Goldkauf – ein Phänomen

13. Mai 2014 von Gastautor: Hubert Hüssner
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13. Mai 2014 (von Hubert Hüssner) Ich beobachte bereits seit längerem ein für mich nicht ganz nachvollziehbares Phänomen im Kundenverhalten beim Thema Goldkauf. Ich habe mit einigen Insidern gesprochen, die ebenfalls die gleiche Verhaltensstruktur in ihrer langjährigen Praxis beobachtet und mir bestätigt haben:  In Zeiten in denen der Gold-Kurs steigt wird Feingold gekauft und in Zeiten in denen der Kurs fällt oder niedrig ist wird eher zurückhaltend abgewartet.

Aus meiner Einschätzung macht solch ein Vorgehen natürlich absolut keinen Sinn. Meine Meinung zu dem Thema:

Wer gar kein Gold hat, sollte es sich schnellstmöglich zulegen, egal wo der Preis liegt, damit überhaupt etwas davon verfügbar ist, wenn man es braucht. Und wer schon Gold hat und seinen Bestand weiter aufstocken möchte, sollte es im optimalen Fall gerade dann kaufen, wenn die Kurse niedrig sind. Und wer genügend davon hat, sollte sich auch Feinsilber in kleinen Gewichtseinheiten noch dazu kaufen.

Wer sich mit der Kaufkraft des Goldes etwas intensiver beschäftigt wird feststellen, daß es im Prinzip völlig egal ist, zu welchem Zeitpunkt man sein Gold kauft – Hauptsache man hat es! Denn die Kaufkraft hat sich seit knapp 3.000 Jahren kaum verändert – aber die Währungen in ihrem Kaufwert. Damals bekam man für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) Brot für eine 4 köpfige Familie für ein ganzes Jahr. Rechnen Sie mal nach wie der durchschnittliche Preis für einen Laib Brot aktuell ist, multiplizieren Sie diesen mit 365 Tagen und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem aktuellen Goldkurs!

Der momentan (noch) relativ niedrige Gold-Kurs sollte bei Bedarf eher zum Kauf animieren als weiterhin abzuwarten. Daß der Preis für Feingold noch günstiger wird ist eher als unwahrscheinlich einzustufen. Selbst Spezialisten aus dem Bereich der Goldanalysten prognostizieren uns eine bevorstehende Phase der Goldeuphorie und rechnen mittelfristig beispielsweise mit einer Preisentwicklung bis zu 2.300 U$/oz Feingold! Mein Tipp: Denken Sie weniger spekulativ als mehr in Richtung Erhaltung Ihrer individuellen Handlungsfähigkeit!

Betrachtet man sich die allgemeinen, eher als extrem zu bezeichnenden geldlichen „Experimente“, dann läßt meine Prognose eher keinen guten materiellen Ausgang für die Mittelschicht und den einzelnen Menschen offen. Und mit meiner Meinung bin ich bei Weitem nicht allein. Die aktuelle politische Entwicklung läßt mir leider die Haare zu Berge stehen und ich trage das mir Mögliche dazu bei, daß wir alle doch noch eine gute Lösung hinbekommen. Dazu braucht es letztendlich zum Gemeinwohl ausgerichtete Menschen, die sich vernetzen und mit Mut verantwortungsbewußtes, solidarisches Handeln praktizieren!

Aus diesem Grund wurde u.a. der GOLD-GRAMMY und auch der SILBER-GRAMMY in die Form gebracht. Damit wir in einer rauhen See unsere Lebensschiffchen so wohlbehalten wie möglich durch die aufgewühlten Wellen navigieren können und so gut es geht handlungsfähig bleiben, bis wir hoffentlich ruhigeren Zeiten entgegen steuern können und bessere und faire Voraussetzungen und Lebensbedingungen für alle schaffen!

In diesem Sinne wünsche ich jedem von uns:

„Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 

Ihr und Euer Hubert Hüssner