Neues von Petra Paulsen, der mutigen Hamburger Lehrerin

30. August 2016 von Gastautor:
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30. August 2016 (Redaktion) Ihr offener Brief hat die Runde gemacht und ist im Netz oft geteilt worden. Es sind ihr gute und schlechte Reaktionen entgegengekommen. Doch in der weitaus überwiegenden Zahl waren sie positiv, denn ihre Erfahrungen sprechen vielen aus der Seele. Und das sind alles keine Rassisten, Ausländerfeinde, Rechten oder dumpfen Wutbürger. Nun hat Petra Paulsen nachgelegt und uns ihren nächsten Aufsatz geschickt.

Unzählige Male habe ich seit dem Erscheinen meiner Rundmail u.a. bei EpochTimes , quer-denken.tv und auf Facebook von Freunden, Bekannten und in Kommentaren zu hören bekommen, „Du bist echt mutig!“, „Muß man als verbeamtete Lehrerin nicht Angst vor beruflichen Folgen haben?“ oder „Sie spricht mir aus der Seele.“. Natürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche beruflichen Konsequenzen ein solcher Schritt möglicherweise für mich haben könnte. Schließlich hänge ich an meinem Beruf, denn ich arbeite gern als Lehrerin mit jungen Menschen. Nach § 2 des Hamburgischen Schulgesetzes

ist es Aufgabe der Schule, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen und ihre Bereitschaft zu stärken,

  • ihre Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Achtung und Toleranz, der Gerechtigkeit und Solidarität sowie der Gleichberechtigung der Geschlechter zu gestalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen,
  • an der Gestaltung einer der Humanität verpflichteten demokratischen Gesellschaft mitzuwirken und für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen sowie für die Gleichheit und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten,
  • das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden ebenso wie das der Mitmenschen wahren zu können und
  • Mitverantwortung für die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Umwelt zu übernehmen.“

(HmbGS vom 16.04.1997).

Als Lehrerin bin ich folglich zum einen zur Vermittlung und Stärkung dieser sozialen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen verpflichtet, zum anderen sehe ich es als Bürgerin, Mutter und Lehrerin dieses Landes in Anlehnung an diese Werte und an die im Grundgesetz verbriefte freie Meinungsäußerung ebenso als meine Pflicht an, auf die derzeitigen politischen Fehlentscheidungen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen hinzuweisen.

Nur ein paar persönliche Erfahrungen als Beispiele: Eine ehemalige Schülerin von mir ist Opfer eines sog. Antänzers in der Silvesternacht in Hamburg geworden, die Tochter von Freunden konnte sich in derselben Nacht einem Antänzer in Düsseldorf glücklicherweise erfolgreich zur Wehr setzen. Bereits im Februar hatte ich von einem Waffenhändler in Norderstedt erfahren, daß es im dortigen Erlebnisbad Arriba vermehrt zu sexuellen Übergriffen durch Migranten komme. Ende Februar kam es dann in zwei Fällen zu sexueller Nötigung und Vergewaltigung im Arriba (u.a. berichtete FOCUS online). Laut Bundesjustizminister Heiko Maas wird nur eine von zehn Vergewaltigungen in Deutschland angezeigt und nur acht Prozent der Vergewaltigungsprozesse enden mit einer Verurteilung. Zwei junge Frauen aus dem Bekanntenkreis der Tochter einer Freundin von mir sind vor kurzem ebenfalls in Norderstedt von zwei Asylbewerbern zusammengeschlagen worden. Dies sind zwei weitere Fälle, die ebenfalls nicht in der Polizeistatistik auftauchen werden, da sie gar nicht erst angezeigt wurden, die mich aber letztendlich dazu gebracht haben, meine Komfortzone zu verlassen und an die Öffentlichkeit zu gehen.

Ich spreche mit vielen Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft sowie aller Altersklassen. Allen gemeinsam ist die Angst vor Terror, Überfremdung und dem gesellschaftlichen Zerfall Deutschlands. Zunehmende Kriminalität, politische Islamisierung, Entstehung weiterer Parallelgesellschaften und No-Go-Areas, Radikalisierung ganz unterschiedlicher politischer Strömungen, zunehmende Kinder- und Altersarmut, unterschiedliche Bildungschancen, fehlender bezahlbarer Wohnraum für junge Familien, Studenten, Rentner und Menschen mit nur geringem Einkommen u.v.m. verheißen nichts Gutes. Hinzu kommt die wachsende Sorge vieler hier gut integrierter Menschen mit Migrationshintergrund und echter Kriegsflüchtlinge vor ausländerfeindlichen und/oder religiösen Übergriffen.

Deutschland ist ein reiches Land – das stimmt. Leider ist der Reichtum jedoch sehr ungleich verteilt und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Der Polizeiapparat wurde seit Jahren kaputtgespart und an den Schulen kämpfen Lehrer und Sozialpädagogen mit den Themen Integration und Inklusion von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund – zwei Mammutaufgaben, insbesondere bei fehlendem pädagogischem Fachpersonal. Die „Integration ist bei einem Großteil der Ausländer gescheitert“ titelte am 04.01.2016 die HUFFINGTON POST online. 1,1 Millionen Flüchtlinge seien 2015 nach Deutschland gekommen. Vielleicht waren es auch 1,5 Millionen? Keiner weiß es so genau. Der anerkannte ehemalige Verfassungsrichter Udo Di Fabio ordnet Angela Merkels Politik der offenen Grenzen als einmaligen historischen Rechtsbruch ein. Der Bundestag wurde zu dieser folgenschweren Entscheidung nicht gehört, die Dublin-Verordnung und das Schengen-Abkommen kurzerhand außer Kraft gesetzt. Bis zum heutigen Tag ist die deutsche Grenze offen. Dabei berichten die Medien aktuell über steigende Migrantenzahlen z.B. über die Schweiz und Polen, in Ägypten entwickelt sich ein neuer Hotspot und die meisten Migranten kommen laut Frontex mittlerweile über Libyen nach Italien. Was aber passiert, wenn jetzt im Spätsommer wieder verstärkt Migranten den Weg über das Mittelmeer nach Europa wählen mit dem Ziel Deutschland? Der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil kritisiert in „Die Presse.com“ vom 25.08.2016 Angela Merkels Flüchtlingspolitik als unverantwortlich. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, sie ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch hochgradig inhuman und unmoralisch, da sie weitere gesellschaftliche Verwerfungen und viele weitere tote Flüchtlinge billigend in Kauf nimmt. Und was geschieht, wenn Tausende von Menschen ihre Hoffnung auf Wohlstand in Deutschland nicht erfüllt sehen?

Die sogenannte Flüchtlingskrise beschäftigt ganz Deutschland und spaltet Europa. So wurde gerade in Österreich Asylbetrug in großem Stil mit einem Schaden von 100 Millionen Euro in der Zeit von 2007 bis dato aufgedeckt. Italien und Griechenland drängen auf Umsiedlung von Migranten, die dort unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen leben, das Einwanderungsland Schweden leidet unter einer extrem hohen Arbeitslosen- und Vergewaltigungsrate, in Calais in Frankreich herrscht Ausnahmezustand und in Tschechien wurde Angela Merkel am 26.08.2016 mit etlichen Demonstrationen gegen ihre Flüchtlingspolitik begrüßt. Bis zu 80% der Migranten sind ohne Papiere eingereist, Tausende von ihnen sind untergetaucht oder haben noch keinen Asylantrag gestellt, die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Asylanträgen beträgt momentan sieben Monate und immer mehr Asylbewerber reichen Klage wegen zu langer Bearbeitungszeiten ein. Darüber hinaus gestaltet sich die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber als äußerst schwierig und sehr kostenintensiv. Hinzu kommt, daß das Kopftuch- und Burka-Verbot, der Bundeswehreinsatz im Inneren, die doppelte Staatsbürgerschaft, das Verschwinden von Schweinefleisch auf dem Speiseplan in Kitas und Schulen, das Abhängen christlicher Glaubenssymbole, die Umbenennung von Weihnachtsmärkten in Wintermärkte und die Kinderehe nach Scharia-Recht u.v.m. die Gemüter erhitzen.

Was macht ein Mensch, wenn eine Party bei ihm zu Hause zu entgleisen droht? Richtig, er würde erst einmal niemanden mehr hineinlassen, Vorkehrungen treffen und für Ordnung sorgen. Nach einem Jahr der illegalen Einwanderung und deutlich steigender Migrantenzahlen sollte Deutschland wieder zur Rechtsstaatlichkeit übergehen, um auch der von Udo di Fabio geäußerten Erosion des Rechtsstaates entgegen zu wirken. So kann es nicht sein, daß Landes- und Bundespolizisten zur Strafvereitelung im Amt aufgrund von Verstößen gegen Aufenthaltsbestimmungen von Asylbewerbern genötigt werden. Ob es der „humanitäre Imperativ“, der winkende Friedensnobelpreis, christliche Nächstenliebe, ein Befehl der Hochfinanz oder aber ein Teil der Militärstrategie der USA war, der Angela Merkel zur grenzenlosen Willkommenskultur veranlaßte, entzieht sich meiner Kenntnis. Jeder Mensch hat nur begrenzte Fähigkeiten, Möglichkeiten und Kräfte und so verhält es sich auch mit einer Gesellschaft. Werden ihre begrenzten Ressourcen und Kapazitäten nicht beachtet, gerät sie ganz schnell in eine gefährliche Schräglage.

Ich selbst bin Jahrgang 1966 und die Erzählungen meiner heute 80jährigen Mutter über ihre Kindheit in Ostpreußen, die Flucht, den Verlust ihres Vaters, die Zwangseinquartierung und die schreckliche Hungersnot und Armut in der Nachkriegszeit haben meine eigene Kindheit sehr geprägt. Eine Willkommenskultur gab es damals nicht. Wie schrecklich Terror sein kann, habe ich als Kind 1972 erfahren müssen, als die RAF einen Anschlag auf den Axel Springer Verlag in Hamburg verübte, bei dem mein Vater an diesem Tag Schicht hatte und wir stundenlang nicht wußten, was mit ihm passiert war. Als Scheidungskind habe ich erfahren, wie schwer das Leben einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern und wenig Geld selbst in einer Sozialwohnung sein kann. In Hamburg und in Wien habe ich in sozial schwachen Stadtteilen gelebt. Ursprünglich wollte ich 1986 eine Ausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin in Wien machen, was jedoch an der fehlenden österreichischen Staatsbürgerschaft scheiterte bzw. daran, daß ich keine Asylbewerberin war. Stattdessen habe ich dort ein Lehramtsstudium begonnen und wurde eines Tages auf dem Nachhauseweg von der Uni in der Dunkelheit Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Migranten. Zum Glück wurde ich nicht vergewaltigt, doch nach fast 30 Jahren bekomme ich heute noch Zustände, wenn ich allein im Dunkeln unterwegs bin und hinter mir Schritte höre, weswegen ich solche Situationen nach Möglichkeit meide.

Nein, ich bin keine besonders mutige Frau, aber ich habe das Recht, meine Ängste und Sorgen, die ich mit vielen Menschen teile, zu artikulieren und Dinge in diesem Land zu benennen, die völlig aus dem Ruder gelaufen sind und die schlimmstenfalls zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen können. Daneben sollte jeder hier in Deutschland das Recht auf eine ungeschönte, den Tatsachen entsprechende neutrale Berichterstattung durch die Medien haben. Mündige Bürger sind durchaus in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden. Gelebte Demokratie entsteht schließlich durch Meinungsvielfalt und sollte nicht der „political correctness“ zum Opfer fallen. Etliche Petitionen und Verfassungsbeschwerden wurden zwecks Grenzschließung eingereicht, offene Briefe an die Bundeskanzlerin geschrieben – bislang ohne Erfolg. Menschen haben Angst, auf Demonstrationen gegen die derzeitige Flüchtlingspolitik zu gehen, da sie sogleich in die rechte Ecke gestellt werden und Übergriffe von Linksextremen zu befürchten haben. Aufgrund der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts haben Millionen von Menschen leidvoll erfahren müssen, was es bedeutet, seine Meinung allenfalls nur hinter vorgehaltener Hand äußern zu dürfen und mit Agitation und Propaganda leben zu müssen.

Kein Mensch sollte sich heute in Deutschland hinter einem Nickname, Namenskürzel o.ä. verstecken müssen, solange es sich um das Berichten persönlicher Erfahrungen und belegter Tatsachen handelt, weswegen ich hoffe, daß immer mehr Menschen sich aus der namenlosen Bevölkerungsmasse heraustrauen. Und noch etwas: Ich verbitte mir – allein schon aufgrund meiner eigenen Biografie -, politisch in die linke oder rechte Ecke gestellt zu werden!

 

Eine der vielen Massenschlägereinen im Flüchtlingslager Friedland. Die Polizei rückt zwar an, ruft „Here is the Police! Stop it now!“ Doch, wie man sieht, beeindruckt es dort niemanden. Die Polizei zieht – vollkommen unterlegen – unverrichteter Dinge wieder ab.