Bericht aus der Ukraine 25. 11. 2016

25. November 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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25. November 2016 (Redaktion) Es ibt wieder ein paar Informationen aus der Ukraine, insbesondere aus Kiew. Wie unsere Quellen schon vor einiger Zeit berichteten, kommt es zu einem „neuen Maidan“. Unter der Egide der USA/EU ist das Land dermaßen heruntergekommen und zerstört worden, daß es nur eine Frage der Zeit war, bis es knallt.

Die einzigen „Erfolge“ welche die Kiewer Regierung drei Jahre nach der von den USA/EU gesponserten „Revolution der Würde“ aufweisen kann, sind Bürgerkrieg, Zerstörung, Tote, Ruinen, Chaos, Inflation und Korruption. Auf der einen Seite hat die Korruption unter den von den USA/EU an die Macht geputschten „Demokraten“ unvorstellbare Dimensionen erreicht, auf der anderen Seite ist das ukrainische Volk bereits total verarmt und kämpft ums blanke Überleben. Was die Herrschaften in Kiew bereits einwandfrei beherrschen, ist die „Demokratieauffassung á la Brüssel“. Richter, die gegen Maidan-Radikale ermittelten, sollten auf Anweisung von Poroshenko entlassen werden. Wie das in einer „Demokratie“ so üblich ist, mußte das Parlament über die Entlassung abstimmen. Diese Parlamentsdebatte leitete der Parlamentspräsident und Schlächter vom Maidan, Parubi. Es wurde solange abgestimmt, bis das Ergebnis paßte. Hier ein wirklich sehenswertes Video der Parlamentsabstimmung mit deutschen Untertiteln. Eine solche Vorstellung wird in keinem Kabarett geboten.

 

Kohle ist knapp, Gas ist teuer und die Bevölkerung verarmt. Jetzt in der Heizperiode stehen viele Ukrainer vor der Frage: hungern oder frieren, viele müssen Beides. Henitshesk, eine Grenzstadt in der Ukraine zur Krim hatte es wieder, wie im letzten Jahr, voll erwischt. Mit dem Kälteeinbruch, brach die Gasversorgung zusammen – nichts ging mehr und es drohte eine humanitäre Katastrophe. Man wandte sich an Rußland um Hilfe. Putin ordnete kostenlose Gaslieferung an die Stadt an und innerhalb 13 Stunden konnten die Menschen ihre Wohnungen wieder heizen.

Wer nur irgendwie kann, immigriert nach Rußland! Von der bis 2013/14 gelobten und favorisierten EU haben die Ukrainer mittlerweile die Nase gestrichen voll. Sogar aus der Westukraine wandern immer mehr Ukrainer aus nach Rußland. Allein im  ersten Halbjahr 2016 sind ca. 500.000 Ukrainer nach Rußland immigriert! In der Nazi-Hochburg Lwow (Lehmberg) will man sogar Janukowitsh als Präsidenten zurück haben!

Zur Zeit sieht es ganz so aus, als ob die Kiewer Regierung einer zweiten Front gegenübersteht. Seit 15.11. gibt es in Kiew rund um den Maidan-Platz wieder Dauerdemonstrationen. Bis zum 20. November waren die Demonstrationen sehr zurückhaltend, da der „blutige Pastor“ und Chef des Sicherheitsrates der Ukraine, Turchinow unmißverständlich ankündigte, man werde einen weiteren Maidan ohne Rücksicht auf Verluste blutig beenden. Am 21. November, pünktlich zum dritten Jahrestag des „Maidan der Würde“, habe sich nun Maidan Radikale und Söldner von „ASOW“ und „AIJDAR“ unter die Demonstranten gemischt – der Maidan-Platz ist nun wieder besetzt! Niemand weiß, wie der neue Aufstand enden wird. Und wie die EU und die USA darauf reagieren werden. Oder ob sie sich resigniert zurückziehen? Viele Ukrainer fürchten, daß die Ultrarechten diese aufgeheizte Situation für sich nutzen werden und tatsächlich an die Macht kommen.

Die ukrainischen Nazis rufen zu einem neuen Maidan auf und drohen die Kiewer Regierung zu stürzen. Seit heute Abend sind wieder schwere Unruhen und Straßenschlachten zwischen der regulären Polizei/Nationalgarde und Naziorganisationen im Gange. Mittlerweile sind in Kiew ca. 10.000 Mann der Polizei und Nationalgarde im Einsatz. Die Metro-Stationen um den Maidan Platz und im Kiewer Zentrum sind geschlossen

Ein Teil der Söldner von „ASOW“und „AIJDAR“ marschierten zum Präsidentensitz und verlangen von Poroshenko eine Erklärung dazu, was er und seine „Regime-Mitglieder“ bis dato, außer eigenen gefüllten Bankkonten, für die Ukraine erreicht haben. Das „Regime“ in Kiew kümmert sich herzlich wenig um das Minsk 2 – Abkommen und beschießt zivile Ziele im Donbass täglich mit steigender Tendenz. Es gibt wieder viele Tote und Schwerverletzte, und immer sind es Zivilisten.

Teilweise wurden die Donbass-Städte innerhalb 24 Stunden über 1000 Mal beschossen, und das mit schwerer Artillerie, die laut Minsk 2 Abkommen verboten ist.

 

In den letzten Tagen werden Ackerland, Wiesen sowie Waldstücke intensiv vermint, ohne daß es Warnschilder wegen der Minen gibt. die Folgen sind grausam. In der Nähe von Donetzk geriet ein Hirte mit seiner Kuhherde auf eine verminte Wiese. Er wurde, wie seine Kühe, von den Minen zerrissen.

Da es in der Ukraine anscheinend keine für die Armee rekrutierbare Ukrainer mehr gibt, werden nun im Donbass immer mehr polnische Söldner und NATO-Söldner eingesetzt. In Krakau gibt es bereits ein Vermittlerbüro, das Söldner für die Donbass Front anheuert. Polnische Strafgefangene werden bereits ca. 2 Monate vor Haftentlassung als Söldner angeworben.

Filaret, der selbsternannte und US-gestütze, russophobe Patriarch der nicht anerkannten ukrainisch-orthodoxen Kirche, hat sich auch wieder zu Wort gemeldet und und die Ukrainer aufgerufen, gegen die Donbass Bewohner zu kämpfen, denn diese müßten ihre Haltung mit Blut, Leid und Tod bezahlen.

Die ukrainische russisch-orthodoxe Kirche spaltete sich bereits 1992 von der russisch-orthodoxen Kirche ab. Diese Abspaltung wurde, wie wir heute wissen, auf Betreiben der USA vollzogen und Filaret wurde als Patriarch eingesetzt. Während des Maidan-Putsches war Filaret täglich Gast in der US-Botschaft und traf sich zu Gesprächen mit dem US-Botschafter Pyatt. Nachdem die Putschisten an die Macht gekommen waren, folgten Gespräche mit Biden und Kerry, um die Russophobie in der Ukraine anzuheizen. Auch war er öfters „Gast“ in US-republikanischen Ausschüssen, die Unterstützung für einen Krieg Ukraine gegen Rußland von ihm wollten.

Das Paradoxe bei Filaret ist, daß er selbst in Donetzk geboren wurde.