Kostproben der Berichterstattung in Deutschland

1. März 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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01. März 2016 (Redaktion, Bild: Junge Freiheit, Paulwitz) Wer meint, seit Köln sei das Manipulationskartell der Medien und der Politik durchbrochen worden, der irrt leider. Das Verschweigen sowie dreistes Fälschen geht ungeniert weiter. Nach dem Motto, alles geht, man darf sich nur nicht erwischen lassen, ging man auch bei den zwei Beispielen vor, die wir heute präsentieren möchten. Einmal blank gelogen, einmal die Hälfte absichtsvoll verschwiegen. Zwei Kostproben aus den Medien, die sich aufregen, wenn genervte Bürger das Wort „Lügenpresse“ bemühen.

Fangen wir mit dem absichtsvollen Weglassen an:

Am gestrigen Montag berichtete Web.de Blutrünstiges: „Frau mit abgetrenntem Kinderkopf in Moskauer Metro festgenommen„. Kurztitel: „Frau köpft Kleinkind“. Wer den Artikel liest, wundert sich.

Was erfahren wir? Eine Frau, ganz in Schwarz gekleidet, habe den abgetrennten Kopf eines Kleinkindes hochgehalten. Es sei eine Usbekin im Alter von Mitte 30 gewesen, die in Moskau als Kinderfrau arbeite. Die Polizei habe ganz in der Nähe der Metrostation die kopflose Leiche eines drei- bis vierjährigen Kindes gefunden. Die Wohnung, in der die Kinderleiche lag, habe die Usbekin in Brand gesetzt und sei dann mit dem abgetrennten Kinderkopf zur Metro gegangen. Rätselhafterweise wird noch erwähnt, daß die Polizei wegen des Verdachtes auf eine mögliche Bombe die Metrostation abgeriegelt habe. Es sei aber kein Sprengstoff gefunden worden.

Also: Eine schwarz angezogene, 30jährige Usbekin, die als Kindermädchen arbeitet, köpft in Moskau irgendein Kleinkind, zündet dessen Wohnung an, geht zur Metro und dort sucht man dann nach Sprengstoff. ???

Hier ein russisches Facebookbild:

 

Die betreffende Frau ist nicht aus modischen Gründen oder wegen eines Trauerfalls irgendwie in Schwarz gekleidet, sondern erkennbar als Muslima.

Hier eine Handyaufnahme des Vorfalls an der Metrostation:

 

Gleich zu Anfang schreit sie: „In einer Sekunde kommt das Ende der Welt!! In einer Sekunde kommt das Ende der Welt! Schnell! Ich bin Terroristin! Ich bin Euer Tod! … Ich wurde so oft verflucht! Ich wurde so oft zerstört! Hier bin ich, schaut her, ich bin Euer Selbstmord-Bomber! … Ich werde sterben! Das Ende der Welt kommt in der nächsten Sekunde!“ Dabei hält sie den abgetrennten Kinderkopf hoch.
Hier ist der Nachrichtenbeitrag in Englisch:
Russia Today berichtet auf der englischsprachigen Seite, daß die aktuelle Nachrichtenlage wie folgt ist:
Die schwarzgekleidete Muslima ist höchstwahrscheinlich das Kindermädchen des Opfers Nastya M. Die Frau steht im dringenden Verdacht, die kleine Nastya ermordet zu haben, den Kopf abgetrennt und die Wohnung angezündet zu haben. Sie soll abgewartet haben, bis die Eltern des Kindes die Wohnung in dem Moskauer Appartmentblock mit einem älteren Kind verließen. Mit dem Kopf des Kindes in einer Tasche sei sie dann zur Metro gegangen. Dort hat sie die Aufmerksamkeit deines Polizisten errregt, der sie angehalten hat. Die Frau habe daraufhin den Kinderkopf aus einer Tasche gezogen und geschrien, sie habe dieses Kind getötet. Danach rief sie die oben angeführten Sätze. Weiterhin schrie sie laut Russia Today-Bericht: „Ich hasse Demokratie, ich bin ein Terrorist!“ Die Mutter des getöteten Kleinkindes soll bewußtlos zusammengebrochen sein, als sie davon erfuhr und ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Die Umstehenden sagten, sie dachten, der Kinderkopf sei ein Dummy, also gar nicht echt. Ein Augenzeuge namens Artur Manzhesow sagte aus, die Frau habe gerufen „Allahu Akbar … Die Russen werden gehängt werden. Die Russen werden abgeschlachtet.“ Der Augenzeuge sagt, er habe den Eindruck gehabt, die Frau sei einfach verrückt geworden. Als er den Kopf gesehen habe, habe er gezittert. Er sah das Gesicht des Kindes und das Blut.
Diese Informationen ergeben ein völlig anderes Bild. Das erklärt zum Beispiel, warum bei der Metrostation nach Sprengstoff gesucht wurde. Ob man diese Tat tatsächlich als islamischen Terrorakt oder als das Ausrasten einer Wahnsinnigen einzustufen hat, muß noch ermittelt werden. Fakt ist, daß der Beitrag darüber auf web.de absichtlich die wichtigsten Informationen weggelassen hat. Der dadurch gänzlich unverständliche Bericht läßt stark vermuten, daß es genau um diese brisanten Begriffe ging, die im Zusammenhang mit einer grauenhaften Straftat politisch unerwünscht sind: Islam, Mord, Terror, Sprengstoffattentat, fanatischer Muslim, Abschlachten der autochtonen Bevölkerung.
Fragt sich nur, warum man es überhaupt berichtet hat.
Kostprobe zwei: Dreistes Fälschen und Lügen
Am 28. Februar demonstrierten Tausende Bürger aller Altersklassen und Schichten gegen Frühsexualisierung. Das „Aktionsbündnis für Ehe und Familie“ hatt mehrere tausend Kritiker der Gender-Ideologie und der staatlich verordneten Frühsexualisierung auf die Straße gebracht. Das sah so aus:
Demonstrationszug Spitze: Kritik an Grün-Rot Foto: Paulwitz Foto: Paulwitz, aus „Junge Freiheit“: Die Spitze des Demonstrationszuges
Ganz normale, sympathische Leute tragen ihre Meinung und Weltsicht auf die Straße. Ein Grundrecht der Bürger. Eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie. Obwohl es in der EU ein „Toleranzgesetz“ gibt, sehen das die Grünen nicht so. Meinunge und Überzeugungen, die nicht die ihren sind, müssen unterbunden, diffamiert und niedergemacht werden. Wenn aber jeder normale Bürger nichts Verwerfliches an der mißliebigen Demonstration und den Demonstranten finden kann, dann muß man offenbar nachhelfen.
Das Bild hier sieht doch schon wesentlich weniger sympathisch aus:
Mittlerweile gelöschter Eintrag Foto: Screenshot/Twitter Dieses Bild wurde mittlerweile von der Seite der Grünen gelöscht
Bedeutet: Schaut her, die Gegner von Frühsexualisierung und Gender-Ideologie sind alle häßliche, fiese Nazis! Im Umkehrschluß: Weil alle Rechten fies und böse sind, ist Gender und Frühsexualisierung gut und sympathisch. Nur hat das Bild einen kleinen Nachteil. Es ist dreist gelogen.
Wie die „Junge Freiheit“ dankenswerterweise publizierte, ist das Originalfoto 2011 bei einer rechten Demo in den Niederlanden aufgenommen. Mit etwas Photoshop-Arbeit kann man richtig was draus machen.
So sieht das Originalphoto aus:
Originalfoto Foto: Screenshot/Twitter
Nachdem per Twitter die Fälschung bekannt gemacht wurde, wurde das gefälschte Bild ohne jeden Kommentar von den Grünen gelöscht. Danach allerdings entschuldigte sich die Partei: