Festung Europa – werden die Visegrad-Staaten und Serbien Europa retten?

29. November 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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30. November 2016 (Redaktion) Erdogan droht mit einer Massenmigration von drei Millionen Flüchtlingen, die Europa „überschwemmen“ sollen, wenn die EU dem Drängen zur Visafreiheit nicht nachgibt. Die Bundesregierung hält sich zu dem Thema auffallend zurück und sieht auch keine Veranlassung, sich den Bürgern zu erklären, die mit angehaltenem Atem und ängstlich auf diese Entwicklung schauen. Sei es, daß Kanzlerin Merkel irgendetwas weiß, was wir nicht wissen, sei es, daß man Erdogan noch so lange hinhält, bis vielleicht Lösung vom Himmel fällt (so, wie mit den Renten) oder vielleicht auch ganz einfach, weil man nicht weiß, was man überhaupt noch sagen könnte. Denn der Karren ist im Graben. Angela Merkels Flüchtlings-Deal mit Erdogan ist ein Desaster, was man ungern zugeben möchte. Die Bundesregierung steht auf aussichtslosem Posten: Einerseits kann man jetzt nicht einfach auf Erdogans Forderungen eingehen, weil man dann erstens einen Aufstand in der EU hätte, niemand möchte eine Türkei unter Erdogan als halb angeschlossenes Mitgliedsland. Zweitens kämen bei Visafreiheit so viele Türken in die EU, daß drei Millionen noch eine sehr vorsichtige Schätzung ist, was die eh von Merkels Flüchtlings-Alleingang erzürnten, europäischen Völker kaum beruhigen würde. Drittens möchte man das Thema schon deshalb unter den Teppich kehren, weil das der AfD wieder großen Auftrieb geben würde – eine Einwanderung von 3 Millionen Flüchtlingen der AfD aber einen noch viel größeren Zulauf. Andererseits kann man nicht lauthals „Diktatur!!!“ in Richtung Ankara brüllen und gleichzeitig offen gegen den EU-Grundsatz verstoßen, daß kein durch Diktatur regiertes Land Mitglied der EU sein kann.

Was also tun? Das, was Angela Merkel am besten kann: Die Dinge so lange schleifen lassen, bis andere – angesichts der kommenden Katastrophe – aus Verzweiflung selber die Zügel in die Hand nehmen und beherzt handeln um zu retten, was zu retten ist. Anscheinend geschieht genau das. Die Visegrad-Staaten zusammen mit Serbien haben einen Plan B entwickelt, um die Drohung Erdogans abzublocken. Sie werden die Grenzbefestigungen drastisch hochfahren. Ob das ausreicht, wird sich weisen. Natürlich berichten unsere Qualitätsmedien nichts davon. Sie verschweigen das ganze Problem auf breiter Front. Da müssen die „unseriösen“ alternativen Medien die Aufgabe übernehmen, die Bevölkerung von so unwichtigen Petitessen wie drei Millionen Immigranten zu unterrichten.

Im Vereinigten Königreich hat die Zeitung „EXPRESS – Home of the Daily and Sunday Express“ nun einen Bericht veröffentlicht, der beschreibt, welche Abwehrmaßnahmen die Visegrad-Staaten zusammen mit Serbien planen. Hier die Deutsche Übersetzung.

Wir möchten hier klarstellen, daß diese Übersetzung ausschließlich den englischsprachigen Text wiedergibt und die verwendeten Worte nicht von uns gewählte Formulierungen sind. Ausdrücke, die hier in Deutschland wahrscheinlich als politisch inkorrekt, wenn nicht sogar als Hetze eingestuft, zensiert und hart bestraft werden, dürfen in Großbritannien von Presse und Bürgern frei benutzt werden. Die Übersetzung gibt lediglich den Originaltext des Artikels im britischen EXPRESS wieder und ist nicht die Meinung oder eine Behauptung von Quer-Denken.

KURZ VOR DEM DURCHDREHEN: Ein geheimer Plan soll Europa abschotten, wenn die Türkei den „3 Millionen Migranten-Tsunami“ entfesselt

Heute abend wurde bekannt, daß die Europäische Länder einen Geheimplan ausgebrütet haben, um den Norden des Kontinents verzweifelt abzuschirmen, sollte die Türkei ihre Drohung umsetzen und die Schleusentore für Millionen Migranten öffnen.

Von Nick Gutteridge für www.Express.co.uk, 28. November 2016

Die Staaten Zentraleuropas und des Balkans sind auf Alarmstufe Rot gegangen wegen einer neuen, massiven Welle Asylsuchender, nachdem Recep Tayyip Erdogan den Führern der EU diese außergewöhnliche Erpressungsnote aushändigte.

Und nun hat Serbien enthüllt, daß es einen Notfallplan erstellt hat, um in die Fußstapfen der Nachbarn Bulgarien, Mazedonien und Kroatien zu treten, indem sie eine riesige Barriere errichten, die den größten Teil des Kontinents abriegeln würde.

Übersetzung der Video-Untertitel: Erdogan: „Als 50.000 an der Grenze ankamen, habt ihr gejammert, „was können wir machen, wenn die Türkei die Grenzen öffnet?“, habt ihr gegrübelt. Und schaut her, wenn das so weitergeht, dann werden die Grenztore geöffnet – ihr solltet wissen, daß weder ich noch diese Nation leere Drohungen macht.“

Die außergewöhnliche Maßnahme wurde von Insidern der Regierung an die Öffentlichkeit geleakt, die sagten, daß die Minister fürchteten, der islamistische Despot Erdogan sei im Begriff, einen „Tsunami“ von 3 Millionen Migranten auf Europa loszulassen.

Sie sagten der staatseigenen Zeitung Novosti, daß der schon vorbereitete „Plan B“ in innerhalb kurzer Zeit ausgeführt werden kann, um das Land vor jedem weiterem Flüchtlingschaos zu beschützen. Die Zeitung berichtete: „Wenn die Türkei, wie ihr Präsident Erdogan gestern drohte, die Grenzen für Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderen Ländern die sich auf ihrem Territorium befinden, öffenet … hat die serbische Regierung ihren ‚Plan B‘ vorbereitet. Er wird aktiviert werden und es wird ein Vorschlag für unser Land diskutiert werden, an den Südgrenzen, genau wie bei unseren Nachbarn, eine Mauer zu bauen.“

Serbien – das kein EU Mitglied ist – ist eine wichtige Transitstation auf der Migrationsreise nordwärts aus Griechenland in Richtung der gelobten Länder Deutschland und Schweden.

Doch da die angrenzenden Länder, einschließlich Ungarn im Norden, eine zunehmend härtere Position zur Einwanderung bezogen haben, indem sie eigene Grenzzäune errichteten, sind mehr und mehr Flüchtlinge in Serbien eingekeilt.

Regierungsvertreter sagten, in dem kleinen osteuropäischen Land seien etwa 5.200 Asylbewerber registriert, weitere 1.000 leben auf den Straßen, hauptsächlich in der Hauptstadt Belgrad.

Und Arbeitsminister Aleksandar Vulin bestätigte, daß die Behörden bereits Pläne für den Fall eines möglichen Scheiterns des EU-Türkei Migrantenabkommens haben, und sagte, daß die Grenzkontrollen zum südlichen Nachbar Bulgarien – einem EU Mitglied – „bedeutend“ verstärkt werden.

Nenad Popović, der Anführer der oppositionellen Serbischen Volkspartei rief ebenfalls zum Bau einer Mauer auf, nachdem Novosti einen Leitartikel mit der Überschrift veröffentlichte: „Wir werden von einem ‚Tsunami‘ von 3.000.000 Migranten bedroht!“ 

Er sagte: „Wir mahnen die Regierung, dringend die Entscheidung zu treffen, eine Mauer an der Grenze zu Mazedonien zu bauen, um den unkontrollierten Zufluß von Migranten nach Serbien aufzuhalten.“

In einem vernichtenden Urteil zur Reaktion der EU auf die Migrantenkrise setzte er hinzu: „Anstelle energisch zu reagieren auf Erdogans Drohung, die Grenze für 3 Millionen Migranten zu öffnen, steckt Brüssel seinen Kopf in den Sand, wie ein Vogel Strauß und zeigt so der ganzen Welt, daß sie weder die Macht noch die Fähigkeit haben, um mit der wachsenden Migrationskrise fertig zu werden.“

Die Anzahl der Migranten entlang der Balkanroute reduzierte sich in den letzten Monaten von einer Flut in ein Tröpfeln, nachdem die EU ein Abkommen mit der Türkei traf, um den Fluß einzudämmen.

Den Bedingungen der Übereinkunft zufolge nimmt Ankara alle Migranten zurück, die in Griechenland kein Asyl beantragen, oder deren Anträge abgelehnt werden, und im Gegenzug nimmt Europa jeweils einen weiteren Syrer aus einem Lager in der Türkei auf.

Allerdings sind die Beziehungen zwischen Präsident Erdogan und den europäischen Führern in den letzten Monaten zunehmend angespannt, und der türkische Präsident beschuldigt die EU, ihr Versprechen zu brechen, seinem Volk im Gegenzug einen visafreien Zugang nach Europa zu geben.