Bioswing – die (R)evolution des Sitzens

6. August 2016 von Michael Friedrich Vogt
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06. August 2016 Diplom-Pädagoge Univ. Franz Josef Neffe im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Bewegung ist Leben. Eine wichtige, aber unvollkommene Erkenntnis! Wenn man aus dem 10. Stock springt hat man auch Bewegung – aber nur einmal. Wir müssen dringend lernen, daß es ganz extrem unterschiedliche Bewegungsqualitäten gibt – auch beim Sitzen:

  1. Starre Stühle, die uns auch starr machen (Problemverursacher)
  2. Stühle, die eine andere Bewegung als der Sitzende = Gegenbewegungen machen (Problemverursacher)
  3. Bioswing-Stühle, die unseren Lebensrhythmus aufnehmen und Mitbewegungen machen (Problemlöser)

Schimpanse sitzt

Sitzen ist nicht immer bequem – auch in der Natur nicht. Natürliches Leben ist auch nicht auf tägliches, stundenlanges Sitzen ausgelegt – doch der Alltag verlangt es meistens – oft mit gesundheitlichen Folgen.

Warum sitzen die meisten Mitarbeiter in den Firmen am vordersten Rand ihres teuren, „ergonomischen“ Stuhls, weit weg von der „biodynamischen“ Rückenlehne? Ganz offensichtlich hat die Rückenlehne nichts mit der Lösung des Kernproblems zu tun. Die Sitzfläche ist die Bremsfläche. Wenn man nach vorne rutscht, wird die Bremsfläche kleiner und man kommt etwas besser – aber keineswegs gut genug – davon. Die Dauerbremsung drosselt die Lebensfunktionen. Bald ist „der Dampf raus“ und man würde zusammensacken. Lumbalstütze und Neigungswinkel verschleiern diesen Zustand und das tatsächliche Problem und verhindern damit die Lösung.

Vor etwa 3 Jahrzehnten wurde der Ball auf den Sitzmarkt gerollt, weil er zur Bewegung zwingt und weil er im Vergleich zum Stuhl – allerdings nur in der Anschaffung – fast nichts kostet. Die Sitzfläche ist instabil. Genau da, wo man sich aufstützen will, gibt sie noch mehr nach. Man sitzt auf dem höchsten Punkt und gleitet bei jeder Bewegung durch sein Gewicht nach außen und unten. Das muß man mit Kraft auffangen und sich wieder hocharbeiten. Die Belastungen gehen dabei immer noch stärker auf die Bandscheibenränder – das Ungünstigste, was den Bandscheiben passieren kann. Wenn man sich wieder hochgearbeitet hat und meint, man hätte seine Mitte gefunden, ist man schon wieder über sie hinweggerutscht. Fast alle beweglichen Stühle funktionieren nach dem Ball-Prinzip  als Vollautomaten für Zerstreutheit. Ist es nicht interessant, daß die allermeisten von uns auf Stühlen sitzen, auf denen man seine Mitte nie findet?

Weil wir fast alles vom Papier weg ungeprüft glauben, meinen viele, sie könnten sich auf dem Ball (oder Stühlen mit Ball-Prinzip) ausbalancieren. Sie glauben, das geht, wenn sie mit den Füßen auf dem Boden stehen, aber ihre Ausgleichsbewegungen sind nicht harmonisch und gehen immer weiter nach außen und unten. Eine ständige Zunahme von Dysbalancen ist keine Ausbalancierung. Ich bat meinen Freund Roland Conar, 13facher Weltmeister im Kickboxen, sich auf einen Ball zu stellen (siehe Video!) und mir ein Bild zuschicken. Er schaffte, 12 Sekunden auf dem Ball zu stehen. Können Sie sich vorstellen, so 8 Stunden Schreibmaschine zu schreiben?

Beim Bioswing-Stuhl geht es um den Bioswing = die lebendige Schwingung des Sitzenden. Der Bioswing-Stuhl macht Mitbewegungen. Alle anderen Sitzgelegenheiten greifen störend und erschwerend in das Leben ein, der Bioswing-Stuhl ist darauf geeicht, daß er dieselbe Bewegungsart wie der Sitzende macht, nämlich Schwingung, und die Schwingung ist so stark gedrosselt, daß sie nahe der Eigenfrequenz des Sitzenden bleibt: 0,8 – 2,7 Hertz. Dadurch kostet Sitzen fast keine Kraft.

Wenn die Sekretärin am Abend müde ist, dann nicht vom Schreiben sondern vom Sitzen. Auf einem üblichen – ergonomischen – Bürostuhl verbraucht sie bis zu 25mal mehr – das sind 2500 Prozent! – Kraft als auf einem Bioswing-Stuhl. Würde man ihren Kraftaufwand bezahlen, müßte sie als Monatsgehalt 25.000 € statt 1.000 € bekommen. So groß ist das Problem. Das wird gewöhnlich weit unterschätzt.

Die sensographische Messung zeigt uns neben diesem Riesenproblem noch ein zweites und seine Bioswing-Lösung: Wenn der Stuhl nahe der menschlichen Eigenschwingung mitschwingt, verteilen sich die Belastungen gleichmäßig, großflächig und vital – noch besser  kann man’s für die Bandscheiben gar nicht machen. Auf den anderen Stühlen zeigt sich die Druckverteilung stark gedrosselt und sehr ungleich – höchst ungünstig, nicht nur für die Bandscheiben.

Die Ergonomie hat seit Jahrzehnten die Sitzprobleme nicht gelöst. Noch nie war eine profunde Beratung so wichtig wie heute. Dafür muß man aber etwas über das übliche Schema hinaus wissen.

Websites: www.bioswing.de http://coue.org/?Bioswing www.coue.org www.fjneffe.de

Kontakt: Bioswing = Immer Optimal Sitzen Professionelle Beratung Franz Josef Neffe Waldstraße 2 D-84384 Wittibreut–Ulbering Tel. +49 (0)8574-305 E-Mail: bioswing@fjneffe.de

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Publikationen: Franz Josef Neffe, Sanfte Hilfe für den Rücken durch ein neues Daumendrücken Franz Josef Neffe, Dorn – der Wirbelflüsterer, Vortrags-DVD Émile Coué, Autosuggestion. Wie man die Herrschaft über sich selbst gewinnt, mit einem Nachwort von Franz Josef Neffe Franz Josef Neffe, Suggestive Chefansprache – Die Hauptrolle in meinem Leben, Booklet mit CD Franz Josef Neffe, Lebensschlüssel Autosuggestion Franz Josef Neffe, Die Autosuggestion und ihre Wirkung in der Schule Franz Josef Neffe, Coué — wer was über ihn schrieb Franz Josef Neffe, LegastheNIE — Kinder zu Legasthenikern machen, das zerstört die Persönlichkeit. Die Aufdeckung unbewußter problemfördernder Autosuggestion und die Lösung durch bewußte problemlösende Suggestion Erwin Richter/Franz Josef Neffe (Hrsg.)/Klaus Dieter Ritter: Die Befreiung von Stottern durch Autosuggestion Franz Josef Neffe, Die neue Ich-kann-Schule – Start in den Schulerfolg, Vortrags-DVD

Weitere Sendungen mit Franz Josef Neffe: Die Dornmethode – Heilen mit dem Wirbelflüsterer http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/1573-die-dornmethode-heilen-mit-dem-wirbelfluesterer

Die Ich-kann-Schule statt der Du-mußt-Schule oder: Lernen bringt nach vorn, Unterricht richtet nach unten. http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/1123-die-ich-kann-schule-statt-der-du-musst-schule

Die verdrängte Hälfte unserer Wirklichkeit: Autosuggestion von und mit Émile Coué http://quer-denken.tv/index.php/mfv-tv/557-autosuggestion-von-und-mit-emile-coue

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Steinfigur Frau sitzt