Feingold = Sachwert statt Versprechen

30. Mai 2014 von Gastautor: Hubert Hüssner
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30. Mai 2014 (Hubert Hüssner, Gold-Grammy) Haben Sie schon einmal etwas von dem Bretton-Woods-Abkommen gehört? Am 15.08.1971 kündigte der damalige US-Präsident Nixon für die USA die Bretton-Woods-Vereinbarung einseitig auf. In diesem Abkommen war einmal ursprünglich festgelegt worden, den US-Dollar als alleinige Weltreservewährung zu verwenden. Andere Nationen war es gestattet den US-Dollar zu einem Fixpreis von 35 USD je Feinunze jederzeit in Feingold zu tauschen. Aufgrund dieses Abkommens hatte man einen Goldstandard geschaffen, indem der US $ an einen fest definierten Goldwert gekoppelt war. Im August 1971 war dieser Goldstandard plötzlich Makulatur.

Unter dem Bretton-Woods Abkommen war es nicht möglich, beliebig viel Geld zu drucken und dann auf den Markt zu werfen. Der Wert des Geldes mußte durch den fixierten Goldwert gedeckt sein. Damit war eine Stabilität der Währung Dollar gegeben, die nur in gewissen Grenzen schwankte, in Relation zur Wirtschaft und dem Konsumverhalten der Marktteilnehmer.

Einer der Gründe, weshalb die USA aber nun auf einmal in den 60iger Jahren enorme Mengen Geld brauchte – und auch druckte, war der Vietnamkrieg, Rein wirtschaftlich betrachtet, verschlang dieser Krieg, wie alle in der Geschichte, Unsummen an US Dollar. Doch der Krieg mußte weitergehen, und die Umstellung auf Kriegswirtschaft bescherte nicht nur dem mächtigen Rüstungskomplex der USA grandiose Umsätze und Gewinne, sondern ließ die Gesamtwirtschaft brummen. Die Arbeitslosigkeit sank, denn wer keine Arbeit hatte, konnte ja „zur Fahne“ gehen. Die Draft-Bureaus und die Plakate „Uncle Sam Wants You!“ zogen die jungen Männer zum Kriegsdienst. Die gesamte Rüstungs- und Hilfsgüter-Industrie bescherte Arbeitsplätze, und durch den „Feind im Äußeren konnte man die tiefen Risse und Dissenzen in der Gesellschaft zudecken. Im damals entstandenen Musical „Hair“  kommt diese Diskrepanz zwischen den revolutionär denkenden, systemkritischen jungen Menschen und den folgsamen Bürgern alten Zuschnitts deutlich zum Ausdruck.

Also druckte man Geld, um diese Kriegs- und Industriemaschinerie auf Touren zu halten. Durch den explodierenden Geldbedarf, die entstehenden Geldmengen und die dadurch bewirkte Geldmengen- und Preisinflation wurde der Wert des US-Dollars ausgehöhlt. Die US Amerikaner bekamen den Geldwertverfall schmerzhaft zu spüren. Das Vertrauen in das Geld und in ihre eigene Regierung schwand. Niemand glaubte noch wirklich, den im Bretton-Woods-Abkommen festgelegten Gegenwert in Gold ausgezahlt zu bekommen. 

Präsident Nixon blieb nichts anderes übrig, als den Schritt nach vorne zu gehen und diese Vereinbarung aufzukündigen – was dann auch umgehend erfolgte. Die Goldbindung wurde aufgekündigt, der Weg zum massenhaften Gelddrucken war frei. Da der Dollar aber die Weltleitwährung war, zeigten sich auch weltweite Wirkungen. Von diesem Tag an wurden wir alle mit einem Geldsystem „beglückt“ das erlaubt, unbegrenzte Geldmengen in das System zu pumpen.

Dieses System der unbegrenzten Papiergeldschöpfung ist einer der Gründe, weshalb der Untergang des aktuellen Geldsystems nur eine Frage der Zeit ist. Ich werde immer wieder gefragt: „Ja, wann wird das denn Ihrer Meinung nach passieren?“

Um sich eine bessere Vorstellung über das mögliche Zeitfenster zu verschaffen, ist es sinnvoll, sich die Entwicklung solcher Geldsysteme, die nicht von Sachwerten (Gold, Silber, Grund & Boden, Bodenschätze) gedeckten Geldsystemen in der Vergangenheit einmal etwas genauer zu betrachten und zu analysieren.

Liest man die Analyse der 599 Papiergeldsysteme welche in den letzten 1.000 Jahre installiert waren, kommt man zu erschreckenden Erkenntnissen! (Quelle: http://pair.offshore.ai/38yearcycle/)

Von 599 Papierwährungen:

  • endeten 278 durch Währungsunionen – also den Verfall oder Reformen wie die Schaffung des Euros 1999 (und seine physische Verfügbarkeit 2002)und das Ende der D-Mark

  • vernichteten Hyperinflationen 156 Papierwährungen

  • wurden 165 (28%) durch Kriege ausgelöscht (allein im Zweiten Weltkrieg wurden 95 Währungen eingestampft!)

  • Keine der 599 analysierten Papiergeldsysteme hat in der Regel länger als nur 39 Jahre bestanden

Die Abschaffung des Goldstandards liegt nun ungefähr 42 Jahre zurück – nicht unbedingt sehr rosige Aussichten für die heutigen Geldsysteme …! Und es ist weit und breit nichts zu sehen, was die heutige Situation als grundsätzlich anders und stabiler erscheinen läßt. Ganz im Gegenteil. Alles deutet darauf hin,daß wir uns bereits in der Phase des Untergangs befinden. Und wie immer fällt den „Wächtern des Geldes“ seit Jahren keine andere Medizin gegen den Untergang ein, als Schulden machen und immer mehr Geld drucken – was letztendlich dasselbe ist.

Ach, da fällt mir noch etwas zum Abschluß ein. Einige werden es bereits wissen: In Schweden wird das Bargeld ja bereits seit 2012 abgeschafft. Mittlerweile soll es dort so weit sein, daß Bettler mit einem vom Geldinstitut gesponserten, elektronischen Kartenlesegerät, Geld erbetteln – wohlgemerkt – elektronisches Geld! „Schöne“ neue Welt …

Ich werde auch immer wieder gefragt, wohin sich denn der Goldkurs entwickeln wir, und wann es denn endlich die „versprochene“ Preisexplosion der Edelmetalle gibt. Dazu kann ich nur sagen:

Ob es eine Preisexplosion bei den Edelmetallen gibt oder nicht, kann ich nicht sagen. Selbst die besten Experten können keine verläßigen Voraussagen machen, das liegt daran, daß der Goldpreis (und damit indirekt der Silberpreis) sei Jahren kräftig manipuliert wird. Das geschieht, um die Menschen über den wahren Kaufkraftverlust ihres offiziellen Geldes zu täuschen. Bis vor einemJahr galt diese These noch als „Verschwörungstheorie“in den Medien belacht. Heute ist es offensichtlich – und bereits ein Fall für die Justiz, daß die Edelmetallpreise brutal manipuliert wurden und werden. Also, lieber Leser, beißen Sie sich nicht an den Preisen der Metalle in Euro oder Dollar fest.

Der wahre Wert der Metalle offenbart sich in dem Moment, wo das Geld zusammenbricht oder schlicht abgeschafft wird.

Dann nämlich kann sich der Eigentümer von irgendwelchen Bankkonten mit virtuellen, lustigen Zahlen oder bündelweise bunt bedrucktem Papier leise weinend von seinem „Vermögen“ verabschieden, denn er vermag damit schlicht und einfach gar nichts mehr. Es ist einfach weg. Oder kaum noch was wert.

Haben Sie ein Haus, einen Wald, Grund und Boden oder Gold und Silber, Kupfer, Ackerland etc, kann die Bank Konten einfrieren, wie sie will, der Staat Geld drucken, soviel er will, der Acker bleibt ein Acker, das Haus steht da, der Wald wächst, und eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold, und das ist seit 8000 Jahren das einzige, echte Geld.

Ich rate jedem, sein Geld in verschiedene Sachwerte, und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Allerdings kann der Staat sehr leicht mit Zwangshypotheken, Lastenausgleichen und Besteuerungen – im Extremfall Enteigungen – auf Immobilien zugreifen, die können Sie nämlich nicht verstecken. Kupfer, zum Beispiel, wird auch immer gebraucht, ist aber vom Volumen her so gewaltig, daß ein Vermögen in Kupfer sehr aufwendig zu handhaben ist. Außerdem oxydiert es noch. Edelmetalle bieten eine hohe Wertdichte pro Gramm und können gut vor den gierigen Augen eines niedergehenden Staates verborgen werden. Im Falle eines Währungsneustartes stehen sie sofort zur Verfügung. Und ganz ehrlich: Wen interessiert dann noch, welche Zahl in Euro daran gekoppelt gewesen wäre??? Wenn es den Euro gar nicht mehr – oder als rasant devaluierende Währung gibt?

Betrachten Sie es doch mal von einer anderen Seite. Der (noch) viel zu niedrige Goldpreis ist die unglaublich schöne Nebenwirkung der Goldpreismanipulation zum Schutz des Papiergeld-Systems. Sie können dadurch die Edelmetalle zu einem immens subventionierten Preis kaufen. Das ist doch sehr nett vom Gaoldkartell, finde ich. Sollte das Gerichtsverfahren die Goldpreismanipulation tatsächlich beenden (was ich kaum glaube), ist es vorbei mit den Sonderpreisen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollten Sie sich ernsthafte Gedanken darüber machen, wie Sie Ihre Handlungsfähigkeit und die Ihrer Liebsten erhalten. Denn nicht nur in Krisenzeiten machen kleine Gewichtseinheiten an Feingold, wie es beim GOLD-GRAMMY und SILBER-GRAMMY der Fall ist, viel Sinn. Warten sie nicht mehr zu lange – handeln Sie jetzt.

Gold-Grammy ist Partner bei Quer-Denken.TV