sollen ab 23/24 April zwei mobile, subversive Gruppen in der Umgebung der Stadt Schirokino abgesetzt werden. Die Bewaffnung für die Saboteure sei vorbereitet. Man wolle zur Tarnung der Gruppe zivile Fahrzeuge mit Mörsern einsetzen. Die Aufgabe der Gruppe sei es, so die Information weiter, sich so nahe wie möglich an die Kontaktlinie heranzuarbeiten, um von der Donezker Seite aus auf die Ukrainische Armee zu schießen, um auf diese Weise einen „Gegenangriff“ der ukrainischen Armee auf die Positionen der Donezker Volksarmee zu rechtfertigen. Daraufhin sei geplant, eine Großoffensive zur Wiedergewinnung der Kontrolle über das gesamte Territorium der heutigen DPR zu starten. Diese Planung, so Basurin, finde auf dem Hintergrund einer immer stärkeren Rhetorik der ukrainischen Regierung statt und einer Intensivierung der Propaganda in den Medien, die von der Kiewer Regierung kontrolliert werde. Wegen der niedergedrückten Stimmung und der schlechten Moral in der ukrainischen Armee versuche die Kiewer Regierung, die ATO-Einheiten (Anti-Terror-Operation) auszutauschen. Man repariere hastig die „Lücken“ in der Vorhut der künftigen Offensive. Weiter steht in der Meldung: Kürzlich verbreiteten die Medien der Ukraine eine Behauptung des rechtsextremen Regierungsmitgliedes Alexander Turchinow, daß die Ukrainische Armee beständig auf die russische Grenze vorrücke. Sehr bald auf diese Behauptung hin wurde der Leiter des Rates für Nationalen Sicherheit und Verteidigung mit einer „nicht identifizierten Diagnose“ in ein Krankenhaus eingeliefert. Dieser Politiker zog es aber vor, nicht zu Hause in der Ukraine, sondern in Deutschland in eine Klinik zu gehen. Außerdem, so der Bericht, informiere der Verteidigungsminister der Ukraine, Stepan Poltorak, fortwährend darüber, daß die Gruppen von Panzern an der Kontaklinie ständig weiter aufgebaut würden. Am nächsten Tag habe Poltorak zusätzlich angekündigt, weitere 20 Panzer in die „ATO“-Zone zu entsenden. Man möge sich bewußt machen, daß alle diese Statements der Kiewer Regierung vor dem Hintergrund eines Waffenstillstandes und eines Rückzuges der Waffen gemacht werden. Insbesondere kündigte Poroschenko, direkt nachdem sich die Streitkräfte in der Lugansker Region auseinander dividierten, an, daß alle (ukrainischen) Panzereinheiten weiterhin in ständiger Gefechtsbereitschaft blieben und, wenn erforderlich, sofort wieder auf das Schlachtfeld zurückkehren würden.

Während die Zeitungen und Nachrichtenagenturen voller Berichte über Vereinbarungen mit ‚freundlichen Ländern‘ und Kooperation im militärischen Bereich seien, ergehe sich der Präsident des Landes (Poroschenko) in London in Lobeshymnen über die Kampfkraft der ukrainischen Kämpfer, deren Stärke den achten Platz in Europa besetze. Am wichtigsten sei aber, so Basurin, daß er (Poroschenko) behaupte, Kiew kämpfe mit seinen „eigenen Waffen“, ohne jede Hilfe von außen, schulde aber dem „fantastischen“ Training Dank, das es von den britischen, kanadischen, amerikanischen und europäischen Kollegen erhalte.

Der Bericht auf Novorossia Today fährt fort, daß es unklar sei, wie nach solchen Statements die militärische und politische Führung der Ukraine ihre Versprechungen erfüllen wolle, den Konflikt im Donbass friedlich beizulegen. Aufgrund der kürzlichen Aktionen der Politiker und anderer Führer, sei es absolut klar, daß die Kiewer Regierung gar nicht beabsichtige, den Konflikt im Donbass mit politischen Mitteln zu lösen. Im Gegenteil wiesen alle Fakten auf die erwähnten Vorbereitungen der Ukrainischen Armee zur Entfesselung eines großangelegten Krieges im Osten des Landes hin.

Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, so der Bericht weiter, daß diese Verschärfung von Kiew benutzt werde, die Vertreter der DPR (Volksrepublik Donezk) und der LPR (Volksrepublik Lugansk) des Verstoßes gegen die Minsker Abkommen zu beschuldigen. Dies werde wahrscheinlich direkt vor dem nächsten Treffen der Trilateralen Kontaktgruppe zur Beilegung der Donbass-Situation geschehen. Dieses Treffen wird, dem Statement des OSZE-Sonderrepräsentanten Martin Saydik zufolge, am 26. April stattfinden.

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des Originalstatements des stellvertretenden Kommandeurs der bewaffneten Kräfte der Volksrepublik Donezk (DPR ), Colonel Eduard Basurin. Dieses Statement im Original ist auf der Seite „Novorossia today“ nachzulesen.