Gleich zwei unbekannte Planeten im Sonnensystem?

5. Juli 2014 von QUERDENKEN-REDAKTION
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05. Juli 2014 Da schaut man in den entferntesten Galaxien nach erdähnlichen Planeten und die Bevölkerung denkt, daß es im eigenen Sonnensystem keinen unerforschten Winkel mehr gibt. Aber nein, es könnten sich gleich zwei Großplaneten noch irgendwo da draußen verstecken. Und einen Riesenasteroiden mit einen Ringsystem ähnlich dem Saturn hat man beim Stöbern in der kosmischen Dachkammer auch noch gefunden. Ist ja alles faszinierend und spannend. Aber es heißt ja nur, daß die Herren der klassischen Wissenschaften eben doch nicht alles wissen und daß es jeden Tag zu einem ganz neuen Weltbild kommen kann. Gut zu wissen, daß eines sicher ist: Wir sind alles Spinner und Verschwörungstheoretiker, Außerirdische und Planet X gibt es nicht.
Auf die Schliche gekommen ist man dem unbekannten Planeten – nennen wir ihn ein bißchen hämisch „Planet X“, weil kleine Planeten im Außenbereich des Sonnensystems wie Sedna und „2012 VP113“ sehr eigenartige Umlaufbahnen haben, die daraufhin deuten, daß sie von massereichen Planeten angezogen werden. Daraus entnehmen Astronomen, daß es mindestens einen, sehr großen Planeten im äußeren Sonnensystem geben muß. Ein paar spanische Astronomen, Carlos and Raul de la Fuente Marcos, haben noch mal nachgerechnet und sind der Meinung, es müßten gleich zwei  solche Brocken sein.

Gerade vor einem Vierteljahr hatten Scott Sheppard von der Carnegie Institution of Sciences und seine Mannschaft diese zwei neuen Zwergplaneten im äußeren Sonnensystem entdeckt, von deren stark elliptischen Umlaufbahnen jetzt auf die versteckten Riesen geschlossen werden kann.

Jetzt legen die spanischen Astronomen der Universidad Complutense de Madrid auf „ArXiv.org“ neue Berechnungen von Mustern in der Ausrichtung der Umlaufbahnen der Zwergplaneten jenseits der Umlaufbahn des einstigen neunten Planten Pluto vor. Diese legen demnach nicht nur die Existenz eines sondern gleich zweier großen planetaren Körper im äußeren Sonnensystem nahe.

Der Grund, , warum die Spanier zwei große Planeten im Dunkeln vermuten liegt darin, daß es eine ganze Gruppe von kleinen Zwergplaneten ist, die einen so seltsamen Eiertanz aufführen, der ein ganz klares, gemeinsames Muster aufweist. Sie irren eben nicht jeder konfus und ungewöhnlich irgendwo im All herum. Das Bewegungsmuster deutet auf einen oder zwei große Schwerkraftfaktoren hin. Es muß einen schwergewichtigen Faktor geben, der diesen Zwergplanetenreigen „führt“, schlußfolgern die Wissenschaftler, eine so genannte „Bahnresonanz“. Die Gravitation spricht nach Ansicht der Spanier für einen Planeten der Größe zwischen Mars und Saturn – je nachdem wie weit er entfernt ist. Der aktuelle Vorschlag der Sterngucker liegt bei 200 Astronomischen Einheiten, das wäre die zweihundertfache Entfernung Erde – Sonne.

Ein paar der beobachteten Zwergplaneten haben außergewöhnlich weit ausholende Umlaufbahnen um die Sonne, sie verschwinden weit draußen im All, bevor sie zur Sonne zurückschwingen. In der Studie heißt es, es sei sehr ungewöhnlich für einen großen Planeten, die Sonne so nah zu anderen Objekten zu umkreisen – es sei denn, er wird seinerseits von einem großen, enorm massereichen Planeten beeinflußt. Und das wäre dann der noch geheimnisvollere Planet Y. Das würde bedeuten, daß „Planet X“ seinerseits in Bahnresonanz mit einem noch deutlich größeren Riesenplaneten steht. Der würde die Sonne in etwa 250 Astronomischen Einheiten umkreisen.

Die Beweisführung, daß es die beiden großen, unentdeckten Planeten wirklich gibt, sei nicht so einfach, hören wir. Während die Zwergplaneten zwar weit hinauskreiseln aus dem Sonnensystem, aber auch immer mal in erreichbare Entfernung zurückkommen und im Sonnenlicht aufgespürt werden können, hätten die großen, dunklen Riesenplaneten einen kreisrunden Umlauf wie alle anderen, massereichen Planeten um die Sonne. Die Astronomen gehen davon aus, daß sie überdies sehr langsam um die Sonne kreisen. Und, da sie sehr weit draußen gemächlich herumkreiseln, sind sie von der Sonne so gut wie nicht beschienen und mit den Teleskopen kaum zu entdecken.  „Es ist überhaupt nicht erstaunlich, daß sie noch nicht gefunden wurden“, so die Forscher gegenüber dem „New Scientist„.

Kommentar: Das, liebe Leser, ist eine Auskunft, die wir aber nicht so einfach schlucken sollten. Ständig bekommen wir erzählt, daß die neuen, superleistungsfähigen Weltraumteleskope in unserer Galaxie herumschauen. Und daß man in anderen Sonnensystemen dadurch Planeten auffinden kann, daß man die Beugung des Lichtes der dahinterligenden Sterne mißt, weil die Planeten durch ihre Schwerkraft wie eine Linse das Licht beugen. Das sind winzig kleine, weil viele Lichtjahre entfernte Pünktchen, die das staubkorngroße Licht der dahinterliegenden Sterne um einen unendlich kleinen Faktor beugen.

Mal ehrlich: Die Astronomen können am Ende der Straße den Schatten einer Mücke vor einem kleinen Birnchen mittels des Gewichtes der Mücke erkennen – und im eigenen Vorgarten den Felsbrocken vor den Straßenlaternen nicht? Die Rede ist hier von zwei Großplaneten in – kosmisch gesehen – absoluter Nähe, die doch wohl so eine dicke, fette, schwarze Gravitationslinse vor den dahinterliegenden Sternen bilden müßten, daß man schon nach links und rechts wandern muß, um die Sterne dahinter noch zu sehen.