Die Verrohung der Gesellschaft – AfD Parteitag in Köln

24. April 2017 von Niki Vogt
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24. April 2017  (Kommentar von Niki Vogt) Innenminister Thomas de Maizière stimmt ein Klagelied an. „Die Verrohung der Gesellschaft ist besorgniserregend!“ konstatiert er bei der Vorstellung der Kriminalstatistik des Jahres 2016. Kein Zweifel, dem ist so, doch damit der deutsche Bürger auch ja keine falschen Schlüsse zieht, wird das Ganze in den Medien sofort eingebettet in flankierende Sätze wie „Dem Innenminister zufolge setzte dieser Trend schon vor der Flüchtlingskrise ein“. In der Pharmazie nennt man so etwas „Galienik“. Die pharmazeutisch wirksamen Substanzen werden in Trägersubstanzen eingebettet, die es dem Patienten leichter machen, die Wirkstoffe zu schlucken und die ansonsten ungünstige Wirkung bei purer Einnahme besser über die Zeit zu verteilen (retard), um sie besser resorbierbar zu machen. Die Galienik ändert nicht die Wirkstoffe oder deren Effekte oder ihre Giftigkeit, sie macht sie nur besser verträglich. So lesen wir: „Dem Innenminister zufolge setzte ein Trend der „Verrohung der Gesellschaft“ schon vor der Flüchtlingskrise ein. Dies zeige sich nicht nur in der Sprache und in allgemeiner Respektlosigkeit. Die Fallzahlen von gefährlicher Körperverletzung seien gestiegen, ebenso die der Vergewaltigungen und sexueller Übergriffe, auch der von Gruppen. Hauptursache für diesen Anstieg sei die Kölner Silvesternacht 2015/2016.“

Ein nicht vorinformierter Leser entnimmt aus diesem Absatz, daß die Kölner Silversternacht nicht den Flüchtlingen/Migranten, sondern den Deutschen zuzurechnen sei. Und daß die Flüchtlingskrise erst 2016 einsetzte. Es ist aber ein Fakt, daß die Kölner Silvesternacht eine Orgie an Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen an Frauen und Mädchen durch so genannte „Nafris“ war, in vielen Fällen waren die Verhafteten tatsächlich Flüchtlinge, fast alle gefaßten Täter waren Nordafrikaner, einige Syrer. Diese markante Erhöhung der sexuellen Gewalttaten geht somit eindeutig auf Flüchtlinge/Zuwanderer zurück. Dieser Trend, der in der Kriminalstatistik seinen Niederschlag fand, setzte also nicht vor, sondern durch die Flüchtlingskrise ein. Innerhalb weniger Zeilen wird die implizite Behauptung, die Flüchtlingskrise habe mit der immensen Zunahme an Sexualdelikten nichts zu tun, bereits widerlegt.

Die Sprachregelung, daß das alles nichts mit den Flüchtlingen zu tun hat, hat sich anscheinend in Herrn de Maizières Partei selbst noch nicht überall herumgesprochen: „Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer, hat die zunehmende Kriminalität von Flüchtlingen beklagt. „Deutschland ist nach wie vor ein sicheres Land“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe) anlässlich der Polizeilichen Kriminalstatistik, die am Montag vorgestellt wird. „Aber wir haben Veränderungen, die durchaus Besorgnis erregend sind. Und die feststellbare Zunahme bei den ausländischen Tatverdächtigen ist eine Tatsache, die man ernst nehmen muss – ohne dabei einen Generalverdacht zu erheben.“ Natürlich sei dies nicht zuletzt auf die höhere Zuwanderung von Migranten und Flüchtlingen zurück zu führen. Und auch wenn ein Großteil der Straftaten in den Flüchtlingsunterkünften stattfinde, betonte Mayer, so würden die Polizisten dadurch doch gleichermaßen gebunden […] Zuvor war bekannt geworden, dass es im vergangenen Jahr 174438 tatverdächtige Zuwanderer gab. Das ist gegenüber 2015 ein Anstieg von 52,7 Prozent. Dabei wurden Straftaten wie unerlaubte Einreisen, die nur Zuwanderer begehen können, nicht berücksichtigt..

Weiters beklagt Herr de Maizière, daß sich die Verrohung der Gesellschaft in der Sprache und der allgemeinen Respektlosigkeit zeigt. Hier möchten wir Herrn de Maizière von ganzem Herzen Recht geben. Der Umgang miteinander ist in vielen Bereichen vollkommen verroht. Diese barbarischen Äußerungen und Verhaltensweisen kommen aus den verschiedensten Gruppen, Parteien und Nationalitäten. 

Da gibt es die wenig charmanten Partnerwerbungen sehnsuchtsvoller „Neusiedler“ – zum Beispiel abends vor dem Frankfurter Hauptbahnhof („Hey, Baby, Ficki-ficki?“) begleitet von kaum mißverständlicher Körpersprache – und frau richtet am besten den Blick geradeaus ins nirgendwo und zieht energischen Schrittes von dannen, um nicht als Kollateralschaden in die Kriminalstatistik einzugehen. Oder die Haßbekundungen mancher religiösen Fanatiker („köpft die Ungläubigen!“). Seien es die von Gerichten als zulässig abgesegneten Hetzreden antideutscher Rassisten (die Deutschen sind eine „Köterrasse“), oder den Deutschenhaß einiger Grüner, wie Claudia Roth:

 

Möglicherweise bezieht de Maizière sich auch auf die antideutsch-rassistischen Genozid-Wünsche von Linksextremisten, die allerdings auch zum Beispiel von Landtagsabgeordneten der Linken, wie Frau Isabelle Vandré, geteilt werden. Frau Vandré nahm an einer Demonstration in Frankfurt/Oder teil. Auf einem Foto bei dieser Demonstration steht sie neben dem Fraktionsbus ihrer Partei, der Linken, an dem ein Transparent mit der Aufschrift angeheftet war: „We love Volkstod – Bleiberecht für Alle“.

volkstod 2

Frau Vandré ist die blonde Dame mit schwarzen Stiefeln links im Bild, der Transporter trägt auf der Fahrertür das Logo der Partei „Die Linke“ und ist also nicht ein zufällig dort stehendes Fahrzeug, mit dem Frau Vandré nichts zu tun hat. Foto: Foto: AfD-Fraktion Brandenburg

Hier ein auf Facebook geteiltes Bild dieser „Volkstod“-Fraktion, eine Aufforderung an Migranten, deutsche Frauen zu vergewaltigen. 

Volkstod

Interessanterweise zählt die Antifa e.V. beim Vorantreiben – Jetzt! – des deutschen Volkstodes auf die Jusos, also die Jugendorganisation der SPD, die man doch eigentlich in der Mitte der Gesellschaft verorten können sollte. Hier zeigt sich, wie normal über einen geplanten Genozid an den Deutschen gesprochen werden kann, ja, es wird geradezu dafür geworben.

Im Falle von Frau Vandré urteilte die brandenburgische Landesregierung auf Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Saskia Ludwig und Anja Heinrich, dieser Aufruf erfülle nicht den Tatbestand der Volksverhetzung. Das ist also schon eine ganz normale Äußerung, einschließlich des Aufrufes zum Vergewaltigen deutscher Frauen und Mädchen, die man heute ungestraft tun darf – sofern solche Aufrufe, Äußerungen und Taten von links kommen. 

Nehmen wir den Parteitag der AfD in Köln.

Man mag sie sie ablehnen oder wählen, die AfD ist eine zugelassene und gewählte Partei innerhalb des demokratischen Spektrums. Sie hat daher genauso das Recht, einen Parteitag abhalten zu können, wie jede andere Partei auch. Selbstverständlich steht den Bürgern, die gegen diese Partei sind auch das Recht zu, dann eine Demonstration abzuhalten, um ihre Meinung dazu zu postulieren. Das ist das Recht eines jeden Bürgers in einer Demokratie. So lange diese Demonstrationen den demokratischen Regeln folgen und nicht gegen Gesetze verstoßen. Hier muß man den Hut ziehen vor der Professionalität des Maritim-Hotels und dem Schneid seiner Angestellten. Die Leitung des Hotels Maritim hatte klar gemacht, daß sie nicht inhaltlich mit der AfD übereinstimmt, aber ein Gaststätten- und Hotelbetrieb sei, sich aus der Politik herauszuhalten habe und einen Vertrag mit der AfD unterschrieben habe, den sie einzuhalten gedenke. Daraufhin lieferte die Toleranz-und-Gutmenschen-Fraktion ein Lehrstück in Sachen Verrohung. Die Mitarbeiter des Hotels, Menschen aus aller Herren Länder, aller Hautfarben und Meinungen, die aber hinter der Entscheidung ihres Managements stehen, wurden massiv bedroht: 

Weil Hotel-Mitarbeiter sogar von AfD-Gegnern mit dem Tode bedroht wurden, falls sie an dem Tag arbeiten, hat die Polizei nach Angaben eines Sprechers die Ermittlungen aufgenommen. Der Betriebsrat des Hotels sah sich zudem zu einem Appell genötigt. „Seitdem der Termin öffentlich wurde, sieht sich die Belegschaft des Hotels Bedrohungen und Anfeindungen ausgesetzt“, heißt es in dem Papier, das unserer Redaktion vorliegt. Und weiter: „Die Dimension der Bedrohungen und Diffamierungen durch soziale Medien und anonyme Anrufer ist jedoch nicht akzeptabel. Unsere Kolleginnen und Kollegen werden während ihrer Arbeitszeit im Hotel mit dem Tode bedroht. Uns wird gesagt, dass wir auf keinen Fall an diesen beiden Tagen arbeiten sollten, weil der ganze Bau brennen wird‘.“

Schon im Vorfeld war daher klar, daß die Kölner Polizei an dem AfD-Parteitagswochenende nur mit massiver Präsenz die Oberhand behalten können würde:

Dabei erweckt die Koalition von Antifanten, Gutmenschen, Kölner Karnevalsstars und Politikern, die sich im antifaschistischen Empörungsdarstellungswettbewerb profilieren wollen den Eindruck, als sei es Volkes Stimme, die sie verkörpern, als seien alle gegen die AfD und ganz Deutschland stehe wie ein Mann gegen diese bösen Faschisten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Deutschen finden zu 78%, daß die gewalttätigen Störungen und Blockadeversuche gegen den Parteitag der AfD keineswegs tolerabel sind:

Was also geschah in Köln am Tag des AfD-Parteitags?

Lassen wir die Presse zu Wort kommen, selbstverständlich in Originalzitaten, denn was die Medien berichten, ist ja, – so ihre Eigeneinschätzung – richtig und wichtig:

Kölner Express Zeitung: „Lamentiere, protestiere, ävver nit randaliere! Die Demonstrationen von Zehntausenden gegen den Bundesparteitag der rechten AfD waren bisher weitgehend fröhlich-friedlich. Das zeigt, welche beeindruckende Kraft das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Parteien, Künstlern und Kirchen entwickeln kann. Jot jemaat, Kölle! Quelle: http://www.express.de/26751092 ©2017

Kölner Stadt-Anzeiger: Natürlich sah es irgendwann wieder aus wie Karneval. Den Vorwurf werden allerdings vor allem auswärtige Beobachter des Demonstrations-Samstags machen. Viel wichtiger ist, dass man in Köln eben doch zusammensteht, wenn es eng wird. Das hat sich heute auf den diversen Schauplätzen der Proteste gegen den AfD-Parteitag erneut eindrucksvoll gezeigt. Die Querelen im Vorfeld, der Streit der verschiedenen Veranstalter um den besten Demonstrationsplatz, die gegenseitigen Schuldzuweisungen – all das war am Samstag weitgehend vergessen. [ … ] Er habe Angst gehabt, dass die Menschen in Köln kein Interesse mehr an Politik hätten, bekannte Sänger Peter Brings auf der Bühne des Festkomitees. Der heutige Tag hat deutlich gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Das ist ein gutes Zeichen. Quelle: http://www.ksta.de/26749964 ©2017

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kurz sieht es am Morgen aus, als könnte alles ins Chaos kippen. Doch dann nimmt die Demonstration gegen den AfD-Parteitag in Köln fast schon Volksfestcharakter an. Am Mittag gibt Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies ein Interview. In den zurückliegenden Tagen war er nicht müde geworden, die Gefährlichkeit dieses Samstags zu betonen und die Belastung, der seine Behörde dadurch ausgesetzt ist. Jetzt wirkt er erleichtert, lächelt sogar an einer Stelle. Seine Botschaft: Es ist friedlich und vieles deutet darauf hin, dass es friedlich bleibt.

Ganz am Rande wird schon ein wenig verschämt angedeutet, es habe auch hier und da Krawall gegeben, und ein paar Schaufenster seien zu Bruch gegangen, aber eigentlich, so der Tenor, haben alle friedlich, freundlich, bunt geschunkelt und es waren lauter liebe, gute Leute zu einer großen Karnevalsparty zusammengekommen.

RP-Online schert leicht aus der Friede-Freude-Eierkuchen-Fraktion aus und berichtet ein paar Fakten:

RP-Online: Der Pfarrer ist der erste, der seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt. Lothar König, Geistlicher mit Karl-Marx-Bart aus Jena, sitzt am frühen Samstagmorgen in seinem Wagen auf dem Heumarkt und ruft in sein Mikrofon: „Das ist ja langweilig, es sind ja gar keine Nazis da.“ Mit Nazis meint er die Delegierten des AfD-Parteitags in Köln, die zwar da sind, nur eben nicht am Heumarkt, sondern mehr als hundert Meter entfernt im gegenüberliegenden Maritim-Hotel. [ … ] Zum Feindkontakt kommt es nur, als einzelne Delegierte durch die Absperrungen müssen, vorbei an den Demonstrierenden. Bestimmt eine Stunde lang läuft am späteren Samstagvormittag in der Nähe des Maritim-Hotels immer dasselbe Spiel: Männer in Mänteln und mit Aktentaschen hetzen in Richtung Hotel, linke Demonstranten pfeifen sie aus und brüllen ihnen „Nazis raus!“ nach. Polizisten schirmen die AfD-Delegierten ab und drängen die wütenden Protestler zurück. Dann kehrt wieder Ruhe ein – bis der nächste Herr mit Aktentasche daherkommt. [ … ]   Zwei zerstörte Schaufensterscheiben, ein brennendes Auto, aber auch zwei verletzte Polizeibeamte. Einer wurde von einem Demonstranten mit einer Holzlatte am Kopf getroffen, die Wunde musste genäht werden. Ein zweiter wurde im Gerangel leicht verletzt, als Demonstranten eine Polizeikette durchbrechen wollten. [ … ] Um kurz nach 8 Uhr am Samstagmorgen kommt es auf der Rheinuferstraße unterhalb des Maritim-Hotels zu ersten Auseinandersetzungen. Jemand hat eine Rauchbombe gezündet, vorher waren mehr als 100 Demonstranten aus dem „Sternmarsch“ hin zum Heumarkt ausgebrochen, Polizisten waren ihnen nachgerannt, einige Steine flogen in Richtung der Beamten.

Jan Fleischhauer vom Spiegel ist einer der wenigen Journalisten, die noch unerschrocken die Fahne des demokratischen Rechtsstaates hochhalten. Unter der Überschrift „Demokratie und Feigheit – Jagdszenen am Rhein“ schreibt er: „Wo ist eigentlich der Bundespräsident, wenn man ihn braucht? In Köln wurden AfD-Delegierte von der Antifa drangsaliert und bedroht – und die politische Klasse in Deutschland scheint das völlig in Ordnung zu finden. [ … ] Eine Partei, die in elf Landtage eingezogen ist, zum Teil mit zweistelligen Ergebnissen, hält in einer deutschen Großstadt einen Bundesparteitag ab. Schon vor dem Termin wird das Hotel, in dem der Parteitag stattfinden soll, bedroht, um eine Stornierung der Buchung zu erreichen. Die Mitarbeiter erhalten Todesnachrichten; der Direktor verlässt das Hotel nicht mehr, weil die Polizei ihm sagt, dass sie andernfalls nicht für seine Sicherheit garantieren könne. Zum Auftakt des Parteitags können Delegierte nur unter Polizeischutz den Tagungsort erreichen. Stahlgitter und Wasserwerfer sind aufgefahren, um die Veranstaltung zu schützen. Wo die Beamten nicht schnell genug sind, werden Delegierte nicht nur beschimpft, sondern auch körperlich attackiert. Auch Journalisten müssen mit Schikanen rechnen, wenn sie sich nicht sofort als solche zu erkennen geben. [ … ] Bin ich der Einzige, der es verstörend findet, wenn eine Partei in Deutschland nur noch unter Polizeischutz ihr Programm debattieren kann, und niemand in der politischen Elite des Landes daran etwas auszusetzen hat? In den Berichten zum AfD-Parteitag in Köln wurde nahezu einhellig gelobt, wie friedlich die Stimmung auf den Protestveranstaltungen geblieben sei. Man kann auch sagen: Die demokratische Öffentlichkeit ist bescheiden geworden. Wenn sich die Antifa anmeldet, um ihr Verständnis von Toleranz zu demonstrieren, gilt es schon als Erfolg, wenn anschließend nicht die halbe Stadt brennt.“

Fazit: Die Delegierten der AfD konnten nur unter massivem Polizeischutz unverletzt das Tagungshotel in Köln erreichen. Rund um das Hotel Maritim waren Hunderte Demonstranten zusammengekommen. Es blieb nicht nur bei Sprechchören, Transparenten und Pfiffen. Mitglieder des „Schwarzen Blocks“, also die Gewalttäter der so genannten Antifa attackierten immer wieder die Polizei und versuchten, zu AfD-Delegierten durchzukommen, in der klar erkennbaren Absicht, diese anzugreifen. In einem Fall mußte ein Polizist einem AfDler zur Hilfe kommen, der ernsthaft angegriffen wurde. Einer der Linksfaschisten wollte den Mann mit einer Holzlatte zusammenschlagen. Der Beamte konnte den Delegierten schützen wurde aber dann selbst von dem Prügler verletzt. Dieser konnte entkommen.

Ein anderer Polizeibeamter erhielt einen derart brutalen Schlag ins Gesicht, daß er verletzt wurde.

Es wurden Blockaden errichtet. Bei all dem kam es immer wieder tätlichen Angriffen auf die Polizeibeamten. Von 200 schwarz vermummten Autonomen ist die Rede, die sich Prügeleien mit der Polizei lieferten. Farbbeutel wurden geworfen, Wahlplakate abgerissen, Bengal-Feuer gelegt. Es flogen, nach guter Toleranz-Tradition der Antifa Steine und Flaschen, die Fensterscheiben einer McDonalds Filiale und der Commerzbank gingen zu Bruch. 

Zwei Polizeifahrzeuge waren beschädigt. Die Schäden wiesen darauf hin, daß versucht wurde, die Fahrzeuge in Brand zu setzen.

Diese ernsten Vorfälle konnten geschehen, obwohl die Polizei hochgerüstet und in großer Mannstärke vor Ort war: Hundertschaften mit Wasserwerfern, Polizeikräften, Hunden, Spezialkräften, Video-Polizeiteams, und Hubschraubern konnten einen schlimmeren Ausgang verhindern. Unklar ist, wie die Presse diesen Tag als friedliche, bunte Bürgeraktion feiern und loben kann.

Verschiedene Hotels in der Stadt wurden von AfD-Gegnern belagert, weil sie davon ausgingen, daß Teilnehmer des Parteitags dort übernachtet haben. Man wollte die vermuteten AfDler dort angreifen, einschüchtern und am Verlassen des Hotels hindern. Jeder, der irgendwie „bürgerlich“ aussah, auch Journalisten (z. B. ein Reporter der FAZ), wurden von den linken Gegendemonstranten für AfD-Mitglieder gehalten, beleidigt und bepöbelt.

Interessant: 50.000 Teilnehmer an der Anti-AfD-Demo waren angekündigt, nur 10.000 sind gekommen. Laut Polizeibericht waren es sogar nur 6.500. Schauen wir doch einmal an, wer denn – außer der schwarzvermummten Toleranzfraktion so intensiv bei seinen Interessensgruppen für eine Teilnahme an den Protesten gegen die AfD getrommelt hat. Die hier aufgeführte Liste für das Protestbündnis gegen den Parteitag der AfD, „Köln stellt sich Quer“, die Peter Boehringer ins Netz gestellt hat, ist außerordentlich lesenswert. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier sowohl das Interesse der Altparteien eine große Rolle spielt, sich das gut eingefahrenen Geschäftsfeld „Bundesrepublik“ nicht von einem Neuankömmling durcheinander bringen zu lassen, als auch diverser, staatlich finanzierter oder von Parteien gesponserten Initiativen und Vereinigungen, die zeigen müssen, daß sie ihr Geld auch wert sind – als auch Institutionen, die direkt von den Flüchtlingen und der um diese herum entstandenen Industrie profitieren. 

Boehringer legt den Finger in die Wunde, wenn er feststellt, daß darunter nur wenige eine Organisation sind, „die ohne national-etatistische oder supranationale Gelder auch nur existieren würden.“ 

Unterstützer/innen Aufruf KSSQ für den 22. April: 1. „Aufstehen gegen Rassismus“ 2. Aidshilfe Köln e.V. 3. Aktion Neue Nachbarn – Flüchtlingshilfe im Stadtdekanat Köln 4. AMNESTY INTERNATIONAL Bezirk Köln 5. Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein e.V. 6. Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Köln SPD (AfA Köln) 7. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Köln (ASF Köln) 8. Arsch Huh e.V. 9. AWO Kreisverband Köln e.V. 10. Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. 11. Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“ 12. Bündnis 90/Die GRÜNEN Köln 13. Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V. 14. Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. 15. Caritasverband Köln 16. CDU Köln 17. Centrum Schwule Geschichte e.V. 18. CollgneAlliance – Gesellschaft zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Köln e.V. 19. Delbrücker gegen Rechts 20. Der andere Buchladen GmbH 21. Der Paritätische NRW Kreisgruppe Köln 22. Deutscher Beamtenbund, Kreisverband Köln 23. Deutscher Gewerkschaftsbund, Stadtverband Köln 24. Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Köln 25. DFG-VK Köln 26. DGB Jugend Köln 27. DIDF Bundesvorstand 28. Die Linke, Kreisverband Köln 29. Ev. Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 30. Evangelischer Kirchenverband Köln und Region 31. FDP Köln 32. Förderkreis Hochbunker k101 e.V. 33. Friedensbildungswerk Köln 34. Gewerkschaft NGG 35. Hochschule für Musik und Tanz 36. IG BCE Bezirk Köln-Bonn 37. IG Keupstraße 38. IG Metall Köln-Leverkusen 39. Initiative Willkommen in der Moselstraße 40. Integrationsrat der Stadt Köln 41. Jusos Köln 42. KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Stadtverband Köln 43. Katholikenausschuss Köln 44. Katholische Jugendagentur Köln gGmbH 45. Klubkomm-Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V. 46. KLuST e.V. 47. Köln SPD 48. Kölner Appell gegen Rassismus e.V. 49. Kölner CSD-Demonstration 50. Kölner Flüchtlingsrat 51. Kölner Initiative freies Theater 52. Kölner Jugendring 53. Kölner Künstler Theater 54. Kölner Runder Tisch für Integration 55. Kölner Theaterkonferenz 56. Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. 57. Landesintegrationsrat 58. Loss mer singe e.V. 59. LSVD NRW e.V. Lesben- und Schwulenverband NRW 60. Melanchthon Akademie Köln 61. Piratenpartei Köln 62. Pro Familia 63. Radioclub Böcklerplatz 64. Rat der Religionen 65. Rom e.V. 66. Rubicon. e.V. 67. Ruderverein Rodenkirchen 68. Schauspiel Köln 69. SKM – Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln 70. Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln 71. SPDqueer Köln 72. SWAF – Start with a friend 73. ver.di Arbeitskreis Antifaschismus – Antidiskriminierung 74. Ver.di Bezirk Köln 75. ver.di Vertrauensleute der Uniklinik Köln 76. Verein EL-DE-Haus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln 77. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Corinto/El Realejo 78. Verein zur Förderung des politischen Kabaretts e.V. 79. VVN-BdA Köln 80. ZAKO – Zentraler Arbeitskreis Offensiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus (Ver.di Bundesverwaltung) 81. ZAMUS – Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. 82. Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung

Wie das Portal „Epoch Times“ berichtet, waren von den lediglich 6.500 Protestierern, die von der groß angekündigten 50.000 Bürger-Masse gekommen waren, auch noch ganze Gruppen aus dem Ausland angekarrt worden. Der Kölner Journalist David Berger mischte sich unter die Protestler und bemerkte, daß ganze Trupps nur Spanisch oder Englisch sprechen können, und einfach die ihnen vorgegebenen Parolen nachbrüllten. Auf sein Nachfrage, wie denn die Spanier, Italiener und Schweden nach Köln gekommen seien und wer das bezahlt hat, bekam er keine Antwort. 

Weiterhin bemerkt David Berger eine größere Gruppe mit dem Namen „Linksjugend Solid NRW“, eine Jugendorganisation der Linkspartei. Sie versteht sich selbst als „antikapitalistisch, sozialistisch, antifaschistisch, basisdemokratisch und feministisch und gehört mit zu jenen Gruppen, die nicht nur vom Verfassungsschutz überwacht wurden oder werden, sondern auch mit der Demokratie große Schwierigkeiten haben.“, so Berger. Obwohl die Gruppe laut gegen den angeblichen „Rassismus“ der AfD skandiert, sieht Berger den Rassismus eher in den eigenen Reihen der „Linksjugend Solid NRW“: „Sie zeigte in der Vergangenheit eine Feindschaft gegen Israel, die nicht selten offen antisemitische Züge annimmt. Und auch ein gemeinsames Marschieren mit gewaltbereiten antisemitischen Islamisten nicht scheut.“