Berlin Attentäter in Mailand erschossen – der wahre Held bleibt unbeachtet

23. Dezember 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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23. Dezember 2016 (Redaktion) Der mutmaßliche Terrorist vom Berliner Weihnachtsmarkt ist tot. Den Meldungen nach wurde er zufällig in einem Bezirk Mailands auf einem Bahnhofsvorplatz um etwa 03:00 Uhr morgens bei einer Verkehrskontrolle von der Polizei angesprochen, die Verdacht geschöpft hatte. Er habe, so die Berichte, auf die Frage nach seinen Ausweispapieren sofort eine Waffe aus seinem Rucksack gezogen und auf die Polizeibeamten geschossen. Ein Polizist soll eine nicht lebensgefährliche Schußwunde erlitten haben, Anis Amri ist den Berichten zufolge tot.

Die Polizeibeamten werden als Helden gefeiert. In der Tat muß man bewundern, daß diese beiden Beamten sofort den richtigen Riecher hatten und Anis Amri trotz der Dunkelheit und durch Straßenbeleuchtung  spiegelnden Scheiben zu erkennen, während das sechs Grenzermannschaften nicht gelang, obwohl die Autos dort einzeln und gut einsehbar durchfahren. Die Reiseroute, die Anis Amri genommen haben soll, führte von Berlin in die Schweiz, wo er erst aus Deutschland aus- und in die Schweiz einreisen mußte. Dann aus der Schweiz wieder hinaus und nach Frankreich hinein, danach aus Frankreich hinaus und nach Italien hinein. An keiner Grenze schöpfte irgendjemand Verdacht. Aber auf dem Bahnhofsvorplatz von Mailand sticht er den Carabineri ins Auge. Haben die Grenzer nicht die Augen offen gehalten? Dieser Mann – wenn es dieser Mann war – ist doch als angeblicher Flüchtling schon illegal über die Grenze nach Deutschland hereingekommen, war schon vorher schwer kriminell, ist der deutschen Polizei dreimal entwischt und schippert unbemerkt direkt nach dem Massaker auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ungehindert und unbemerkt über sechs! Grenzerstationen quer durch Europa?

Und nun ist man sich innerhalb weniger Stunden sicher, daß es genau dieser Mann war, der der Täter von Berlin ist und derselbe, der in Mailand erschossen wurde. Wie wir aus den Medien erfuhren, war es jahrelang nicht möglich, Amris echte Identität festzustellen und dann dauerte es ewig, bis seine Papiere kamen – und siehe! sie kamen in Deutschland grad zufällig passend kurz vor dem Attentat in Berlin an, damit man auch diese Papiere mit der von Anis Amri – nächster Zufall – liegengelassenen Duldungsbescheinigung klar in Zusammenhang bringen konnte … nachdem diese Geldbörse mit Duldungsbescheinigung aber ersteinmal so ein wenig unter den Teppich gekehrt wurde. Wie sicher ist man, daß der Erschossene der Berliner Täter ist? Hat die DNA-Analyse schon ein Ergebnis geliefert? Nach dem Anschlag witzelten manche bitter, ob denn der Attentäter garnicht wisse, daß man doch als ausgebildeter Terrorist einen Ausweis zu hinterlassen habe … und simsalabim, tauchte die Duldungsbescheinigung auf. Dann folgten Rundmails mit sarkastischen Anmerkungen, daß doch jetzt mal wieder das Erschießen des Täters laut Terror-Drehbuch anstehe, und tatsächlich …

Ebenfall mit Bitterkeit muß man konstatieren, daß der wahre Held in dieser Sache kaum erwähnt wird: Der siebenundreißigjährige, polnische LKW-Fahrer Lukasz Urban. Wie die Obduktion ergab, hat er noch bis zur Horrorfahrt auf den Weihnachtsmarkt gelebt. Er soll, laut Auskunft eines Ermittlers sich noch einen Kampf mit dem Attentäter im Führerhaus des LKW geliefert haben, weil Lukasz Urban im letzten Moment ins Lenkrad griff, und so Schlimmeres verhütet hat. Ohne sein Eingreifen hätte es wahrscheinlich ein Mehrfaches an Toten und schwer und Schwerstverletzten gegeben. Er hat diese Heldentat mit seinem Leben bezahlt: Er wurde vom Terrorfahrer mit einem Messer mehrfach heftig ins Gesicht gestochen und dann erschossen.

An dieser Stelle möchten wir hier, die ganze Redaktion, unsere Hochachtung, unseren Dank und unseren Respekt für Lukasz Urban aussprechen und ihm Ehre erweisen. Möge seine Seele frei und stolz ins Licht gegangen sein. Er hat vielen das Leben gerettet und unglaubliches Leid und Schmerzen erspart. Er hat sicher das Glück vieler Familien gerettet. Wir alle sollten an Weihnachten an ihn und seine Familie denken und ihm danken, für seinen verzweifelten und tapferen Versuch, das Attentat zu verhindern, als er wahrscheinlich im letzten Moment erkannte, was der Täter vorhatte.

Lukasz Urban, DU bist der wahre Held und das Wunder dieser Weihnachtszeit. Danke.

lukasz-urban

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/anschlag-in-berlin-die-letzten-stunden-des-lkw-fahrers-lukasz-u-a-1127003.html

http://www.n-tv.de/politik/Trucker-sammelt-fuer-Familie-von-Lukasz-U-article19399876.html