Bericht aus der Ukraine 23. Oktober 2016

23. Oktober 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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20. Oktober 2016 (von unseren Quellen aus der Ukraine) Zur Zeit ist es sehr schwer für uns, unsere Kontakte in der Ukraine zu erreichen. Die Innenpolitische Situation in der Ukraine ist verworren, Präsident und die Kiewer Regierung haben laut einer unabhängigen Umfrage, die von einem oppositionellen Medium veröffentlicht wurde, in der ukrainischen Bevölkerung noch eine Zustimmung von ca. 2 % . Dementsprechend reagiert die Kiewer Regierung mit immer schärferen Repressalien auf die Bevölkerung. Eine wahre Treibjagd auf Oppositionelle hat begonnen. Die Oppositionellen fliehen, meist nach Rußland. Wer das entsprechende „Kleingeld“ hat, versucht politisches Asyl in der EU zu bekommen. Wir hören von unseren Quellen, daß man in der Ukraine uns in Deutschland nur um zwei Jahre voraus sei, und daß wir hier noch ähnliche Zustände bekommen würden. Auch ohne jeden Rückhalt in der Bevölkerung würde dann mit harter Hand durchregiert und in den offiziellen Medien der Eindruck erweckt, die Regierung sei beliebt wie nie.

Es wird durch die brutalen Unterdrückungsmethoden und die Verhaftungen immer schwieriger, direkt an aktuelle Informationen zu kommen.

Der Inhaber des regierungskritischen Fernsehsenders „112 Ukraina“, Andrej Podshtshipkow, beantragte wegen des politischen Drucks und drohendem Lizenzentzug in Belgien politisches Asyl, wo er zur Zeit auch lebt. Podshtshipkow hatte zuerst die österreichischen Behörden um politisches Asyl gebeten, später jedoch auf Anraten seiner Anwälte die Pläne geändert und in Belgien politisches Asyl beantragt.

Die ukrainische Presse berichtete bereits im letzten Jahr, daß sich der auch auf der Flucht befindliche Oligarch Olexandr Onishtshenko vor ca. einem Jahr den Fernsehsender 112 im Auftrag von Präsident Poroshenko kaufen sollte.

Das Parlament der Ukraine hat in einer Sondersitzung 29 Richter entlassen. Die Sondersitzung wurde von Poroshenko beantragt. Als Entlassungsgrund wurde „ Bruch des Eides“ eines jeden Richters angegeben. Die meisten der entlassenen Richter sind an Prozessen gegen Maidan-Aktivisten beteiligt. Interessanterweise gibt es in der Ukraine noch mutige Richter, was man in Westeuropa schon heute nicht mehr findet.

Einhellig sind die Einschätzungen der Informanten, was das Leben in der Ukraine im Allgemeinen betrifft: Die Ukraine „verwildere“ im wahrsten Sinne des Wortes immer mehr. Alkoholismus, Gewalt, Mord, Brutalität und Willkür greifen um sich. Da die Regierung jedes Recht und Gesetz mit Füßen tritt, Bürgerrechte de facto außer Kraft gesetzt hat und die Lebensbedingungen immer schweiriger werden, greifen auch ehemals anständige Bürger immer mehr zu jedem geeigneten Mittel.

Verantwortungsbewußtsein und Vernunft findet man kaum mehr. Im Raum Charkow starben in den letzten 4 Wochen ca. 50 Menschen an den Folgen gepanschten Wodkas und ungefähr 100 Personen liegen derzeit noch mit akuten Alkoholvergiftungen in Krankenhäusern. Da der in den Geschäften offiziell angebotene Wodka für die meisten Ukrainer finanziell unerschwinglich geworden ist, kaufen die Leute den sog. Industriealkohol. „Das alles läßt sich nur noch im Suff ertragen“ heißt die Devise. Der halbe Liter Wodka kostet im Geschäft mittlerweile umgerechnet 3,oo Euro, bei einem Einkommen zwischen 30 und 50 Euro kann sich der Durchschnittsukrainer den teuren Wodka nicht leisten, also kauft man den Industriealkohol zum Preis von 1 Euro/Liter. Der Massenalkoholismus macht sich ebenfalls nach offiziellen Angaben bei der Kampfkraft der ukrainischen Armee an der Front zum Donbass stark bemerkbar. Allein im August wurden über 500 Soldaten in Lazarette eingeliefert, die sich ins Koma gesoffen hatten.

Nach Aussagen von Ostukrainern, die in den okkupierten Gebieten leben, sind die Soldaten der regulären, ukrainischen Armee, genau wie die Söldner der Rechten Freiwilligen-Bataillone, „dauerbesoffen“. Überfälle von „Anti-Terrorkämpfern“ auf die Schnapsregale der örtlichen Läden, die selbstverständlich ohne Bezahlung leergeräumt werden, sind an der Tagesordnung. Unter den betrunkenen Soldaten kommt es dadurch  immer häufiger zu tödlichen Unfällen im Umgang mit Waffen. Im „Vollsuff“ erschießen die Männer sich gegenseitig. Auch im Straßenverkehr kommt es immer häufiger zu Übergriffen mit Waffen. Volltrunkene Männer – in Uniform genauso wie in Zivil – fackeln nicht lange, wenn sie sich über einen anderen Verkehrsteilnehmer ärgern. Da man jederzeit damit rechnen muß, daß jemend die Waffe zieht und drauflosballert, schießt mancher schon deshalb, um dem anderen zuvor zu kommen. In Dnepropetrowsk erschoß ein Angehöriger des Bataillons Tornada bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten und verwundete den anderen so schwer, dasß dieser den Verletzungen erlag, weil die Polizisten ihm ein Strafmandat ausstellen wollten. Ein Busfahrer, der den Täter daran hindern wollte, vom Tatort zu fliehen, wurde ebenfalls so mit der Schußwaffe bedroht, daß er nachgab und den Weg freimachte. Hier ein Video der Tat:

Dazu sollte man anmerken, daß das Waffenrecht in der Ukraine bis zu dem Krieg im Donbass sehr streng geregelt war und die ukrainischen Bürger normalerweise nicht an Waffen kamen, genau, wie hier in Deutschland. Durch die Unruhen, kriegsähnlichen Zustände und das Einfluten von Waffen aller Art in die Ukraine besitzenen die Bürger mittlerweile alle Waffen, fast alle illegal. Auch Kalaschnikows und andere vollautomatische Maschinenpistolen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen werden in der regulären Truppe geklaut und verscherbelt, sind auf den Schwarmärkten zu haben, oder fallen in die Hände irgendwelcher Räuber … oder liegen einfach in verlassenen Häusern.

Plünderungen und Schutzgelderpressungen sind nämlich auch in der West-Ukraine Alltag geworden. Die Mafia-Gruppen, die das berufsmäßig machen, setzen sich hauptsächlich aus regimetreuen Söldnern der ultrarechten, Freiwilligen Bataillone zusammen. Im Video ist eine Mafia-Gruppierung zu sehen, die einen Bauernfamilienbetrieb in Waxanowka bei Vinnitsa überfällt und unter Druck setzt. Angeblich hat die Familie nicht genügend Schutzgeld an die Gruppe gezahlt. Die Polizei ist zwar vor Ort, greift aber nicht ein und läßt der Mafia-Gruppe freie Hand. Der Text zu dem Video besagt In der Vinnitsa Region in der Nähe des Dorfes Vahnovka, werden Bauern bei der Ernte von unbekannten, bewaffneten Schlägern angegriffen . Die Bauern, darunter auch Frauen, wurden auf dem  eigenen Feld verprügelt. Die Polizei hielt bei dem Verbrechen still und sah zu. Sie hat nicht versucht, die Täter zu stoppen. Dies ist ein weiterer Beweis für die Beteiligung der Polizei an solchen Raubüberfällen und bewaffneten Angriffen der Banditen.

Die „Reformen“ des ukrainischen Gesundheitswesens zeigen ebenfalls ihre Wirkung. Mittlerweile blüht der Schwarzmarkt mit Medikamenten. Durch den katastrophalen Wechselkurs können sich die Ukrainer kaum noch Medikamente direkt aus der Apotheke leisten. Deshalb kaufen immer mehr chronisch Kranke ihre Medikamente auf dem Schwarzmarkt. Die „Händler“ bieten die Medikamente über Anschläge an Strommasten und an schwarzen Brettern an. Die Medikamente werden hauptsächlich aus Rußland geschmuggelt. Durch den unsachgemäßen Transport büßen die Medikamente die therapeutische Wirkung ein. Nicht selten sind die Medikamente vollkommen überaltert. Besonders betroffen sind Krebspatienten.

Die Not der ukrainischen Kranken nützen Pharmahersteller wie der US-Konzern Pfitzer, die französische AB Science mit Billigung der ukrainischen Behörden schamlos aus. Groß angelegte klinische Tests neuer Krebsmedikamente und Phychopharmaka werden direkt an Ukrainern getestet. Die Pharmakonzerne bezahlen noch nicht einmal die „ Versuchskaninchen“. Die Not ist mittlerweile so groß, daß sich die Ukrainer für die kostenlose Übergabe des Versuchsmedikamentes sowie für die Kosten des Taxis zur Verfügung stellen.

Im Oktober jährte sich das Massaker von Babyn Jar zum 75. Mal. 33.771 ukrainische Juden fielen dem NS-Massenmord der OUN/UPA unter Leitung von Bandera zum Opfer. Diese „Helden“ erklärte Poroshenko 2015 zu Nationalhelden der Ukraine. Der „Bundespräsident“ war zu diesem Event ebenfalls angereist und bildete mit den Nachfolgern der Bandera-Parti OUN die „Ehrenformation“ für diesen Jahrestag. Neben ihm stand Andrej Parubij, heutiger Parlamentspräsident, der auf Grund der „Schüsse vom Maidan“ mit etlichen hunderten Toten 2014 Karriere gemacht hatte. Nachdem er den Satz „Babyn Jar sei ein einziger Schreckensort“ hinter sich gebracht hatte, folgte hemmungslose Russenhetze. Im Fernsehen spricht ein überlebender Zeuge von dem Massaker Babyn Jar.

Ukrainische Nationalisten planen nach der Herstellung der Kontrolle durch Kiew über den Donbass einen Guerilla-Krieg auf der Krim. Die Nationalisten sind nun bereit, auf der Krim Kampfhandlungen zu beginnen. Ende September jährte sich der Jahrestag der Krim-Blockade, Die Nationalistische Vereinigung „ Medshlis des Krimtatarischen Volkes“ begingen den Jahrestag mit einem feierlichen Umzug im Oblast Xerson, der an die Krim grenzt.

Auf der Krim selbst hat sich der Lebensstandard gegenüber der Ukraine sehr positiv aentwickelt. Die Einkommen der Krim-Bewohner liegen auf einem hohen Niveau. Zahlt man in der Ukraine für 1 Kubikmeter Gas 7 Hrivna, so kostet der Kubikmeter auf der Krim nach Kursumrechnung 2 Hrivna. Die Durchschnittsrente in der Ukraine liegt bei 1000,oo Hrivna/Monat, auf der Kriem beträgt die Durchschnittsrente 4000,oo Hrivna. Wir berichteten schon davon, daß viele Ukrainer, die irgendwelche Freunde oder Verwandte auf der Krim haben, mit allen Tricks versuchen, dorthin zu gelangen und dort zu bleiben. Man lebt in Sicherheit, die Menschen gehen zivilisiert miteinander um und niemand hungert oder friert. Die Einwohner der Krim leben sehr kommod und sind sehr froh, damals so gewählt zu haben und unter russischem Schutz gut zu leben.

Die USA haben die Ukraine mittlerweile als Kolonie komplett vereinnahmt. Als Berater des Verteidigungsministers wurde ein pensionierter US-General ernannt, in den Vorstand des staatlichen Rüstungskonzerns der Ukraine wurde ein hoher Beamter des Pentagons gesetzt.

Dementsprechend sehen die Aktivitäten in der Süd- und Ostukraine aus. Im Oblast Xerson werden in mehreren Lagern IS-Terroristen ausgebildet.

Die Kontaktgruppen Kiew/Donetzk/Luhansk hatten im September einen Waffenstillstand vereinbart, sowie den Abzug schwerer Kriegstechnik von der Kontaklinie. Die Donbassrepubliken erfüllten die Vereinbarung, doch Kiew dachte im Auftrag der USA nicht daran. Seit Anfang Oktober sind wieder schwere Kämpfe an der gesamten Kontaktlinie ausgebrochen. Die Amerikaner haben zudem zusätzlich US-Scharfschützen in großer Zahl entlang der Kontaktlinie positioniert.

Wohngebiete in Jasinowataja, ein Donetzker Vorort wurden gezielt mit Raketen beschossen, mehrere Zivilisten wurden schwer verletzt:

Auf diese schweren Angriffe hin ist der Donbass-Widerstand wieder vollständig auf seine Positionen zurückverlegt worden, nachdem das Abzugs- und Entflechtungsabkommen mal wieder nicht vom Westen eingehalten wurde. Die Kiewer Truppen hatten den Abzug erst gar nicht eingeleitet, sondern begannen sofort von den alten Positionen aus, die Stellungen des Donbass-Widerstandes massiv zu beschießen. Quelle-1: http://www.dnr-news.com//35924-kiev-sorval-razvedenie-sil-Quelle-2: http://www.dnr-news.com//35922-vsu-nachali-obstrel-rayona-

Das Dorf Saxanka bei Mariupol wurde angegriffen und mehrere Wohnhäuser wurden mit schwerer Artellerie beschossen und zerstört.

Video von Dorfbewohnern:

Ebenfalls sind bei Mariupol wieder schwere Kämpfe ausgebrochen. Die regulären, ukrainischen Truppen und ausländischen Söldner, hauptsächlich Polen und Georgier, beschießen den Widerstand massiv mit schwerer Artillerie.

Auch werden die Stellungen des Widerstandes in Kominterowa und auch weiter Saxanka angegriffen. Quelle-1: http://rusvesna.su/news/1476267424 Quelle-2: http://www.dnr-news.com//36131-ukrainskaya-armiya-predprinQuelle-3: http://tvzvezda.ru//vstrane_/content/201610121341-rm83.htm

Der 14.10., der als Feiertag offiziell „ Tag des Landesverteidigers“ heißt und Gründungstag von Hitlers ukrainischen Kollaborateuren UPA ist, wurde mit einem großen Fackelmarsch und „Heil Ukraine-Rufen“ in Kiew groß gefeiert. Es war geplant, diesen „Feiertag“ in allen ukrainischen Städten ausgiebig und mit Pomp zu inszenieren. Anscheinend hatten die Ukrainer aber keine „Feierlaune“ und erschienen einfach nicht. Trotz martialisch aufgestellter Waffen als Zeichen der Stärke, liefen nur wenige Leute beiläufig drumherum, einige Kinder kletterten darauf, aber das Festgelände wirkte recht verlassen. Auch die in Landestracht und Festkleidung auftretenden Musikgruppen, Sprecher und Chöre im blau-gelben Festzelt agierten vor einem leeren Platz. Das Fernsehteam, das in einiger Entfernung vor dem Bühnenzelt aufgebaut war und über eine Tribüne verfügte, von der aus man über die Menge hinweg auf das Festzelt filmen wollte, brauchte die Tribüne nicht, weil niemand im Weg stand, über den man hätte hinwegfilmen müssen. Auch um ein paar Stände, wo Turner die begeisterten Massen von der Überlegenheit des reinrassigen, nichtrussischen, ukrainischen Übermenschen überzeugen sollten, sammelten sich wenige Zuschauer. Jeder bekam einen Platz in der ersten Reihe. Das große, ukra-faschistische Fest wurde zu einem „Flop“. Lediglich die letzten Unterstützer der Kiewer Marionettenregierung kamen. In Nikolaew waren es kaum 300 Menschen.

Noch eine letzte Meldung: Aus Donetzk traf die Nachricht ein, daß „Motorola“, Kommandeur des Bataillons Sparta der Donetzker Volkrepublik, welches hauptsächlich an der Befreiung des Donetzker Flughafens beteiligt war, am Abend des 16.10.16 im Fahrstuhl seines Hauses getötet wurde. Der Sprengsatz wurde ferngezündet.

Am 17. Oktober trat der stellvertretende Verteidigungsminister der Donezker Volksrepublik, Eduard Basurin, vor die Kameras, um eine Pressekonferenz zum Tod von Arseny Pavlov, mit  nom de guerre „Motorola“, zu geben.  Er verkündete, daß Pavlov „von ukrainischen Terroristen“ getötet worden sei. Er sagte „Unser Freund und Kamerad Arseny Sergeevich Pavlov , besser bekannt als der Kommandeut des Bataillons Sparta, „Motorola“, wurde von ukrainischen Terroristen getötet. Sein Leben und das Leben seiner Männer wurden von einem Explosivkörper beendet, das per Fernsteuerung von ukrainischen Terroristen gezündet wurde, als die Soladaten in einem Aufzug zu ihrem Appartment in einem mehrstöckigen Haus hinauffuhren.“ und er setzte hinzu: „Die ukrainischen Kämpfer, die glaubten, sie konnten mit diesem terroristischen Manöver unseren Willen brechen, haben heute morgen eine neue Offensive im Raum Leninskoe gestartet.“