Gift im Acker: Glyphosat, die unterschätzte Gefahr

5. Mai 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
(13 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

05. Mai 2016 (Redaktion) Eine sehr bemerkenswerte Dokumentation des WDR, und unbedingt sehenswert! Glyphosat ist weltweit der meistverwendete Unkrautvernichter auf den Äckern, aber auch in unseren Gärten. Fünf Millionen Kilogramm werden jährlich in Deutschland auf die Böden gebracht. Kritische Wissenschaftler warnen seit vielen Jahren vor Langzeitschäden.

Die Anwender sehen nur die Wirkung über dem Boden. Was sich aber darunter verändert oder welche Probleme auftreten, wenn die erzeugten Futter- oder Lebensmittel verwendet werden, will keiner zur Kenntnis nehmen. Jeder Bürger, Landwirt oder Tierhalter hat die Möglichkeit, sich beim Einkauf bestätigen zu lassen, daß die erzeugten Produkte kein Glyphosat enthalten. Wenn diese Bestätigung abgelehnt wird, sollte man dort nichts kaufen. Nur so erreichen wir, daß Glyphosat nicht mehr angewendet wird. Nur Träumer vertrauen hier noch auf die Politik. „Wer zahlt schafft an“ – das sollte jedem Bürger bewußt sein.

Die WDR-Dokumentation untersucht die Nebenwirkungen des inzwischen in Europa meist angewandten Pflanzengifts, das über Rückstände in den Feldfrüchten längst auch in unserer Nahrung angekommen ist. Kritische Wissenschaftler, Landwirte und selbst die WHO behaupten, es gebe hormonelle, darmzerstörende als auch krebsinduzierende Wirkungen, während die Chemie-Agrar Konzerne (Monsanto, Bayer, Syngenta, etc) als auch interessanterweise auf Bundesebene die Behörden-Wissenschaftler behaupten, es gebe keine Gefahr und keine Nebenwirkungen. Dieser Chemie-, Nahrungs- und Wissenschaftskonflikt hat nach Jahren in 2015 das Licht der Öffentlichkeit erreicht – Glyphosat soll für weitere 5 Jahre zugelassen werden. Was bedeutet eigentlich „Sicherheitsforschung“ der Behörden, und in wieweit arbeiten sie für die Bürger – oder für das Wohl der großen Konzerne?

Kaum jemand denkt darüber nach, was TTIP zum Beispiel in dieser Sache für Auswirkungen haben wird. Glyphosat ist eines der Hauptprodukte von Monsanto und darf auch in anderen Verpackungen und unter neuen Namen hier nach Europa eingeeführt werden. Sollte dann jemand darauf öffentlich aufmerksam machen und vom Kauf dieser Produkte abraten, oder ein Bürgermeister irgendeiner Stadt vernünftigerweise Produkte mit Glyphosat nicht mehr zur Pflege der städtischen Grünanlagen zulassen, wäre bereits eine Klage wegen Benachteiligung fällig, und es stünden gleich große Summen auf dem Spiel. Auch das ist eine Seite von TTIP!

Diese Dokumentation blickt hinter die Kulissen …

Traktor, Korn-Mischer, Ländlich, Dänemark, Bauernhof

Moderne Landwirtschaft, so effektiv und durchorganisiert wie noch nie. Aber die Schattenseiten heißen Umweltzerstörung und Gift.