Gute Nachrichten: Maya-Imker gewinnen gegen Monsanto!

1. September 2014 von QUERDENKEN-REDAKTION
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01. September 2014 Es geht doch! Das machen uns die Maya-Imker auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan vor. Die Yukatan-Times berichtet, daß es eine kleine Gruppe von Imkern fertiggebracht hat, den Agrotch-Giganten in die Knie zu zwingen. Monsanto hatte bereits die Erlaubnis in der Tasche, in sieben Provinzen Mexikos insgesamt 250.000 Hektar mit ihren genmodifizierten Soyabohnen zu bepflanzen. Nach diesem Urteil wurde diese Erlaubnis wieder zurückgezogen. Ein Richter mit Cojones, möchte man da sagen. Respekt!

 

Victory for Mayan Farmers and Beekeepers over biotech giant Monsanto

A small group of beekeepers in the Yucatan Peninsula has inflicted a blow on biotech giant Monsanto, which has halted the company’s ambitions to plant thousands of hectares of soybeans genetically modified to resist the company’s pesticide Roundup.

 

 

Schon vorher haben Tausende Bauern in Mexiko protestiert, es gab große Demonstrationen gegen den geplanten – und bereits erlaubten – Massenanbau von gentechnisch verändertem Soja. Der Richter des zuständigen Gerichtes ließ sich von Experten über die wissenschaftlichen Erkenntnisse unterrichten, die zu den Gefahren, die das „Roundup Ready Soja“ für die Bienen und deren Honigproduktion darstellen. Die Produktion von Honig ist für die Bauern und Imker in den Regionen der Halbinsel Yucatan, die Campeche, Quintana Roo und dem Staat Yucatán Staaten eine wichtige Einkommensquelle. Über 25.000 Familien hängen davon ab.

Mexiko steht, was die Honigproduktion betrifft, weltweit an sechster Stelle. Dabei ist das Land aber der drittgrößte Exporteur von Honig. Die oben genannten Regionen produzieren ca. 40% des mexikanischen Honigs. Die EU ist dabei der größte Abnehmer, sehr viel davon wird in Bio-Läden verkauft. Enthält Honig aber mehr als 0,9% Hoig aus genmanipulierten Pflanzen, muß er mit dem Vermerk „enthält Zutaten aus GMO“ gekennzeichnet werden. Damit kann er nicht mehr als Bio-Produkt verkauft werden. Er kann damit eigentlich überhaupt nicht mehr verkauft werden.

Weiterhin ist ja mittlerweile bekannt, daß die genetisch veränderten Pflanzen maßgeblich zum Bienensterben beitragen. Auch das wäre für die Landwirtschaft in Mexoko- wie überall auf der Welt – höchst gefährlich. Das Gericht in Mexiko bezog sich in seinem Urteil auchausdrücklich auf diesen Fakt. Man wolle damit das Bienensterben stoppen.

Dieses Urteil ist nicht das erste dieser Art in Mexiko. Ein anderes Gericht hatte bereits im letzten Jahr die Aussaat von transgenem Mais untersagt. Urteilsbegründung: „Direkte und unmittelbare Gefahr für die Umwelt“. Dieses Urteil war nicht einseitig gegen Monsanto, sondern grundsätzlich gegen jedweden Anbau von genmanipulierten Pflanzen gerichtet.

Der Prozeß der Imker gegen das Gensoja hatte nun, nach zweijähriger Prozeßdauer, den Imkern und Bauern Recht gegeben. Neben der festgestellten Gefahr für Umwelt und Bienen und dem Einkommen vieler Familien stellte das Gericht außerdem fest, daß ein wichtiger Rechtsgrundsatz verletzt worden war: Die Genehmigung des Landwirtschaftsminisetiums für den Monsanto-Anbau erfolgte, ohne auf das Recht der Bauern auf Konsultationen nach dem Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation Nr. 169 Rücksicht zu nehmen. Dieses Recht wird von der Landesverfassung garantiert. Der ganze Ablauf dieser Genehmigung zeigt, daß das Ministerium dabei gegen eine Reihe von Vorschriften und Gesetzen verstieß – man darf getrost davon ausgehen, daß hier höchstwahrscheinlich wieder Lobbyismus, Druck aus den USA und Bestechung der verantwortlichen Entscheidungsträger zum erwünschten Ergebnis geführt hat, wie das in diesen Angelegenheiten ja ständig gemacht wird.

Dennoch stehen die Chancen von Monsanto gut, trotzdem die mexikanischen Imker und Bauern auszumanövrieren. denn natürlich kann Monsanto Revision einlegen. Und für solche Fälle haben ja die Eliten der NWO, die ja überall für Demokratie und Menschenrechte bombardieren, Krieg führen und Regierungen stürzen, schicke Instrumente installiert. In diesem Fall heißt das Mittel der Wahl „NAFTA“, das „Nordamerikanische Freihandelsabkommen“. Damit darf Monsanto nicht behindert werden in seiner Handelstätigkeit in Mexiko. Der Kampf ist leider noch nicht ausgestanden.