Zu Hause in Cape Breton, Kanada

29. Oktober 2013 von Michael Friedrich Vogt
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 29. Oktober 2013  Gespräch und Reportage mit dem Landerschließer Rolf Bouman durch Michael Vogt über erfolgreiches Auswandern in das Paradies Nova Scotia an der Ostküste Kanadas.

Michael Vogt besucht im Osten Kanadas den erfolgreichen Auswanderer Rolf Bouman. Vor knapp drei Jahrzehnten aus Deutschland ausgewandert, ist er nicht nur ein erfolgreicher Landerschließer, der mit der landschaftlichen Schönheit und Unberührbarkeit des Landes beim Erschließen neuer Grundstücke achtsam und die Natur schonend umgeht. Das Ergebnis für die Besitzer von Grund und Boden in der traumhaft schönen Landschaft Neuschottlands auf der Halbinsel Cape Breton sind herrliche Seegrundstücke, Freiheit und Urlaub vom europäischen, engen Leben dicht an dicht – bei herzlicher Nachbarschaft, auch wenn dieser nicht selten einige km entfernt wohnt.

Ganz besondere Verdienste hat sich der Deutsche Rolf Bouman (und da ganz in der Tradition des auch bei kanadischen Indianern bekannten Karl May) um die Indianer und die indianische Kultur Kanadas erworben. Sein Indianerzentrum, in dem sich demnächst sämtliche Häuptlinge ganz Kanadas zu ihren Sitzungen treffen, ist einmalig. Und ebenso einmalig ist die Sammlung indianischer Kunst (Gemälde, Skulpturen und Handarbeitsprodukte). Rolf Boumans Sammlung dieser ganz besonders spirituellen Kunst in der Tradition der indianischen Kultur bietet den Künstlern erstmals die Gelegenheit, von ihrem Schaffen zu Leben, die Tradition zu bewahren und über Kanada hinaus zu verbreiten.

Die ständig wachsende überwiegend deutschsprachige Gemeinschaft von Auswanderern oder Urlaubern hat eines gemeinsam: Mit wachem Blick haben die Menschen die Lage in Europa, sei es in der EU, wo es inzwischen immer mehr Leuten auffällt, oder in der Schweiz verfolgt und halten es zunehmend für eine Notwendigkeit, sich außerhalb Europas und vor allem rechtzeitig vor dem unausweichlichen Crash und der damit verbundenen Enteignung eines niedergehenden Systems eine neue oder eine zweite Heimat zu schaffen.

Natürlich wissen die Menschen auch in Kanada, daß der Zusammenbruch des Euros nicht spurlos an ihnen vorüber gehen wird. Aber man wird ihnen – anders als in der EU, in der die Pläne zur Zwangsenteignung und Zwangshypothek schon z. T. verabschiedet in den Schubladen der Politikdarsteller liegen – nicht ihren Besitz rauben und ihr Eigentum wegnehmen.

Entgegen landläufigen Vorurteilen (warum wohl?) sind engagierte und fleißige Menschen, sind insbesondere Familien in Kanada herzlich willkommen, während solche, die nur auf Kosten anderer in der sozialen Hängematte liegen, keine Chance haben. Die Erfahrungen in Europa sind oft genau umgekehrt. Eine zweite oder eine neue Heimat zu finden, ist also in Kanada nicht schwer – wenn man sich an die sinnvollen Regeln hält. Und nach fast 30 Jahren Erfahrung beim Landerschließen, Einwandern, Gründen von Firmen etc. bekommt jeder Neuling erfahrene Hilfe.

Zudem wird der Gast oder Neubürger mit der Schönheit des Landes belohnt: Kanada: Abenteuer, Wildnis, Abgeschiedenheit. Das Land der rauhen Männer. Eine Behauptung, die heute nicht mehr ganz zutrifft. Man würde heute wohl eher sagen: Das Land der Familie. Kanada hat Vieles zu bieten neben der praktisch unbegrenzten und sehr sauberen Natur. Heute findet man vielerorts Universitäten, Krankenhäuser, Yachthäfen, Einkaufszentren, Baumärkte, Eislaufstadien und vieles Andere. Auch die übrige Infrastruktur hat sich innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte sehr verbessert. Dieses gilt besonders für Cape Breton. Wassersport wird groß geschrieben. Hobbys wie z.B. Segeln, Tauchen, Angeln und Windsurfen kann man fast überall nachgehen. Auch Drachenfliegen, Golfspielen, Tennis, sowie Segel- und Motorflug kann man vielerorts betreiben. Wintersport wird in so vielfältiger Weise angeboten, daß an dieser Stelle nur Skilanglauf, Abfahrtsski, Motorschlittenfahren und Eisfischen erwähnt werden können.

Leuchtturm Cape Breton

Kanada – eine extrem weite Reise? Die Ostküste Kanadas mit Halifax als Zielort ist in ca. sieben Stunden von Frankfurt in der Hauptsaison (Mai bis Oktober) aus nonstop erreichbar. Das europäische Interesse an Kanada ist heute schon so groß, daß es zwischen Juni und Oktober oft schwierig ist, einen Flug nach Kanada zu bekommen, wenn man diesen nicht rechtzeitig gebucht hat. Dieses liegt besonders an der landschaftlich zauberhaften Provinz Nova Scotia (lateinisch: Neu Schottland).

Kanada beinhaltet jedoch viele verschiedene Klimazonen, und in den gemäßigteren Zonen haben sich viele Leute über Hunderte von Jahren angesiedelt. In der Atlantikprovinz Nova Scotia waren dies primär Schotten, Iren und Franzosen. Aber auch Deutsche haben sich dort angesiedelt, was man an vielen Ortsnamen noch erkennen kann. Da das Klima und viele andere Faktoren diesen Einwanderern behagten, blieben sie oft und gründeten Familien. Diese Familien sind heute in der 4. und 5. Generation zu treffen.

Ein besonderes Kleinod in Nova Scotia ist die Halbinsel Cape Breton. Man findet auf Cape Breton einen richtigen Winter mit viel Schnee und einen sehr warmen Sommer mit viel Sonne. Schließlich liegt dieses Naturparadies auf demselben Breitengrad wie Südfrankreich.

Kanada ist heute mit seinen fast 10 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land der Erde und man fährt über eine Strecke von ca. 6.000 Kilometern von der Ost- zur Westküste. Von den ca. 33 Millionen Einwohnern Kanadas leben ca. 950.000 in Nova Scotia. Die offiziellen Landessprachen sind Englisch und Französisch.

Weißkopfadler Kanada

Der Weißkopfadler. Eigentlich das Wappentier der USA, er kommt aber in Nova Scotia (Neuschottland) häufiger vor.

Nova Scotia zeichnet sich besonders durch ihre einzigartige Landschaft aus. Da es rundum vom Atlantik umgeben sind, gibt es an vielen Orten Küstenstraßen, die durch herrliche Natur führen. Besonders gilt dies für den sog. Cabot Trail, eine der schönsten Küstenstraßen des Kontinents. In Serpentinen führt eine sehr gute Straße über bis zu 600 Meter hohe Berge am Atlantik entlang, ein wirklich atemberaubendes Erlebnis. Daneben kann man noch vielerlei Attraktionen in den Naturschutzgebieten Cape Bretons bestaunen, welche durch ihre Straßen am Ufer und die vielen Fjorde den Betrachter an Norwegen erinnern. So kann man z.B. oft Wale, Robben, Adler oder Hirsche sowie Elche sehen. In Nova Scotia gibt es das zweitgrößte Vorkommen von Weißkopfadlern der Welt.

Kanada Gänse

Die kanadischen Wildgänse sind sehr typische Tiere für das Wasserreiche Neuschottland. Hier finden sie große Seen, klare Flüsse und saftige Uferwiesen.

Was sofort auffällt, ist ein hohes Maß an Freundlichkeit und Gastfreundschaft. “Die Leute haben ein Herz”, wird von manchem Europäer gesagt, der Nova Scotia bereist. Kein Wunder, daß bei der relativ kurzen Flugzeit, dem niedrigen Dollarkurs und den noch recht günstigen Landpreisen immer mehr Europäer nach Nova Scotia hineinströmen. Primär scheinen sie aus den deutschsprachigen Ländern zu kommen. Gerade in Nova Scotia ist dies sehr stark zu verzeichnen, da deren Provinzhauptstadt Halifax sehr gute internationale Flugverbindungen nach Europa hat.

Und: In Nova Scotia kann man es sich halt noch leisten, am Wasser zu wohnen. Auch die Lebenshaltungskosten sind verhältnismäßig gering. Touristikmäßig ist unsere Provinz nicht überlaufen, da hier über die große Fläche der Provinz gesehen eine relativ geringe Anzahl von Touristen vorfinden. Dennoch gibt es bei aller Ruhe und allem Platz, den man hat, keine Einsamkeit, sondern stets eine gute Nachbarschaft.

Ob als Urlauber oder als Auswanderer: “Come, see for yourself!”

Website: www.canadapioneer.com

Kanada Inselhäuschen