Dritter Jahrestag der Ernennung Poroshenkos in Kiew – und die Folgen

29. Mai 2017 von QUERDENKEN-REDAKTION
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29. Mai 2017 (Redaktion, von unseren Quellen aus der Ukraine) ES ist einigen Leuten aus der Ukraine ein Anliegen, noch einmal daran zu erinnern, wann der Terror gegen die Bevölkerung im Donbass begann. Am 26.5.2014, einen Tag nachdem Poroshenko zum neuen Präsidenten der Ukraine „gewählt“ wurde, begann der Genozid an der Donbassbevölkerung. Poroshenko hatte noch im Wahlkampf versprochen, den Donbass-Konflikt „friedlich“ zu lösen und alle seine Fabriken zu verkaufen, damit er sich als Präsident der Ukraine für das ukrainische Volk einsetzen könne. Alle Präsidentschaftskandidaten, die den Zielen der von der EU/USA der „Maidan-Revolution-der-Würde“ gefährlich werden konnten, wurden schon im Vorfeld verprügelt und mit Mord bedroht, falls sie die Kandidatur aufrecht erhalten würden. So also wurde Poroshenko Präsident der Ukraine. Keines seiner Wahlversprechen wurde umgesetzt – am 26.5.14 gab er den Befehl, Donezk zu bombardieren und innerhalb von zwei Wochen wolle er den Donbass von den „Terroristen“ säubern. Wohngebiete und der Flughafen von Donetzk wurden ohne Vorwarnung bombardiert, Zivilisten des Donbass wurde aus Militärhubschraubern wahllos auf der Strasse mit gezielten Schüssen getötet.

In dem nun drei Jahren andauernden Bürgerkrieg kamen bisher nach inoffiziellen Angaben mehr als 25.000 Zivilisten ums Leben, Kriegsgefallene auf Seiten des Donbass und der Ukraine dürften zwischen 60.000 und 80.000 liegen. Söldner sind hier nicht eingerechnet. Dazu kommen noch zig-Tausende verschleppte und bis heute vermißte Zivilisten aus den von Kiew okkupierten Gebieten in der Ost- und Südukraine.

Allein in der Stadt Mariupol ist das Schicksal von über 5.000 verschleppten Zivilisten unklar. Eines ist jedoch sicher: Viele der verschleppten Zivilisten, wurden in geheimen Gefängnissen des SBU zu Tode gefoltert. Wie erst jetzt bekannt wurde, entsorgt der SBU die Leichen in Kalkgruben in der Nähe von Mariupol.

Die Schikanen der Kiewer Junta gegen die Zivilbevölkerung der Ostukraine und der andauernde Genozid gegen die Donbassbevölkerung werden immer brutaler.

Seit Anfang Mai ist Luhansk die Wasserversorgung, die vom besetzen Luhansker-Gebiet durch die Junta erfolgt, abgeschnitten. 30% des Wasserbedarfes wird von Luhansk aus dem Gebiet benötigt.

Die einzige humanitäre Hilfe für den Donbass kommt von Rußland. In dieser Woche traf der 65. Konvoi mit Hilfsgütern im Donbass ein. Rußland hat bisher ca. 70.000 Tonnen an Lebensmitteln, Kindernahrung und Medikamente in den Donbass gebracht. Die private Spenden an humanitärer Hilfe aus Rußland sind in dieser Angabe nicht erfaßt.

26.5.2014, über Donetzk wurden Bomben abgeworfen, Zivilisten von Hubschraubern aus gezielt erschossenHier eine kurze Doku, man muß den Text nicht verstehen, die Bilder sagen alles. Man sieht anfangs die blühende Stadt Donezk, den hochmodernen Flughafen, das Leben der Menschen in Frieden. Dann, bei Minute 2,22 sieht man, was der Krieg gegen die Zivilbevölkerung bedeutet:

Am 2. Juni 2014 verübte die ukrainische Luftwaffe einen Luftschlag auf das Gebäude der Kreisverwaltung in Lugansk:

Am 15. Juli griffen die ukrainischen Kampfflugzeuge Sneschnoe an:

Am 13.August 2014 fiel Sugres einem Bombenangriff zum Opfer:

Merkel, ebenfalls vor drei Jahren als noch an die alte ukrainische Regierung unter Janukowitsh die Ukraine regierte: ”Eine Regierung, die auf ihr eigenes Volk schießt, hat jede Legitimität verloren, sagte Angela Merkel im Februar als Mahnung an die Regierung in Kiew. Für die Kiewer Regierung Poroschenkos, die von Deutschland, der EU und USA unterstützt wird, gilt dies nicht. Deutschland ist mit bei der Finanzierung der Ausrüstung, der Minution, der Söldner, der Ausstattung und Bezahlung der ultrarechten Bataillone. Der jahrelange Beschuß von Donezk, wäre ohne die Unterstützung der EU und der NAto nicht möglich. Der Westen und damit auch Deutschland unterstützt den Genozid an der Donbassbevölkerung.

Daß dies keine Unterstellung, sondern Plan war und ist, sagte Poroshenko selbst:

 

Wer genauer hinschaut, konnte dies auch im Westen sehen. Max Uthoff sagte es offen und geradeaus:

Die Kiewer Statthalter-Regierung geht in letzter Zeit wieder brutal, auch gegen Maidan-Gegner in der West- und Zentralukraine vor. Der Abgeordnete der „Volksfront“ (Gründer: Jazenjuk), die mit der Poroshenko-Partei die Regierung stellt, Yuri Berezna ( Führer des Söldner-Batallions Dnepr 1) hat in einem Fernsehinterview bei Poroshenkos TV-Sender wörtlich offen damit gedroht, daß er und die Maidan-Radikalen bereit sind, die ukrainischen Oppositionspolitiker im Stil von Hitlers „Langer Nacht der Messer“ zu töten, sollten diese bei der nächsten Wahl in der Ukraine vom ukrainischen Volk gewählt werden und an die Macht kommen. Er betonte, daß die Maidan-Radikalen ihre Machtposition mit allen Mitteln verteidigen werden, auch mit Mord und Totschlag an der ukrainischen Opposition und an allen Anti-Maidan Unterstützern. Er nannte dies wörtlich „Plan B“. Berezna machte tatsächlich im Parlament den Vorschlag, Träger von St.Georgs Bändern zu erschießen.

Selbst Ausländer sind in der Ukraine mit St.-Georgs-Bändern nicht mehr sicher. Die Menschen aus den ehemaligen Republiken der Sowjetunion tragen das St.-Georgs-Band mit Stolz. Auch an Autoantennen wird das Band befestigt.

Eine Gruppe junger Leute aus Moldawien wurde in Odessa von Mitgliedern des Rechten Sektors angehalten, weil an der Autoantenne das St.-Georgens-Band befestigt war. Die Autoreifen wurden von Radikalen des Rechten Sektors zerstochen. Offensichtlich werden die verständnislosen Moldawier auch noch sehr streng von einem solchen Ultrarechten darüber belehrt, daß das St-Georgs-Band für russischen Nationalismus stehe und es vollkommen richtig sei, daß ihnen die Reifen zerstochen worden sind, man dürfe eben in der Ukraine mit sowas nicht herumfahren:

Überall in der Ukraine wurden am 26.5. faschistische Fackelmärsche abgehalten. Dies alles geschieht mit Wissen der „EU-Wertedemokratien“. westl. den Mainstreammedien sind diese Nazi-Auswüchse nicht einmal eine Zeile wert, da wird alles totgeschwiegen. Dies alles kann nur mit der Unterstützung des Westens geschehen. Es wäre für den Westen ein Leichtes, diese radikalen Umtriebe zu stoppen, aber das ist nicht gewollt.

 

Ultrarechter Aufmarsch in Xemelnitzkij, 26.5.17:

(Anmerkung der Redaktion: Stellen wir uns nur einen Moment vor, so ein Aufmarsch von Ultrarechts fände in Deutschland statt. Die Republik stünde Kopf  …  und die (Anti)Faschisten? Wo sind sie hier? Gibt es keine mutigen Antifaschisten-Kämpfer, die dort klar zeigen, daß sie gegen den Faschismus stehen? Der Westen unterstützt so etwas, und in Deutschland werden ganz normale Bürger als „Nazis“ diskriminiert und angegriffen. Dieselbe Regierung, die hier dem Volk einen gnadenlosen Maulkorb verpassen will, und jede unerwünschte Meinung unterdrückt, tut überhaupt nichts gegen die echten Naziaufmärsche, gegen das Ermorden von Zivilisten und gegen die Terrorherrschaft der wirklichen Nazis.)

Wie es an der Donbassfront aussieht, darüber hier ein kurzes Video (6 Minuten) mit deutschen Untertiteln. So verletzt die Ukraine tagtäglich nicht nur die Minsk2-Vereinbarungen, sondern tatsächlich, von der Welt geduldet, das Völkerrecht. Nur zur Erinnerung: Die Vereinbarungen von Minsk2 wurden zur UN-Resolution erhoben.