Bericht aus der Ukraine 28

22. Januar 2016 von QUERDENKEN-REDAKTION
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22. Januar 2016 (von unseren Quellen aus der Ukraine) Eine sehr eigenartige Grippe tobt in der Ukraine und fordert ungewöhnlich viele Todesopfer. Besonders in Odessa und dem Donbass wütet diese Grippe. Sie trifft ausgerechnet die Kräftigen Männer zwischen 20 und vierzig und Schwangere. Man munkelt in der Ukraine schon von einer biologischen Waffe, die die Amerikaner auf den Südosten der Ukraine absichtlich losgelassen haben soll.

Nachdem im letzten Jahr der sog. “russischen Oppositionellen“, Maria Gaijdar, die ukrainische Staatsbürgerschaft im Namen der USA übergestülpt wurde, wurde sie zur persönlichen Beraterin Saakashwillies im Oblast (Verwaltungsbezirk) Odessa ernannt. Zu dem beruflichen Werdegang der Ende Zwanzigjährigen schütteln die Ukrainer nur noch den Kopf, man ist sich aber einig, daß die steile Karriere weniger mit geistigen Fähigkeiten zu tun hat. Ihr Vater war von der CIA als bezahlter Oppositioneller in Moskau als Putin-Gegner angestellt. Neben der „persönlichen Beraterin für Saakashwilli“ wurde Maria Gaijdar auch in den Regionalrat des Oblastes Odessa gewählt und war für die Kommission „ Gesundheitswesen und Sozialversorgung“ zuständig. Nachdem sie es geschafft hat, das Gesundheits- und Sozialwesen im Oblast Odessa in knapp 6 Monaten komplett an die Wand zu fahren, wurde diese Leistung mit der Beförderung zur stellvertretenden Vorsitzenden der regionalen Staatsverwaltung in Odessa belohnt! Die Bevölkerung ist fassungslos.

Mit dem Lebensstandard im Osten der Ukraine ist es seit Beginn der „Anti-Terror-Operation“ rasant abwärts gegangen. Schon für den normalen, gesunden Menschen ist das Leben sehr schwer geworden. Aber am schlimmsten sind die Behinderten in der Ukraine betroffen. In der Ukraine leben ca. 5 Millionen Menschen, die von Geburt an körperlich behindert sind. In Odessa, Xerson, Nikolaew und in den anderen Städten der Ukraine gehen diese armen Menschen auf die Strasse und betteln um Kleidung und Essen, um irgendwie zu überleben. Das Sozialministerium ist praktisch überflüssig geworden, weil alle sozialen Leistungen abgeschafft wurden. Die Zahlungsrückstände für Invaliden-Renten gehen in die Millionen. Invalidität wird in der Ukraine schlichtweg nicht mehr offiziell anerkannt, damit der Staat keine Sozialhilfe auszahlen muß. Die kostenlose medizinische Versorgung für Bedürftige ist ebenfalls weggefallen. Die monatliche Invalidenrente liegt zwischen Grivna 980,oo und  1.140,oo, das entspricht in etwa Euro 32,oo bis 38,oo €. Die Miete für eine Wohnung  liegt zwischen Grivna  645,oo und 1148,oo, in etwa zwischen Euro 21,50 und 38,oo. Die Behinderten sterben täglich wie die Fliegen, weil sie sich die einfachsten Medikamente  nicht leisten können, oder einfach verhungern.

Seit ca. einer Woche grassiert hauptsächlich in den von der Kiewer US-Regierung okkupierten Gebieten der Ostukraine und im Donbass sowie in Kiew eine noch nie dagewesene Grippe-Epedemie (offiziell: kalifornische Grippe). In der Ostukraine sind nach offiziellen Angaben bereits über 100 Menschen, darunter sehr viele Kinder und schwangere Frauen an der Grippe gestorben. In Kiew sind bisher 12 Menschen an der Grippe gestorben. Die tatsächlichen Todesfälle dürften die offiziellen Zahlen um ein Vielfaches übersteigen. Im Donbass und in vielen Gebieten der Ostukraine sind Schulen und Kindergärten geschlossen worden. Da der Grippevirus lediglich im Osten der Ukraine und in Kiew auftritt, also in den Gebieten wo der Widerstand gegen die Junta und USA besonders stark ausgeprägt ist, wird in der Ukraine bereits ganz offen darüber gesprochen, dass man den Virus wohl den Amerikanern zu verdanken hat: „Die Amerikaner haben afrikanische Gebiete mit dem EBOLA-Virus verseucht, uns verseuchen sie mit dem Virus der kalifornischen Grippe“!

In Kiew selbst hat seit Dezember 15 der Widerstand gegen die Regierung enorm zugenommen. Vor allem unzufrieden Soldaten machen Randale, Schießereien und Bombenanschläge sind dort schon zur Normalität geworden. Im Westen wächst ebenfalls der Widerstand gegen die Regierung, jedoch sind in der Westukraine die Befürworter der Kiewer Putsch-Regierung noch in der Mehrheit. Die Blockade der Grenze zu Polen hält weiter an. Nun beginnt die Regime Polizei, mit Gewalt die Blockade aufzulösen. Die Bergarbeiter leisten allerdings entschlossen Widerstand. Wie es enden wird, ist jetzt schwer zu beurteilen.

Der Sicherheitsberater des ukrainischen Innenministers Gerashenko hat einem Journalisten namens Granopolski öffentlich mit Schlägen gedroht und ihn als Landesverräter bezeichnet. Grund dafür ist, daß Granopolski eine Umfrage in einer Talk-Show des ukrainischen Fernsehens öffentlich gemacht hat, daß 51% der Ukrainer den Donbass-Widerstandsanführer Sachartshenko zum ukrainischen Präsidenten wählen würden!

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Der in Iwana Frankowsk ansässige Journalist Ruslan Kotsaba sitzt weiter ohne Gerichtsverhandlung  im Gefängnis. Kotsaba, ein freier Journalist aus  der  Iwana-Frankowsk/Westukraine war im Herbst 2014 in den Donbass gereist, um der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Er hatte über Internet seine Recherche-Ergebnisse veröffentlicht, daß im Donbass weder eine russische Armee einmarschiert ist und die Donbassbewohner auch keine Terroristen sind, sondern Menschen, die ihre Heimat verteidigen. Er rief die Ukrainer dazu auf, die Einberufung zur Armee zu verweigern und nicht gegen das eigene Volk zu kämpfen. Er nannte die Tatsachen beim Namen, daß die USA die Ukrainer lediglich benutze, um einen Krieg im Interesse der USA gegen Rußland zu provozieren. Er wurde verhaftet und sitzt seitdem ohne Gerichtsverhandlung im Gefängnis. Das sind anscheinend die vielbeschworenen EU-Werte über „Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte“.

Unterdessen wird in der Ukraine schon wieder die nächste Mobilisierungswelle vorbereitet.  Für die Soldaten, die zur Zeit in der Ostukraine sind und täglich neu angekarrt werden, wurde ein allgemeines „Krankheitsverbot“ erlassen. Krank werden oder sein gilt nicht für Soldaten der ukrainischen Armee!

Der Donbass rechnet nun täglich mit einem massiven Angriff der ukrainischen Armee und den Söldnerbattalionen. Im Raum Mariupol sind in dieser Woche mehrere 100 polnische Söldner ausgemacht worden. Die Freiwilligen-Battaillone (des rechten Sektors) Tshernigow – 2 und Vinitsa  wurden ebenfalls wieder an die Kontaktlinie verlegt. Immer noch rollen Züge mit schwerer Militärtechnik in Richtung Kontaktlinie.

Man hatte ja schon längst für Anfang Januar mit einer Offensive gerechnet, da die Truppenverlegungen schon seit Anfang Dezember beobachtet wurden und von Kiew öffentlich und laut eine neue Offensive angekündigt wurde. In einer Pressekonferenz wies Sachartshenko ebenfalls auf eine eventuell bevorstehende Offensive der Ukraine gegen den Donbass hin. Sachartshenko sagte wörtlich: „Sollten sie angreifen, werden wir ihnen dieses Mal eine Niederlage verpassen, an die sie noch lange denken werden. Wir werden sie jagen bis hinter Dnepropetrowsk, und noch weiter.“

Seit dem 18. Januar liegt der Donbass wieder unter Dauerbeschuß, obwohl am 17. Januar von der ukrainischen Seite der Kontaktgruppe Minsk ein Waffenstillstand  vereinbart und bestätigt wurde.

Seit dem 6. Januar 2016 hat Rußland die Pässe der Donbassbevölkerung, ausgestellt durch die DVR und LVR offiziell als Dokumente beim Grenzübertritt anerkannt. Damit ist eigentlich schon besiegelt, daß der Donbass eigenständig werden wird und nicht mehr zur Ukraine gehörig. Es bleibt die Frage, wieviele Oblaste sich noch von Kiew abspalten werden: Odessa, Nikolaew, Saparoshie, Dnepropetrowsk, Xarkow?

Nachdem zum 1. Januar 2016 der wirtschaftliche Teil des Assozierungsabkommens zwischen der EU und Ukraine in Kraft getreten ist, gerät die Kiewer Putschregierung nun durch die Oligarchen erneut unter Druck. Den Abgeordneten der Rada (ukrainisches Parlament) hat der Text des Assozierungsbkommens lediglich in englischer Sprache vorgelegen. Auch in Kiew haben in diesem Punkt die EU-Werte voll zugeschlagen (in den EU-Staaten wissen die Abgeordneten ebenfalls nicht, über was sie abstimmen und sind sich der Tragweite der Abstimmungen überhaupt nicht bewußt).

Der wirtschaftliche Teil des Assozierungsabkommens sollte laut Propaganda die Zollfreiheit für den Warenverkehr festschreiben. Die komplette Zollfreiheit bezieht sich allerdings, wie man jetzt festgestellt hat, lediglich von Warenlieferungen der EU in die Ukraine. Für Warenlieferungen aus der Ukraine wurden von der EU  Kontingente festgelegt. Mit dieser Nachricht ist am 18. Januar der Inhaber des Agrar-Konzerns Koshjuk „ Unser Hähnchen“ in der Ukraine an die Öffentlichkeit getreten. Für Lebensmittelexporte aus der Ukraine wurden zahlreiche Beschränkungen und Quoten festgelegt. Für den Export von Hühnerfleisch hat die Ukraine eine zollfreie Jahresquote von 16.000 Tonnen. Alles was darüber hinaus geht, wird mit Euro 1000,oo/Tonne verzollt. Koshjuk sagte, die EU hat ihre Interessen geschützt, die Ukraine hat verloren. Die „Freihandelszone“ mit der EU ist ein Betrug von Seiten der EU.

Das ganze Interview (falls jemand Ukrainisch kann): http://ukrainian.voanews.com/c…/yuriy-kosyuk-eu/3149549.html

Die Mitgliedschaft der Ukraine in der GUS Freihandelszone wurde zum 1. Januar 2016 gekündigt, gleichzeitig wurde das Lebensmittelembargo von Rußland gegen die Befürworterstaaten der Sanktionen gegen Rußland auf die Ukraine ausgedehnt. Für landwirtschaftliche Produkte, die die Ukraine nach Rußland lieferte, beträgt der Schaden allein für Januar 2016  100 Millionen Dollar. Dazu kommen die Lieferverluste in die Freihandelszone der GUS-Länder: Weißrußland, Kachastan, Asabaichan, Tschetschenien usw.

Jazenjuk hat mittlerweile Rußland gedroht, wegen der Lebensmittelsanktionen vor der WHO zu klagen.

Gasprom hat der Ukraine eine Strafzahlung über 2,5 Mrd. Dollar wegen vertraglich nicht abgenommenem Gas in Rechnung gestellt.

Die Ukraine hat die Transitgebühren für die Durchleitung von Gas drastisch erhöht und fordert nun von Gasprom USD 4,50/1000 Kubikmeter. Der vertraglich festgelegte Preis bis 2019 zwischen der Ukraine und Gasprom beträgt USD 2,70/Kubikmeter .

Für eine richtige Clowneinlage in „Poros Zirkus Nazijuk und die Gasprinzessin“ hat gestern mal wieder Saakashwilli gesorgt: Er besuchte in der Ostukraine ein ultrarechtes Freiwilligen-Batallion aus dem Raum Odessa. Er hat natürlich alles filmen lassen, geheime Check-Points, Scharfschützenstellungen, Bunker, Militärtechnik usw. usf.. Sogar die Strategiegespräche mit den Kommandeuren und Söldnern wurden aufgezeichnet – und Saakashwilli hat diesen Auftritt ins Netz gestellt. Die Kommandeure und Söldner, die in dem Film gezeigt wurden, sind mittlerweile zurückgetreten. Das ukrainischen Netz ist mittlerweile voll von Morddrohungen gegen die gezeigten Kommandeure und Söldner sowie gegen deren Familien.