Alan Greenspan: Das schäbige Geheimnis hinter der Verteufelung des Goldes

26. Juli 2014 von Gastautor: Hubert Hüßner
(No Ratings Yet)
Loading...

Gold26. Juli 2014 (von Hubert Hüßner) Alan Greenspan, der Ex-Chef der US-Notenbank Fed. hat 1966 einen Artikel verfasst unter der Überschrift “Gold und wirtschaftliche Freiheit”. – Später wurde Greenspan einmal gefragt, ob er immer noch zu diesen Aussagen stehe. Er antwortete. „Absolut“– und fügte hinzu, dass er den Artikel gerade kürzlich wieder gelesen habe. Hier nun einige Auszüge aus seinem Artikel, die sehr deutlich machen was u. a. im derzeitigen Finanzsystem die Schieflage ermöglicht hat – die Abschaffung des sogenannten Goldstandards. Trotz allem muss man diese Aussagen im damaligen Zeitkontext betrachten. Heute ist das Zusammenspiel von Wirtschaft, Banken und Regierungen noch erheblich komplexer und greift noch viel weiter und tiefer. Die Aussagen Greenspans zeigen aber einen Teil der Problematik deutlich auf. Ich habe mir erlaubt, einige der wichtigsten Textpassagen zu unterstreichen. Ich wünsche mir dass es vielen Menschen klar wird, weshalb weder von Staatsseite noch von Seiten der Banken irgendein Interesse daran besteht, dass möglichst viele Bürger und Bürgerinnen eines Staates im Besitz von Anlagegold (MwSt. frei!) sind. Denn Gold bedeutet ein großes Stück weit nicht kontrollierbare Handlungsfreiheit und Unabhängigkeit für diejenigen welche es physisch (!) und praxisgerecht zum Tausch besitzen!

Auszüge aus dem Artikel von Alan Greenspan:

[…] Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie scheinen klarer und deutlicher als selbst viele Anhänger der freien Marktwirtschaft zu spüren, dass Gold und wirtschaftliche Freiheit unteilbar sind, dass der Goldstandard ein Attribut der freien Marktwirtschaft ist und dass sich beide gegenseitig bedingen und aufeinander angewiesen sind.[…]

[…] Gold, das sowohl künstlerischen als auch funktionalen Gebrauch findet und relativ knapp ist, wurde immer als Luxusgut betrachtet. Es ist dauerhaft, leicht zu transportieren, homogen, teilbar und hat deshalb bedeutende Vorteile gegenüber allen anderen Tauschmitteln. Vor Beginn des 1. Weltkrieges war es praktisch der einzige internationale Tauschstandard.[…]

[…] Aber die Feindschaft gegen den Goldstandard in jeglicher Form durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern wurde von einer ganz anderen Einsicht verursacht – nämlich der Erkenntnis, daß der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten (dem Kennzeichen von Wohlfahrtsstaaten). Wenn man den Schleier der akademischen Phraseologie einmal wegzieht, erkennt man, daß der Wohlfahrtsstaat nichts weiter als ein Mechanismus ist, mit welchem der Staat das Vermögen der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft konfisziert, um damit zahlreiche Wohlfahrtsprojekte zu finanzieren. Ein großer Teil der Vermögenskonfiskation erfolgt in Form von Steuern. Aber die Wohlfahrtsbürokraten erkannten, daß die Steuerlast begrenzt werden mußte, wenn sie an der Macht bleiben wollten. Ihre Alternative war massive Staatsverschuldung, d.h. sie müssen durch das Auflegen von Staatsanleihen Geld borgen, um damit die enormen Wohlfahrtsausgaben zu finanzieren.

Unter einem Goldstandard wird die Menge an Kredit, den eine Wirtschaft verkraften kann, begrenzt von den realen Sachwerten der Wirtschaft, weil jeder Kredit letztlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert ist. Aber Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt, sondern nur durch das Regierungsversprechen, aus künftigen Steuereinnahmen zu bezahlen. Sie können daher nicht so ohne weiteres von den Finanzmärkten aufgenommen werden. Eine große Menge neuer Staatsanleihen kann der Öffentlichkeit nur zu ständig steigenden Zinssätzen verkauft werden. Deshalb ist die mögliche staatliche Schuldenaufnahme unter einem Goldstandard sehr begrenzt. Die Abschaffung des Goldstandards ermöglichte es den Verfechtern des Wohlfahrtsstaates, das Banksystem für eine unbegrenzte Kreditausweitung zu mißbrauchen. In Form von Staatsanleihen erzeugten sie Papiervermögen, welches die Banken, nach einem komplizierten Verfahren, wie Realvermögen als Sicherheit akzeptieren, gleichsam als Ersatz für das, was früher eine Einlage in Gold war. Der Inhaber einer Staatsanleihe oder eines auf Papiergeld gegründeten Bankguthabens glaubt, er habe einen gültigen Anspruch auf reale Werte. In Wirklichkeit sind aber mehr Ansprüche auf Realwerte im Umlauf, als Realwerte vorhanden sind. […]

[…] Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold ja auch tatsächlich geschah.* Wenn z. B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist schlicht und ergreifend ein Mechanismus für die „versteckte” Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es schützt Eigentumsrechte. Wenn man das erst einmal begriffen hat, ist die Feindschaft der Wohlfahrtsstaatsverfechter gegen den Goldstandard nicht mehr schwer zu verstehen.[…]

* Goldbesitz war in den USA von 1933 bis 1975 für Privatleute verboten, Anm. d. Übersetzers. [Quelle: The Objectivist, Juli 1966; Deutsche Übersetzung von Reinhard Deutsch

Im Kontext ist die folgende Tatsache auch sehr interessant:

[…] Im deutschen Kaiserreich gab es nur 4% Steuern. Nach der Steuerreform von Johannes von Miquel im Jahre 1893 lag der Einkommensspitzensteuersatz bei vier(!!) Prozent und wurde erst ab 100.000 Mark Jahreseinkommen erhoben. […] Quelle: www.mmnews.de

Und […] Die finanzielle Repression beginnt: Die Sparbuch-Steuer kommt nach Europa Als erstes europäisches Land hat Spanien den IWF-Vorschlag einer Sparbuch-Steuer umgesetzt. Der Zweck der Zwangsabgabe: Die Staatsschulden sollen vom Sparer abgetragen werden. Damit werden jene bestraft, die ihr Geld auf die hohe Kante gelegt haben. Mit den niedrigen Zinsen der EZB war die erste Stufe der Enteignung gezündet worden. Jetzt geht es offenbar Schlag auf Schlag. […] Quelle: www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Erhalten Sie deshalb Ihre persönliche Handlungsfreiheit mit den praktischen und praxisgerechten GOLD-GRAMMYs und den SILBER-GRAMMYs.

Mehr Informationen finden Sie unter www.goldgrammy.de Und vergessen Sie nicht beim Kauf Ihren GutscheinCode von Quer-Denken.TV einzulösen. Er bringt Ihnen direkt 3% Sofortrabatt bei jedem Kauf! Ihr Gutschein-Code: 5 01 E 38 P 00 X 0L