Denkmal der Naivität

11. Februar 2017 von Gastautor: Rico Albrecht
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12. Februar 2017 (von Rico Albrecht, wissensmanufaktur.net) Es war wohl als Provokation gedacht … Viele wollen dagegen vorgehen, doch wir sagen halt! Unschöne Bilder lautstarker Menschenmassen in Dresden würden manchen gut ins Konzept passen. Den Gefallen sollte man den Verantwortlichen nicht tun, sondern wie beim Judo den Impuls geschickt umlenken. Man kann das Monument des Terrors doch auch lassen und richtig deuten, als Blamage der gegen die Dresdner Bürger gerichteten Politik, als Denkmal der Naivität!

Wie sonst könnte man den Zustand Deutschlands noch besser beschreiben – mit nur einem Symbol?

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Diese Fotomontage soll ein Kunstobjekt sein und an das Original mit der Flagge einer Terrororganisation erinnern. (Bild: Wissensmanufaktur)

In Deutschland ist man hilfsbereit, will Gutes tun und ein Zeichen setzen für Frieden, Toleranz und Freiheit. Viele fühlen sich schuldig und sind bereit, eigene und fremde Mittel für das zu opfern, was sie selbst als guten Zweck definieren. Doch während sich die Gesellschaft in Links und Rechts spalten lässt und über Obergrenzen und Rassismus diskutiert, fehlt es in den Krisenregionen an Hilfsgütern für die bedürftigsten Menschen.

Anstatt zu helfen, lässt sich die deutsche Moraldiktatur nun auch noch ein Monument des Terrors errichten, das wie eine moderne Freiheitsstatue aussehen sollte, sich aber schnell als trojanisches Pferd entpuppte: Die verantwortlichen Behörden erlaubten es einem syrischen Studenten, mit drei senkrecht aufgestellten Bussen vor der Dresdner Frauenkirche eine Sperre zu errichten, wie sie im Kampf der dschihadistischen Terrorgruppe Ahrar al-Sham gegen die syrische Regierung zum Einsatz kam (Quellen siehe unten). Trotz dieser Erkenntnis zwingen die Verantwortlichen ihr Denkmal dem Volk weiterhin auf. Was aber soll nun die Botschaft dahinter sein? Etwa eine Legitimation von Gewalt gegen eine Regierung, mit der man nicht einverstanden ist?

Soll man sich nun über das Monument des Terrors aufregen oder gar etwas dagegen unternehmen? Wir meinen nein, im Gegenteil! Man sollte es einfach nur anders einsetzen: Da es ja nun keine moderne Freiheitsstatue sein kann, nutzen wir es doch einfach als Denkmal der Naivität einer falschen Moraldiktatur, die aus ideologischen Gründen lieber dem Terror eine Bühne verschafft als effektiv vor Ort zu helfen.

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Quellen und weiterführende Informationen: www.dawn.com/news/1173037 i.dawn.com/primary/2015/03/551a6d75a166a.jpg www.sz-online.de/nachrichten/wer-baute-die-strassensperre-von-aleppo-3608706.html

 

Das „Friedensmahnmal“ von Dresden Die monumentale Busskulptur in Dresden wurde von dem syrischen Künstler Manaf Halbouni errichtet, und sollte nach Vorstellung der Dresdner Behörden ein Mahnmal für den Frieden sein. Als ein Nachbau einer 2015 gebauten Straßensperre in Aleppo, „die Zivilisten während der Kampfhandlungen in der Stadt errichteten, um das Leben von Menschen zu schützen“, sollten die drei senkrecht aufgestellten Busse an die zivilen Opfer militärischer Gewalt erinnern.

Nachdem die Stadt Dresden die Busskulptur aufgestellt und mit Feierlichkeiten gewürdigt hatte, tauchte ein Foto auf, das der Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters, Amar Abdullah, unmittelbar nach der Errichtung dieser Straßensperre in Aleppo im März 2015 aufgenommen hatte. Darauf sieht man deutlich die Fahne der radikal-islamistischen Miliz Ahrar ash-Sham wehen. Es gilt als Tatsache, daß die Straßensperre von der Terroristengruppe als Schutz gegen Scharfschützen errichtet wurde. Ahrar ash-Sham wird vom Verfassungsschutz der Bundesrepublik als „Terroristische Vereinigung“ eingestuft. Die Stiftung Wissenschaft und Politik zählt die Gruppe zum islamistisch-salafistischen Spektrum. Ihr Ziel ist die Errichtung eines radikal islamischen Staates, der auf dem islamischen Recht der Scharia beruht.

Nach Bekanntwerden der wahren Hintergründe der Bus-Straßensperre verlegten sich die Befürworter des Mahnmals auf die Argumentation, die Terrorgruppe habe diese Busse hauptsächlich zum Schutz der Zivilbevölkerung vor den Scharfschützen aufgestellt, die als Scharfschützen der syrischen Armee dargestellt werden.

Damit wird indirekt behauptet, daß die syrische Armee, die sich aus Wehrpflichtigen und Berufssoldaten aus dem syrischen Volk rekrutiert, auf die eigenen Bürger in Aleppo geschossen habe. Unklar ist auf diesem Hintergrund, warum die Bürger Aleppos zusammen Arm in Arm mit den Soldaten und Scharfschützen der syrischen Armee in den Straßen Aleppos jubelten, tanzen und feierten, nachdem die islamistischen Milizen von ebendieser Armee aus der Stadt vertrieben worden waren.