Kein Zeichen der Solidarität für Rußland – Das Brandenburger Tor bleibt weiß? Nicht bei uns.

6. April 2017 von Gastautor: Peter HAisenko
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06. April 2017 (von Anderwelt, Peter Haisenko)  Seit die Rot-Rot-Grüne Gurkentruppe in Berlin „regiert“, gibt es aus der Hauptstadt kaum mehr etwas Erfreuliches zu berichten. Jetzt hat dieser Senat seiner bemerkenswerten Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie eine weitere Peinlichkeit hinzugefügt, indem er sich weigerte, das Brandenburger Tor in Gedenken an die Bombenopfer von St. Petersburg in den russischen Nationalfarben erstrahlen zu lassen. Nach Anschlägen in Istanbul, Paris, Brüssel Jerusalem und London hat man dieses weithin sichtbare Zeichen der Solidarität mit dem jeweils betroffenen Volk gesetzt – den in St. Petersburg ermordeten Russen wird diese Anteilnahme verwehrt. Tote Russen zählen offenbar nicht.

Die Begründung der Senatskanzlei: Nur nach Terroranschlägen in Partnerstädten soll diese Form des Gedenken stattfinden. St. Petersburg ist in der Tat keine Partnerstadt von Berlin – Moskau aber schon! Wie verlogen diese Begründung ist, zeigt sich am Beispiel Jerusalem, das keine offizielle Partnerschaft zu Berlin unterhält. Hier wurde die „besondere historische Beziehung zu Israel“ bemüht. Völlig hanebüchen und ganz und gar daneben erscheint dann das in den Regenbogenfarben erleuchtete Brandenburger Tor nach dem Anschlag auf einen Schwulenclub 2016 im amerikanischen Orlando. Begründung hier: „Weil sich Berlin als Stadt der Toleranz versteht“. – Ah ja, das ist natürlich was anderes.

Verfügte dieser unsägliche Senat doch nur über einen Hauch von politischem Gespür und diplomatischen Geschick, dann hätte man gerade in dem derzeit angespannten deutsch-russischen Verhältnis ein Zeichen der Verbundenheit mit dem russischen Volk setzen können. Das wäre von den Russen gewiß mit großem Wohlwollen als versöhnliche Geste empfunden worden. Jetzt hingegen fragen sie sich – und nicht zuletzt auch die rund 4 Millionen russischsprachigen Menschen, die in Deutschland leben, allein rund 300.000 in Berlin: Versagt ihr den Terroropfern von St. Petersburg eure Anteilnahme und euer Mitgefühl, nur weil sie Russen sind?

Man mag grundsätzlich darüber streiten, ob es richtig und sinnvoll ist, das Berliner Wahrzeichen jedes Mal in den Nationalfarben anzustrahlen, wenn irgendwo auf der Welt Menschen durch ein Attentat zu Tode kommen. Es ausgerechnet in diesem Fall nicht zu tun, ist jedoch eine Instinktlosigkeit sondergleichen. Wäre die Farbgebung der Berliner Regierung nicht R2G (rotrotgrün), könnte man vermuten, dass unsere Sanktions-Fetischistin im Kanzleramt ihre Finger mit im Spiel hatte. Dieses Mal wohl eher nicht und so bleibt als Fazit dieses Vorfalls festzuhalten: Einmal mehr haben die Polit-Dilettanten im Roten Rathaus die Chance verspielt, ein positives Signal aus Berlin an die Welt zu senden.

Brandenburger Tor Russland Farben 2

Wenn Berlin es nicht schafft, das angemessene Zeichen für die Sankt Petersburger Opfer zu setzen, dann machen wir es selbst. Wir zeigen das Brandenburger Tor so, wie es jetzt aussehen sollte. Jeder ist herzlich eingeladen, das Foto zu nutzen und weiterzuverbreiten. Wenn unsere Regierenden es nicht können, das Volk kann es.