FAZ: Röwers Umsturzphantasien – Quer-Denken-Interview schlägt Wellen

5. Januar 2016 von Niki Vogt
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05. Januar 2016 (Kommentar von Niki Vogt) Das Gespräch von Michael mit dem ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Thüringens, Helmut Roewer hat hohe Wellen geschlagen. Roewer hatte in dem Interview kein Blatt vor den Mund genommen. Das schreckliche Wort „Umsturz“ kam auch im Interview vor. Das erzeugt Unbehagen im System, und nun … haltet Euch fest! … „erwägt“ der thüringische Verfassungsschutz, seinen eigenen Ex-Präsidenten zu beobachten. Nein, keine Satire! Ernst!

Der FAZ- Artikel ist in der üblichen Manier geschrieben. Wenn weiland Konrad Adenauer jemanden unmöglich oder fertig machen wollte, fragte er seine Zuarbeiter ganz offen im breitesten Rheinisch „Wat haben wer denn jejen den?“ – und flugs zog man aus den Karteikästen, was man dem Verhaßten alles so an Abträglichem und Ehrenrührigem anhängen konnte. Das ganze möglichst unfair präsentiert, möglichst aus dem Zusammenhang gerissen oder absichtsvoll in einen anderen Zusammenhang plaziert … dazu noch ein paar unerfreuliche Details aus dem Leben des Mobbing-Opfers, die mit der Sache gar nichts zu tun haben … und schwupps! war der Mißliebige gründlich desavouiert.

Auch im Fall des FAZ-Artikels zu Roewer merkt man deutlich, der Mann muß jetzt im schlechtestmöglichen Licht präsentiert werden: http://www.faz.net/aktuell/politik/thueringer-verfassungsschutz-prueft-helmut-roewers-aeusserungen-13998190.html

Die FAZ gibt sich alarmiert. Er hat das „U-Wort“ gesagt! „… der Thüringer Verfassungsschutz wertet nun die Aussagen seines früheren Präsidenten aus. Offenbar wurde der Verfassungsschutz hellhörig, als es um die Möglichkeit eines Umsturzes in Deutschland ging und um den Einsatz von Schusswaffen.“

Echt gut. Der „Westen“, immer vorne mit dabei Deutschland als Terrier der USA, unterstützte einer Studie der Universität von Ottawa zufolge tatkräftig den Maidan-Umsturz in der Ukraine: „Eine Studie der Universität von Ottawa kommt nach Auswertung von tausenden Belegen zum Ergebnis: Die Schüsse gegen die Demonstranten am Maidan kamen nicht von der Regierung, sondern aus den Reihen der vom Westen unterstützten Opposition.“ Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/02/studie-vom-westen-unterstuetzte-opposition-hat-maidan-massaker-veruebt/

Auszüge aus der Untersuchung: „Der Massenmord an den Demonstranten und der Massenschießerei der Polizei, welche ihm vorherging, führte zum Umsturz der pro-russischen Regierung Viktor Janukowitschs und war der Beginn eines Bürgerkriegs im Donbas, in der östlichen Ukraine, und einem russischen Kriegseinsatz auf der Krim und im Donbas. Die Schlussfolgerung, die sowohl von der Nachfolge-Regierung als auch von den Medien lanciert wurde, war, dass das Massaker von Regierungs-Scharfschützen und Spezialeinsatzkräften der Polizei auf Befehl von Janukowitsch ausgeführt wurde.“

„Die Beweise der Verwicklung einer Allianz aus der Rechten, unter anderem dem „Rechten Sektor“, „Swoboda“ und der „Allukrainischen Vereinigung Vaterland“, zahlreiche Zeugenaussagen und neu-ausgewertetes Material, legen nahe, dass es sich bei der Schießerei nicht um eine Regierungsaktion gegen die Opposition handelt. Stattdessen offenbart sich eine „False Flag“, die minutiös geplant und ausgeführt wurde – mit dem Ziel die Regierung zu stürzen und die Macht zu ergreifen.“

(Wen es interessiert: Hier ist die Ottawa-Untersuchung als PDF zum Download)

Die EU – und damit zu einem ganz erheblichen Teil die Regierung der BRD – beteiligt sich also höchst daselbst proaktiv an gewaltsamen Umstürzen und False Flags. Sie ist sogar nach dieser Studie aktive Mittäterin an dem Scharfschützen-Massaker auf dem Maidan. Und kooperiert bis heute ungeniert mit Faschisten und Mördern. Das stört unsere ach-so-antifaschistischen Medien jedoch nicht im Geringsten.

Aber ein ehemaliger Verfassungsschutzpräsident gerät ins Beobachtungsvisier, weil er sagt, daß er einen Umsturz kommen sieht, falls die Regierung den Einsatzkräften den Befehl erteilen sollte, „gegen das eigene Volk vorzugehen“. Daß der Mann mit dieser Einschätzung übrigens richtig liegt, wissen wir. Uns haben schon „Einsatzkräfte“ direkt und persönlich gesagt, daß sie gegen das eigene Volk keinesfalls losschlagen werden.

Teilweise wird’s aber auch durchaus goldig: „„Wir haben uns das Interview besorgt und werten es nun aus“, sagte Thüringens neuer Verfassungsschutzpräsident, Stephan Kramer, der Deutschen Presse-Agentur. Bislang werde Roewer nicht vom Verfassungsschutz beobachtet. Angesichts der Äußerungen werde das geprüft.“

Soso, das Interview hat man sich besorgt. Naja, zumindest nicht bei uns. Da kam keine Anfrage nach dem Interview. Aber … was so ein echter Geheimdienst ist, der kennt die ausgefuchstesten Schliche. Womöglich haben sie sich das Interview vom Quer-Denken-Youtube-Kanal heruntergeladen? Ob man dafür wohl Fachkräfte im Hause hat?

Schön, daß sich der thüringische Verfassungsschutz das Interview auch besorgt hat, nachdem es über 66.000 Zuschauer bei uns angeschaut haben und die halbe Netzwelt es bei sich auf den Seiten eingebunden hat. Wir freuen uns, daß einer der Klicks vom thüringischen Verfassungsschutz stammt.

Hier noch einmal das Interview: