Ist die Ukraine eine Blaupause für Rußland?

19. Februar 2016 von
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(Bild:Wikipedia Commons /World Economic Forum) Hier ist ein Ausschnitt aus einem CNN-Interview mit Henry Kissinger zur Frage der "Aufstände" in der Ukraine und der Verstrickung der USA in diese finanzierten und angezettelten Unruhen. Man muß schon schlucken, wenn man hört, wie offen Kissinger hier zugibt, daß das, was da in der Ukraine abgezogen wird, auch für Russland geplant ist: Ein "Regimechange" im Machtinteresse der USA. Unbedingt ansehen!

 

Henry Alfred Kissinger gehört zu den ältesten und mächtigsten Protagonisten des US-Machtkartells. Seine Liste an Verbrechen ist lang. Angeklagt wurde er natürlich nie.

Wer sich ein wenig Einblick verschaffen will, dem sei das Buch "Die Akte Kissinger" (engl. "The Trial of Henry Kissinger", zu Deutsch: Der Prozess gegen Henry Kissinger) empfohlen. Dieses Sachbuch des britisch-amerikanischen Journalisten Christopher Hitchens aus dem Jahr 2001 ist im DVA-Verlag erschienen .

Es beschäftigt sich mit Kriegsverbrechen und illegalen verdeckten Operationen, für die der ehemalige Sicherheitsberater des US-Präsidenten und spätere US-Außenminister Henry Kissinger verantwortlich bzw. mitverantwortlich gewesen sein soll. Kissinger hatte den US-Präsidenten Nixon und Ford "gedient". Kissinger wurde immer als Superstar der US-Außenpolitik dargestellt, von der Zeitung "Die ZEIT" sogar als weiser  "Weltenlenker" apostrophiert. Kaum ein Außenpolitiker des 20. Jahrhunderts ist mit so überschwenglichen Ruhmesworten gefeiert worden wie Henry Kissinger. Kritik wagte niemand zu äußern. Zum ersten Mal hat der englische Journalist Christopher Hitchens anhand bislang verschlossener Quellen und unveröffentlichter Dokumente den Beweis geführt, daß Kissinger "wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen Verschwörung zu Mord, Entführung und Folter" vor ein Gericht gestellt werden müßte.
Der Autor Hitchens nimmt in seinem Buch die Rolle des anklagenden Staatsanwaltes ein und beschuldigt Kissinger in dieser Rolle, Verbrechen in Vietnam, Kambodscha, Bangladesch, Chile, Zypern und Osttimor begangen zu haben.
DieVorwürfe enthalten: Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verstöße gegen das Völkerrecht, Verschwörung zum Mord, zu Entführungen, dem systematischen Verschwindenlassen von Menschen vor allem in Südamerika (siehe Desaparecidos), und zur Folter.

Hitchens präsentiert dabei Belege, vor allem anhand von US-amerikanischen Regierungsdokumenten, die eine juristische, oder hilfsweise eine politische Verantwortung für etliche Verbrechen zeigen sollen. Kissinger soll im Einzelnen für die vorsätzliche Ermordung von Zivilisten in Vietnam und Kambodscha verantwortlich gewesen sein. Weitere Vorwürfe beinhalten die Verantwortung für Massenmorde und mindestens ein Attentat in Bangladesch. Kissinger soll zur Ermordung eines staatlichen Funktionsträgers in Chile (General René Schneider) angestiftet und an einem Plan mitgearbeitet haben, den Staatschef Zyperns, Makarios, und einen in den USA lebenden Journalisten ermorden zu lassen. Gemeinsam mit Präsident Ford soll er dem indonesischen Staatschef Haji Mohamed Suharto grünes Licht für dessen Invasion des benachbarten Osttimors 1975 gegeben haben, wobei er die folgenden massiven Menschenrechtsverletzungen an der dortigen Bevölkerung zumindest billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar durch die Art seiner Zustimmung aktiv gefördert habe.
Das sind unsere Weltenlenker.

Nun machen sie also eine "Generalprobe" in der Ukraine, und exerzieren dort den Sturz eines Regimes, das ihnen nicht genehm ist. Anders, als in unseren Medien dargestellt, ist es in der Ukraine nicht so, als daß die Ukrainer alle gegen Janukowitsch und die Kooperation mit Rußland aufbegehren. Und die Pro-Westler sind auch offenbar nicht die Mehrheit. Die Boxlegende Klitschko ist in der Ukraine nicht der große Volksheld, sondern eher umstritten. Sogar die Opposition gegen Janukowitsch hält zum Teil nicht viel von ihm. Er wurde bei den Demonstrationen sogar von Regierungsgegnern mit einem Feuerlöscher angesprüht, das Bild wurde auch hier veröffentlicht, aber so, daß man denkem mußte, er sei von den bösen Regierungskräften besprüht worden.

Wie das Online-Nachrichten-Magazin DWN ätzte, gab es schon ordentliche Rügen aus Washington gegen die EU und Merkel, daß die ganze Aktion des Klitschko-Aufstandes stümperhaft abgelaufen und fast schiefgegangen sei. Klitschko sei wohl der Einzige, den Merkel aufbieten könne,wenn nicht sogar der einzige Ukrainer, den man in Berlin kenne.

Es geht darum, die Ukraine als Land zu destabilisieren, idealerweise sogar zu zerreißen, um Rußlands Flanke zu schwäche. Und von da aus geht es dann ans Eingemachte, und man wendet die erprobten Methoden auch in Rußland an.

Wir danken den Kollegen von Antikrieg.TV für das hervorragende Fundstück!