Zum 100sten Jahrestag des Ausbruches des Ersten Weltkrieges

3. Mai 2014 von Gastautor: Norbert Brakenwagen
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Michael Vogt im Gespräch mit Norbert Brakenwagen, Schweiz5 TimeToDo. Wieder ein spannendes GEspräch. Diesmal geht es um das Jahr 1914, als der Erste Weltkrieg begann. Neuerdings befassen sich einige Publikationen sehr intensiv mit den Geschehnissen, die die grauenhafte Fackel des Krieges entzündeten Da gab es nicht nur einen berühmten  „Blankoscheck“, sondern gleich mehrere. Es scheint, als seien wir wieder in einer ähnliche Situation, in der Politiker und Machthaber alle Chancen verstolpern und dumm und naiv immer tiefer in die gefährliche Situation hineinlaufen.

Erst heute scheint es möglich, das Dogma von der Alleinschuld Deutschlands in Frage zu stellen. Dieverse Autoren und Historiker widmen sich diesen Fragen. Offenbar dämmert es heute einigen sehenden Historikern, daß es wieder geschehen könnte. Und gerade weil sich alle es so bequem eingerichtet hatten mit der sakrosankten Kriegsschuldfrage, scheinen die Verantwortlichen sich überhaupt nicht bewußt zu sein, an welcher Lunte sie da alle zündeln …

Das Preview-Bild  hat den Titel „Europa trauert“.
Es ist eine ungewöhnliche Postkarte aus der Vielzahl von Propagandakarten, die der Erste Weltkrieg hervorbrachte und die wie auch diese Karte über die Feldpost millionenfach verschickt wurden. Sie stammt aus dem Jahre 1915 und zeigt die geschlagenen Feinde – Franzosen, Britten, Schotten sind zu erkennen -, Die Furie des Krieges wütet und spuckt Feuer und Verderben und die FAckel des Krieges verdüstert den Himmel.  Man sieht die leidende Zivilbevökerung, eine Mutter mit ihren Kindern, und davor eine Frau, die sich im Schmerz abwendet, im Hintergrund als Sympol für europäische Geistesgeschichte griechische Tempelreste. Und auf der Rückseite – und das ist das Ungewöhnliche – steht: Europa trauert. Der Schreiber, der die Karte damals seinem Freund bei einer anderen Kompagnie schickte, hat sich auf das Motiv nicht direkt bezogen, man kann nur vermuten, dass er es bewusst ausgewählt hat.