Bericht aus der Ukaine, 16. August 2016

16. August 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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16. August 2016 (von unseren Quellen aus der Ukraine) Die Ermahnungen des amerikanischen Vizepräsidenten Jo Biden an den ukrainischen Präsidenten Poroschenko, sich im Streit mit Rußland zurückzuhalten sind von einer eigenartigen Komik. Das US-Präsidialamt teilte am Freitag der Presse mit, Biden habe Poroscheno gesagt, er müsse „seinen Teil tun, um eine Eskalation der Lage zu verhindern“, und das Gleiche habe er auch von Rußland gefordert. Es geht um die vereitelten Terroranschläge des ukrainischen Nachrichtendiestes SBU gegen die Krim, wo zwei russische Solaten umgekommen sind. Da der SBU unter Führung uns Kontrolle des CIA arbeitet, muten die Ermahnungen Bidens etwas seltsam an.

Eine Leserin meldete sich zu Wort und hatte von einem in Kiew anwesenden Freund erfahren, daß dieser nichts von Panzern im Kiewer Zentrum wisse. Wir werden nachfragen, ob es sich da um eine Falschmeldung gehandelt hat. Die Lage ist angespannt, und es machen schnell Gerüchte die Runde. Nicht selten wird ein Gerücht nach zwei, drei Weitererzähl-Stationen zur Wahrheit. Es ist für uns nicht ganz eifach, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Sollte es sich bei den Panzern im Kiewer Zentrum um eine Falschmeldung handeln, werden wir berichten.

Krim/Donbass/von Kiew militärisch besetzte Gebiete

Die russische Armee verlegt als Antwort auf die versuchten Terroranschläge der Ukraine auf der Krim, weitere Abwehrraketenkomplexe K 300P „Bastion-P“ (Küstenschutz) und S 400 „Triumph“ (Luftabwehr) auf die Halbinsel Krim, um den Schutz zu erhöhen und Aggressoren abzuschrecken. Neben „Bastion“ (Schiffsversenker) und den weltweit besten Luftabwehrraketen-System S-400 „Triumph“ sind bereits seit Frühjahr 2014 auch Luftabwehrkomplexe S 300 W-4 auf der Krim. Nun wurde die Anzahl innerhalb der drei Abwehrsysteme nochmals erhöht. Die „S-400 Triumph“ dienen der Luft- und Raketenabwehr und haben eine Reichweite bis zu 400 km. Sie können 300 Ziele verfolgen und etwa drei Dutzend Ziele gleichzeitig abschießen. (https://www.tagesschau.de/ausland/russland-259.html)

Nach dem durch den russischen Geimdienst FSB vereitelten Terrorangriff seitens der Ukraine in der letzten Woche auf Ziele der Krim, hatte Rußland harte Konsequenzen gegen die Ukraine angekündigt. Ein Schritt erfolgte bereits, indem Rußland das geplante Gespräch im „Normandie-Format“ während des G-20 Gipfels in China absagte, weil – laut Putin – das Gespräch im Normandie-Format sinnlos geworden sei, da sich Kiew entschlossen habe, den Weg des Terrors zu gehen. Wie bereits berichtet, erklärte Poroshenko, daß er von keinem geplanten Anschlägen auf der Krim wisse. Er müsse erst einmal mit Biden, Merkel und Hollande telefonieren. Das läßt die Vermutung zu, daß Poroschenko möglicherweise wirklich keine Kenntnisse hatte, und diese verpatzte Geheimdienstaktion, multiple Terrornschläge mit hohen Opferzahlen auf der Krim auszuführen ein Plan „des Westens“ war – und Poroschenko außen vor. Auf seiner  eigenen Webseite schrieb Poroshenkos sogar, er habe bei dem jüngsten Gespräch mit Joe Biden erklärt, daß er, Poroschenko, keine „Zuspitzung der Beziehungen“ mit Rußland wolle. Er und Biden hätten, so Poroschenko laut seiner Webseite, weiterhin vereinbart, daß die Einhaltung des Minsker Abkommens zur Regelung der Lage im Donbass äußerst wichtig sei. Doch dann verfällt Poroshenko wieder in die übliche, antirussische Propaganda: Im Mittelpunkt des geführten Telefongespräches habe die Sicherheitssituation nach den Provokationen Rußlands auf der Krim und eine Verschärfung der Lage in der Ostukraine gestanden. Poroshenko schreibt, er habe in dem Telefonat betont, daß die neuerlichen Behauptungen Rußlands über die Terrorgefahr auf der „besetzten Krim“ seitens der Ukraine eine hybride Provokation und ein neuer Versuch sei, weitere „Aggressionen Rußlands und massive Repressionen“ auf der Krim zu rechtfertigen. Die Ukraine wolle aber Spannungen wegen der Beschuldigungen aus Moskau vermeiden. Biden habe Poroshenko gelobt, da Poroshenko aktiv Lösungswege suche. Die USA würden die Entwicklung um die Krim-Provokation aufmerksam verfolgen, für die Rußland die Verantwortung trage. Biden und Poroshenko sprachen demnach auch über Fortschritte der Ukraine bei der Umsetzung der Reformen und über schnelle Finanzhilfe für die Ukraine.

Vor dem Hintergrund russischer Beschuldigungen gegen die Ukraine wegen der geplanten Terroraktionen auf der Krim, hat der Kongreß der Ukrainer in Kanada weitere Sanktionen gegen Moskau und zu Waffenlieferungen an die Ukraine aufgerufen. Der Kongreß forderte in einem Brief Parlamentarier und Minister Kanadas auf, die Sanktionen gegen Rußland deutlich zu verschärfen, einschließlich der Abschaltung vom Zahlungssystem SWIFT.

Putin seinerseits stellte die Überlegung in den Raum, eine weitere Konsequenz der versuchten Terrorangriffe auf der Krim, könne der Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der Ukraine sein. Laut Ministerpräsident Medjedew wird dies zur Zeit beraten. Falls dieser Schritt unternommen werden sollte, müßten zwangsläufig die ca. 4 Millionen Ukrainer, die in Rußland arbeiten, in die Ukraine zurückkehren, wo es kaum noch Arbeit gibt.

Die Kiewer Regierung unter Führung der USA treibt die ukrainische Wirtschaft weiter in den Niedergang. Rußland war seit Jahrzehnten mit Abstand der größte Wirtschaftspartner der Ukraine. Dies galt für Im- und Export. Die neuen aktuellen Wirtschaftszahlen wurden nun veröffentlicht. Der Handel der Ukraine mit Rußland ist im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zu 2015 um 57,8 % eingebrochen. Im Vergleich zu 2014 ist der Handel sogar um 62% geradezu zusamengebrochen. In Zahlen ist der Umsatz von einst 40 Milliarden Dollar auf nunmehr nur 15 Milliarden Dollar. Dieser Abwärtstrend nimmt weiter zu, ohne daß die erhoffte und versprochene Zusammenarbeit mit den Ländern der EU kommt. Die Kiewer Regierung hält im Land nur noch dadurch Ruhe, daß der Donbass-Konflikt wieder in eine Offensive geht, sowie Terroranschläge verübt werden. Im Oblast Xerson befinden sich mehrere Ausbildungslager für IS-Kämpfer. Es ist eine alte, uralte Methode, daß sich Regierungen, die kurz vor dem Fall sind, durch externe Aggressionen oder innere Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen oder Rassenunruhen an der Macht halten. Dazu gehört in der Ukraine massive, antirussische Propaganda á la: Wir müssen gegen die bösen Russen zusammenhalten. Bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit ertönt: Heil Ukraine – Heil Helden (Slawa Ukraina – Slawa Heros).

Von den westlichen Medien wird dies bewußt falsch mit „Ruhm der Ukraine und Ruhm den Helden“ übersetzt. Die westlichen Mainstreammedien versuchen von Anfang an zu vertuschen, daß es ultrarechte Parteien, Gruppen und Bataillone in der Ukraine gibt – mit denen der Westen kooperiert. Würde man die PArolen der Rechten korrekt übersetzen, würde jedem im Westen klar, dass wir das in den 30er Jahren in Deutschland auch hatten. So startet in Kiew jetzt eine Kampagne „Haue Moskowiter – rette die Ukraine“. Es beginnt nun ein Kampf gegen die „internen und externen Eindringlinge“. Diejenigen ukrainischen Bürger, welche russische Pässe besitzen und die, die sich für Frieden mit Rußland einsetzen werden innerhalb der Ukraine zu Verrätern und Feinden erklärt. Die Aktion fordert allen Ernstes, die Russen und pro-russische Ukrainer legitim zu verprügeln, zu verspotten und zu demütigen. Dieser Aufruf erging von dem Online-Netzwerk „News Daily Ukraine“ und „patriotischen Organisationen“ in der gesamten Ukraine. Es wird sogar vorgeschlagen, „Moskowitern“ ein Messer in den Rücken zu stoßen! Danach solle man allerdings schnell weglaufen, so der Aufruf.

Óêðàèíà. Äíåïðîïåòðîâñê. Àêòèâèñòû `Ïðàâîãî ñåêòîðà` (çàïðåùåííàÿ â Ðîññèè îðãàíèçàöèÿ) íà `Ìèòèíãå Åäèíñòâà`, îðãàíèçîâàííûì áûâøèì ãóáåðíàòîðîì Äíåïðîïåòðîâñêîé îáëàñòè Èãîðåì Êîëîìîéñêèì. (Ìàêñèìàëüíûé ðàçìåð ôàéëà - 1,75ÌÁ. 2000õ1333).

Êèåâ. Íà ñíèìêå: óêðàèíñêàÿ äåâî÷êà ñ áåëûì ãîëóáåì íà ôîíå ïëàêàòà ïàðòèè `Êîíãðåññ óêðàèíñêèõ íàöèîíàëèñòîâ` ñ èçîáðàæåíèåì Ñòåïàíà Áàíäåðû.

Die Polizei werde die Moskowiter sowieso nicht schützen. Damit liegen die Russophoben Propagandisten sogar gar nicht falsch. Die Mörder des Journalisten Olesh Busina wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, da sie ja Patrioten sind. Es ist in Kiew gefährlich geworden, mit Moskauer Akzent oder gar russisch zu sprechen. 

98% der Kiewer brauchen weder einen Bandera oder Bandera-Prospekt, noch die anderen Helden der  Rechten Organisationen. Die Kiewer setzen sich zunehmend nicht mehr mit dem auseinander, was zur Zeit abläuft. Sie haben vor der Politik und der Gewalt so gut wie resigniert. Mit Hilfe der Aktion „Haue Moskowiter – rette die Ukraine“ sollen sie wieder in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.

Die ehemalige „ATO“-Unterstützerin und Bloggerin Lilija Bolbat (ukrainische Lilie, Bild links) wandte sich gegen den „ATO“ Einsatz, als die Greueltaten in der sog. ATO – Zone durch Söldner und das Bataillon „Tornado“ bekannt wurden. Mord, Folter, Vergewaltigungen, auch von Kindern. Sie veröffentlichte einen Bericht darüber in der russischen Zeitung „Rusvesna“. Sie mußte daraufhin mit ihren Kindern bei Nacht und Nebel aus Mariopul fliehen, da ihre „ehemaligen Kameraden“ sie ermorden wollten.

Semen Sementshenko (Grishin), berüchtigter Kommandant des Bataillons, welches im Illowajsker Kessel ausgelöscht wurde, hatte sich früh genug abgesetzt. Sementshenko, Beschützer der kämpfenden Einheit „ Tornado“ (die sogar in der Ukraine wegen Massakern, Vergewaltingung, Vergewaltigungen von Kindern und Folterungen vor Gericht steht),  stellte Strafanzeige gegeen Bolbat bei der Staatsanwaltschaft. Am 14.8. demonstrierten die im letzten Jahr ernannten „Helden der Ukraine“, die Mitglieder der Bandera-Organisation „OUN“ auf dem Maidan-Platz und zogen anschließend zum Präsidialamt. Sie fordern die Freilassung der angeklagten Söldner des Bataillons „Tornado“. Sie drohen Poroshenko mit einem Maidan-3-Putsch. Bilder davon haben wir oben im Bericht schon veröffentlicht. Die Kiewer Regierung konnte die brutale Söldner-Gruppe nicht mehr politisch decken, nachdem Handyaufnahmen mit Folterszenen, Kindervergewaltigungen und Morde der Söldner an Donbass- Zivilisten an die Öffentlichkeit gelangten.

Die Panzerfahrzeuge in der Innenstadt (wenn es keine Fehlmeldung war) könnten mit diesen Spannungen zu tun haben, die zwischen der Kiewer Regierung und der OUN aufgetreten sind.

Demo vor Präsidentenpalast Kiew 2  Demo vor Präsidentenpalast Kiew 1

Demo vor Präsidentenpalast Kiew 3

 

Der freie Journalist Alexander Panow, der seit Jahren permanent in der Zeitung „Nowaja Gazeta“ auffällig aggressiv und beleidigend über die russische Regierung, den russischen Staat und gegen Präsident Putin berichtet, wurde 2014 in den USA preisgekrönt. Über die US Rundfunk-Organisation BBG („Broadcasting Bord of Governors“) wurde ihm in 2014/15 ein Preisgeld  bis zu 63.000 USD überwiesen, das wurde jetzt bekannt. Laut Recherchen steht der „unabhängige Journalist“ Panow bereits seit über 15 Jahren auf der Gehaltsliste der USA. Russische Friedensaktivisten sind in der öffentlich zugänglichen Buchhaltung der US-Zahlungsbehörde darauf gestoßen, wen die USA genau mit wieviel Geld finanziert. Quelle: Https://www.usaspending.gov/Pages/AdvancedSearch.aspx

Im Donbass wurden wieder massiv Wohngebiete mit Raketen angegriffen. Allein in Gorlowka wurden 8 Einfamilienhäuser zerstört. Todesopfer gab es zum Glück keine.

Gorlowka 10 13.8.  Gorlowka 3 13.8.

Gorlowka 9 13.8.  Gorlowka 8 13.8.

Gorlowka 7 13.8.  Gorlowka 5 13.8.

Gorlowka 11 13.8.  Gorlowka 1 13.8.

Die 30. motorisierte Brigade der ukrainischen Armee aus der westukrainischen Stadt Novograd-Wolhynskij (Nähe Zhitomir) versuchte, zwecks Aufklärung aus dem Hinterhalt, einen Stoßangriff gegen eine Stellung des Donbass Widerstandes, der nach kurzem Gefecht abgeblockt wurde. Ein Panzer erhielt einen Raketenbeschuß direkt in die Munitionskammer und wurde dadurch total in Einzelteile zerschossen. Der Turm des Panzer landete ca. 20 m von der Beschußtelle entferntdirekt vor einem Privathaus. Die drei darinsitzenden, jungen ukrainischen Soldaten sind dabei umgekommen. Die wenigsten regulären Soldaten gehen freiwillig an die Front. Die meisten werden zwangsweise eingezogen. Unser Mitgefühl gilt ihren Familien ebenso wie denen der Opfer im Donbass.

Heute früh explodierte nordwestlich von Gorlowka an der Frontlinie ein Munitionslager der regulären ukrainischen Gruppen. Es wird fahrlässiger Umgang mit den explosiven Munitionen vermutet, die Explosion ereignete sich, als neue Munition angeliefert wurde. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Quelle: http://www.interfax.ru/world/523726