Erdmantel unter der US-Ostküste trennt sich von der Erdkruste

13. Mai 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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13. Mai 2016 (Redaktion) Unter den südöstlichen Regionen der USA „blättert“ der Erdmantel fast buchstäblich von der darauf liegenden Erdkruste ab. Das könnte Erdbeben auf dem Territorium Washingtons und anderer Städte an der Ostküste auslösen, wo es eigentlich keine entsprechenden Voraussetzungen gibt, schreibt die Website Live Science.

„Wir brauchen uns meines Erachtens keine Sorgen zu machen: Ich denke nicht, daß sich die Situation künftig stark ändert – weder in unserer Zeit noch in den Zeiten unserer Enkelkinder“, sagte Berk Biryol von der University North Carolina at Chapel Hill.
„Geologische Prozesse dauern viel, viel länger: Innerhalb der Erde ändert sich nichts über Nacht. Solche Prozesse dauern Millionen Jahre.“
Dem Experten zufolge gab es in Washington D.C. und anderen Städten im Osten des Landes in letzter Zeit mehrere kaum spürbare Erdstöße, die Seismologen aber beunruhigend fanden. Denn der östliche Teil der USA liege auf einer stabilen tektonischen Platte, was Erdbeben grundsätzlich unmöglich mache.
Gemeinsam mit seinen Kollegen hat Biryol das Innere der Erde an der Ostküste mit Radaren untersucht und eine 3D-Karte von den drei wichtigsten Gesteinsschichten erstellt: der Erdkruste, die üblicherweise die Quelle aller Erdbeben ist, des Erdmantels und der Asthenosphäre (In 100 Kilometer Tiefe: Forscher entdecken mysteriöse Gleitschicht der Erdplatten (Videos)), einer dünnen halbflüssigen Schicht zwischen der Erdkruste und dem Erdmantel, auf der alle tektonischen Platten „schwimmen“.
bermuda-dreieck-des-weltalls3Diese Zonen der Erdschichten sind zwar für Geologen und das menschliche Verständnis des Heimatplaneten hochinteressant, aber der Forschergeist kann hier auch Katastrophen hervorrufen. So ist  zum Beispiel ein Forscherteam im Dezember letzten Jahres mit einem Tiefseebohrschiff  zur Atlantis Bank im Indischen Ozean aufgebrochen, um hier zum ersten Mal die Erdkruste zu durchbrechen. Man beabsichtigt, bis zur darunterliegenden, nächsten Schicht zu bohren, dem „äußeren Erdmantel“. Das geht dort, im Indischen Ozean am besten, denn da ist die Erdkruste außergewöhnlich dünn. Normalerweise, auf dem Festland, müßte sich ein Bohrer durch 35 Kilometer Erdkruste arbeiten. In der zweiten Proketphase ist in dem Zeitraum um 2020 geplant, mit dem Spezial-Bohrschiff »Chikyu« in eine Tiefe von bis zu 5,5 Kilometern vorzustoßen. Wozu dieser große und kostspielige Aufwand getrieben wird, erklärt Teamleiter Professor Chris MacLeod: „In welchen Mengen, wo und wie tief – in anderen Worten, wo die Grenzen des Lebens sind – sind bedeutende Fragen“. Es gibt jedoch auch Kritiker des Projekts, die ernste Bedenken haben. In dem Bereich zwischen Erdkruste und -mantel finden riesige, seismische Aktivität statt. ES steht zu befürchten, daß die Bohrungen möglicherweise gewaltige Seebeben auslösen könnten. Schon allein das Durchstoßen der Schichten der Erdkruste kann nämlich dazu führen, daß übereinanderliegende oder aneinanderstoßende Schichten durch Erschütterung oder eindringendes Wasser oder Erdöl auf einmal übereinander wegrutschen oder Spannungen plötzlich freigesetzt werden, die sich dann in verheerenden Erdbeben entladen.
Die Meßdaten, die Berk Byrol mit seinen Radaruntersuchungen entdeckte förderten Überraschendes zutage: Die Erdkruste unter dem östlichen Teil der USA ist sehr ungleichmäßig, nämlich an einigen Stellen sehr dick und an einigen anderen äußerst dünn. Diese Unterschiede sind nach Einschätzung Biryols der Grund dafür, daß im Osten Amerikas Erdbeben passieren. Die Entstehung dieser Ungleichmäßigkeit führt der Geologe darauf zurück, dass der Erdmantel unter diesem Teil der tektonischen Platte sich fast buchstäblich von der Erdkruste „abschält“, so dass diese an einigen Stellen sehr dünn geworden sei.
Dieser Prozess hat dem Experten zufolge schon vor etwa 65 Millionen Jahren begonnen, als die tektonische Platte unter dem östlichen Teil der USA wegen der Reibung an anderen Platten deformiert wurde. Dieses Phänomen sei allerdings völlig ungefährlich für die Amerikaner, auch wenn dadurch schwache Erdstöße entstehen, so Biryo.
Ob der Wissenschaftler das so sicher abschätzen kann, darf hinterfragt werden. Informationen dieser Art erlangt der Mensch erst seit nicht langer Zeit. Erdgeschichtlich gesehen, gerade jetzt erst. Wir bemerken seit kurzer Zeit, daß der Nordpol der Erde sich verschiebt in Richtung Sibirien (was im Überigen von Nostradamus vorausgesagt wurde, samt sehr ernster Folgen und Katastrophen in nicht allzulanger Zeit), wir erfahren, daß der Supervulkan unter dem Yellowstone-Nationalpark wieder Lebenszeichen von sich gibt. Niemand weiß wirklich, wie schnell solche Entwicklungen plötzlich in Katastrophen ihren Ausbruch finden können.
Hier der Ausschnitt aus den Nachrichten in den USA: