US-Amerikanische Militärbeobachter in der Ukraine – wenn zwei das Gleiche tun …

1. August 2014 von QUERDENKEN-REDAKTION
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Hoher amerikanischer General  verwundet!

01. August 2014  (von Niki Vogt) Zur Zeit versucht man ja krampfhaft, den Russen Waffenlieferungen an die Rebellen nachzuweisen, was bisher nicht gelungen ist. Man konnte auch bisher keine militärische Unterstützung der Rebellen durch russische Kräfte beweisen. Andererseits sind offenbar aber 108 US-Amerikanische „Militärberater“ und große Mengen von Söldnern (Academy, Blackwater, Greystone etc.) in der Ukraine unter amerikanischer Bezahlung aktiv. Darüber regt sich aber niemand auf. Dürfen die Amerikaner alles und die Russen nichts?

Erinnern wir uns einmal kurz: Im Mai war ein großer Aufschrei in der Presse: Eine Gruppe angeblicher OSZE-Beobachter war von den Rebellen gefangen genommen worden. Unglaublich! Frevel! Dummerweise distanzierte sich die OSZE sofort davon und sagte, diese Leute habe man keineswehs geschickt und sie hätten keinerlei Legitimation, als OSZE Beobachter aufzutreten. Tatsächlich handelte es sich um eine Gruppe von Militärs aus den OSZE-Ländern, die blöderweise alle NATO-Mitglieder sind, und aufgrund von Vereinbarungen mit der neuen Regierung Kiew in die Ukraine reisten, um dort die Aktivitäten der regulären ukrainischen Armee zu beobachten.

Es war schon eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, sich als OSZE-Beobachter auszugeben. Nun kam aber noch dazu, daß die Herrschaften in eine Gegend reisten, wo gar keine regulären ukrainischen Armeen operierten, sondern ausschließlich Rebellen. Die vorgebliche OSZE-Delegation wurde dennoch von den Rebellen freundlich und gut behandelt, und kam sehr schnell frei. Ein Nebeneffekt: Sie konnte bestätigen, daß keine russischen Kräfte im Osten der Ukraine operierten. Offenbar hatte nur der Westen Militärpersonal dorthin geschickt. Zum Aufklären (man könnte es, wie Gysi sagt, auch spionieren nennen):

Nun sind seit etwa 10 Tagen angeblich 108 US-Militärberater in der Ukraine unterwegs. Die Meldungen sind vom 30. Juli und kommen aus verschiedenen Quellen. Sie sind allerdings nicht offiziell bestätigt, was ja meistens nicht gemacht wird, bei Fakten, die dem Westen nicht passen.
Das deutschsprachige Portal der ukrainischen Rebellen: http://donbassfront.livejournal.com/ schreibt, es sei den Selbstverteidigungsmilizen der “Noworussia-Volksrepubliken” gelungen, innerhalb einer Woche zehn der 180 US-Militär-”Berater” aus dem Verkehr zu ziehen. Die meisten seien durch Schüsse getötet worden, einige durch schwere Verletzungen einsatzunfähig. Unter den schwer Verwundeten soll der Pentagon-General Randy Allen Key sein, der als wichtigste Schlüsselfigur der Militäroffensive unter US-Leitung fungiert. Er soll das Oberkommando der regulären Truppen der Ukrainischen Armee innehaben. (Man stelle sich einmal vor, was los wäre, wenn ein russischer General das Oberkommando über die Rebellentruppen hätte!)
Es war letzte Woche bekannt geworden, daß die 108 Militärberater der US-Army als Ausbilder in die Ukraine kamen. Sie waren ausgewählt worden aus den Reihen der Rangers, der Luftwaffe und Spezialisten, die die Möglichkeiten zur Luftfahrt wiederherstellen sollten. Viele dieser Männer sollen vorher intensiv Ukrainisch gelernt haben. Es heißt, die meisten dieser Instruktoren haben Erfahrungen in der Ausbildung von Militärpersonal in Zentral- und Südamerika gesammelt. Diese Ausbildungen haben im Rahmen der Zusammenarbeit der Militärs und des militärisch-industriellen Komplexes der USA stattgefunden.
Für die Behauptung der Rebellen über die Anwesenheit der US-MIlitärs zutrifft, darf auch der Artikel der „Washington Times“ vom 22. Juli als Beleg gesehen werden. Zitat:  “Since the Ukrainian army crumbles soon, Ukraine will be sent to a group of American advisers who strategize suppression of pro-Putin separatists and determine what material investments and other assistance required for this suppression“ . Hier wird ganz klar gesagt, daß nicht nur US-Amerikanische Ausbilder und Berater geschickt werden sollen, die sollen auch festlegen, welches Material und andere Unterstützung bei der Ukrainischen Armee gebraucht wird, um die Rebellion zu unterdrücken. Und das müsse schnell geschehen, weil die Ukrainische Armee rasch zerbröselt. Also machen die Amerikaner genau das, was sie die ganze Zeit Rußland als Kriegsgrund anhängen wollen: Das Einschleusen von Militärs, Truppen und Waffen.
Denn die 108 Berater sind offenbar nicht alles. Der General begann seine Arbeit am 21. Juli und leitet dort 12 Arbeitsgruppen, die die „Sicherheit der Ukraine“ verbessern sollen. Unter der Führung des Generals arbeiteten die Gruppen Pläne aus, einschließlich solche, die sich auf Kampfeinsätze in der Ostukraine beziehen. Also direkte militärische Einmischung und Kampfeinsätze der Amerikaner. Nochmal: Das sollten die Russen mal machen!
Die ukrainische Armee ist in Auflösung. Massenhafte Desertionen, Befehlsverweigerungen und Dienstverweigerung wegen nicht ausbezahlten Solds (aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der auseinandergebrochenen Kiewer  Regierung)  machen die Ukrainische Armee zu einem unbrauchbaren Haufen. Offenbar will man die Absturzstelle erobern, vermutlich, um zu vertuschen, was noch zu vetuschen ist. Das wird aber durch den erbitterten Widerstand der Rebellen, die das natürlich auch wissen, mittlerweile unmöglich. Alles, was die prowestlichen Kräfte dabei ereichen ist die Zerstörung der gesamten Umgebung, tausende Tote unter der Zivilbevölkerung und die Vernichtung der Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser, Geschäfte, Feuerwehren, Kirchen etc.
Die Rebellen starteten mehrere Angriffe auf Militärkonvois mit US-Armeeangehörigen und töteten dabei einige Amerikaner. Drei US-Offiziere sollen gefallen sein und viele GIs, darunter auch Farbige, schreibt die „Donbass-Front“.
„Passiert ist das bei Izjum, etwa 52 Kilometer nordwestlich von Slavjansk. Ein Spähtrupp nahm eine Kolonne amerikanischer Militärberater unter Beschuss. Beim Angriff wurden drei amerikanische Offiziere getötet. Einer davon war zu Lebzeiten wohl weiblich – von dem/der ist nur ein Stück Schädel mit blondierten Haaren übrig geblieben. Ausserdem wurde der amerikanische General Randy Kee verwundet, der die ganze ukrainische ATO praktisch leitet.  Unter Berücksichtigung des am 30. Juli am Strand in Mariupol Erschossenen, sind von den 180, kürzlich in der Ukraine angekommenen, amerikanischen Militärberatern bereits 10 tot. Innerhalb nicht einmal einer Woche …“
Nun muß man wissen, daß die Söldner der privaten Unternehmen wie Academi und Greystone ja offiziell aus ganz privaten Motiven dort in der Ukraine für das Kiewer Regime kämpfen. Damit hat die USA natürllich üüüüberhaupt nichts zu tun. Und die Männer, die dort fallen, nach denen kräht kein Hahn mehr. Das wird auch in den USA kaum erwähnt. Aber wenn ein offizieller Armeeangehöriger fällt bedeutet das: Überführung mit Sarg und Stars’n-Stripes-Flagge drüber, Zeremonie und Beisetzung, Salutschüsse und Pressefotos. Das macht Aufsehen und kommt gar nicht gut. Und es konterkariert die aufgeregt-moralinsauere Vorwufshaltung gegenüber Moskau. Man kann schlecht Putin anklagen, er mische sich mit Waffen und Truppen in den ukrainischen Konflikt ein, wenn es nicht einen Beweis dafür gibt – aber gleichzeitig Staatsbegräbnisse für in der Ukraine gefallene US-Soldaten abhalten.
Ganz besonders dumm ist es, wenn ein hochrangiger General angeschossen wird und das auch noch mit Bild und Namen verbreitet wird. Wenn diese Meldung falsch wäre, dürfen wir davon ausgehen, daß das Pentagon es sich nicht nehmen lassen würde, den quieklebendigen, gesunden General in Washington vor die Kamera zu stellen und sich über die Falschmeldung lustig zu machen. So á la „so lügen die Russen!“. Doch Washington schweigt.
Und da kommt John Kerry plötzlich auf die Bühne gesprungen – und macht das Angebot eines sofortigen Waffenstillstandes. Ach was. Sitzt die Regierung der Ukraine jetzt schon in Washington? Seit wann kann der US-Amerikaner Kerry für die Ukraine sprechen?
Hat die USA die West-Ukraine bereits annektiert? Gab’s da eine Volksabstimmung, von der wir nichts gehört haben?
Irgendwie scheint die US-Regierung sowas überhaupt nicht so genau zu nehmen. Kerry bietet anstelle der doch angeblich rechtmäßigen Regierung der Ukraine Waffenstillstand an – und wenn die prorussischen Rebellen sich angeblich nicht richtig benehmen, muß Putin und sein persönliches Umfeld mit Sanktionen bestraft werden.
Hallo? Geht’s noch?

Quellen:

http://donbassfront.livejournal.com/

http://beforeitsnews.com/war-and-conflict/2014/07/pentagon-general-randy-allen-key-wounded-in-ukraine-2453438.html

http://colonelcassad.livejournal.com/1701229.html

http://www.washingtontimes.com/news/2014/jul/22/pentagon-team-dispatched-to-ukraine-amid-crisis-wi/

http://topwar.ru/index.php

http://www.liveleak.com/view?i=19d_1406781209

http://donbassfront.livejournal.com/#post-donbassfront-5324

http://voicesevas.ru/news/yugo-vostok/3359-partizany-ranili-amerikanskogo-generala-i-ubili-troih-oficerov.html