Bericht aus der Ukraine 25

31. Januar 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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31. Dezember 2015  (von unseren Quellen aus der Ukraine) In der Ukraine wird das neue Jahr unter Knallern und Böllerschüssen anderen Kalibers begangen als hier im Westen. Kaum jemand hier ist sich dessen bewußt. Unsere Kanzlerin wird in ihrer Neujahrsansprache zur Solidarität und zum Mitgefühl mit den Flüchtlingen aufrufen, aber mit Sicherheit kein Wort darüber verlieren, wie die Menschen in der Südost-Ukraine leiden und nicht wissen, ob sie das nächste Jahr überleben oder überhaupt erleben. Die Tragödie des kleinen, ertrunkenen Flüchtlingsbubs (was wir von Herzen bedauern!) wird von allen Medien wochenlang ausgeschlachtet, dieses Bild geht um die Welt. Nach den vielen, von Bomben und Granaten zerfetzten kleinen Kindern der Ukraine (was uns auch das Herz zerreißt!) kräht aber kein Hahn. Kein Bild, kein Wort davon. Das sind offenbar weniger wertvolle Menschen. Ihren eigenen Rassismus bemerken die Journaille und die Politikdarsteller nicht, beschimpfen aber jeden anderen als Rassisten.

In der südukrainischen Region Xerson ist massiver Widerstand gegen die Junta in Kiew, sowie gegen die vielen marodierenden Söldner-Bataillone „Rechter Sektor“, „AIDAR“ und „Krim“ (eine radikal-islamistische krim-tartarische Söldnertruppe) entstanden. Auf einer öffentlichen Bürgerversammlung wurde die Gründung einer freiwilligen, bewaffneten Bürgerwehr beschlossen, um sich u.a. auch mit Waffengewalt gegen die vielen marodierenden ukrainischen Faschisten der Söldnerbataillone zu wehren. Die Söldnerbataillone erzwingen mit Waffen- und Gewalt die so genannte „Blockade“ zur russischen Halbinsel Krim. Die Krim grenzt direkt an die Region Xerson.

Die Söldner der faschistischen Freiwiligenbataillone bedrohen die Zivilbevölkerung, blockieren Zufahrtstraßen, fordern Zölle, plündern und enteignen gewaltsam Anwohner der Region. Nachdem die Kiewer Junta und die Regime-Polizei nichts dagegen unternimmt, haben die Bewohner selbst die Initiative ergriffen. Bis jetzt haben sich ca. 1000 kampferfahrene Männer zur Bürgerwehr gemeldet und kündigen auch den Einsatz von Waffen an, um in der Region wieder Recht und Ordnung herzustellen. Quelle –  der ukrainische Fernsehkanal „TCH“:

 

In den von der Kiewer Junta okkupierten Gebieten in der Ostukraine sieht es nicht besser aus. Immer mehr Menschen in der Ostukraine bewaffnen sich und gehen geschlossen gegen die Söldnerbatallione vor, um sich gegen Plünderungen, Raub, Mord und Enteignung zu schützen. Bei der Vereinbarung des letzten Waffenstillstandes wurde eine neutrale Pufferzone von 30km zur Frontlinie vereinbart. Städte und Ortschaften des größten Teiles dieser Pufferzone sind mittlerweile vertragswidrig von der Kiewer Junta okkupiert worden. Anfang der Woche protestierten Söldner und Soldaten vor dem Verteidigungsministerium in Kiew gegen ihre Verlegung von der Front ins Hinterland. Wer nicht an der Front ist, erhält keinen Sold. Arbeit gibt es in der Ukraine nicht mehr, die Arbeitslosigkeit steigt täglich und die Soldaten werden bei Verlegung von der Front mittellos und können ihre Familien nicht mehr ernähren.

Die Selbstmordrate bei ukrainischen, hauptsächlich jungen Soldaten hat im IV.Quartal einen neuen Rekord erreicht. Genaue Zahlen wurden allerdings nicht bekannt.

Die Städte Donetzk und Gorlowka werden täglich mit Raketen und Granaten beschossen. Es hat auch wieder Tote bei der Zivilbevölkerung in Gorlowka gegeben. Bei Mariupol wurden wieder Beobachter der OSZE von ukrainischen Soldaten beschossen.

Der Raum Luhansk grenzt an ein von der Kiewer Junta okkupiertes Gebiet. Dieses Gebiet können die Menschen aus dem Raum Luhansk lediglich über einen einzigen Kontrollpunkt erreichen, um ihre Verwandten zu besuchen. Jetzt, in der ukrainischen Vorweihnachtszeit (das Weihnachtsfest wird hier am 6.+7. Januar gefeiert) versuchen sehr viele Menschen, ihre Verwandten und Familien in den okkupierten Gebieten zu besuchen. Der Familienzusammenhalt in der Ukraine ist sehr stark ausgeprägt. Man kann es vielleicht mit dem Familienzusammenhalt in Deutschland der 50er und 60er Jahre vergleichen. Die Ukrainer lassen nichts aus, um die Menschen in der Ostukraine zu schikanieren. Vor den Feiertagen lassen die lediglich 15 Personen pro Stunde passieren. Die Menschen stehen teilweise bis zu 20 Stunden an dem Kontrollpunkt.

In Debalzewo haben Jugendliche die Timur-Bewegung wieder ins Leben gerufen. Timur ist eine Kinderfigur eines russischen Schriftstellers, der es sich mit seinen Freunden zur Aufgabe gemacht hatte, Armen und bedürftigen Menschen zu helfen. Die erste Timur–Bewegung entstand in der Ostukraine und Rußland 1940. Kinder und Jugendliche halfen Kriegsversehrten, Hinterbliebenen von gefallenen Soldaten im täglichen Leben.

Die Kinder und Jugendlichen kümmern sich um Kriegsverletzte, alte und kranke sowie bedürftigen Menschen. Die Jugendlichen leisten diese Hilfe aus eigener Initiative, ohne Bezahlung. Die Temperaturen sind seit Anfang der Woche rapide gefallen. In der Ostukraine wurden schon –20 °C gemessen, in der Westukraine liegen die Temperaturen bei –15 °C nachts und während des Tages bei –8 °C . Ab Anfang Januar sind in der Westukraine Temperaturen bis –35 °C vorhergesagt.

http://de.euromaidanpress.com/wp-content/uploads/sites/2/2014/12/Red-Cross-Flag.jpgDie Wirtschaftsblockade der Kiewer US-Marionettenregierung gegen den Donbass besteht weiter. Rußland bringt wöchentlich humanitäre Hilfe mit Hunderten von LKW`s in den Donbass. Ohne die Hilfe Rußlands wäre die Donbassbevölkerung schon ausgehungert und zermürbt worden. Neben Lebensmitteln, Kindernahrung, Kleidung, Spielzeug, Arzenei und Medikamente leistet Rußland auch Hilfe in Form von landwirtschaftlichen Maschinen, Produktionsanlagen, Baumaterial usw.

An der grenze zu Rußland haben die Donbassbewohner ein riesiges Schild mit den Worten „ Danke Rußland“ aufgestellt. Der Schriftzug ist in den Nationalfarben Rußlands gehalten.

Obwohl die Hilfslieferungen von internationalen Institutionen kontrolliert werden, wird ständig kolportiert, daß damit verdeckte Waffenlieferungen aus Rußland in die Volksrepubliken Donezk und Luhansk geliefert würden. Diese Mär hält sich genauso zäh und wird dauernd aufgewärmt, wie die angeblichen russischen Invasionen in die Ukraine, die nie stattfanden. Rußland wäre niemals so dämlich, in die Ukraine zu invadieren oder die Hilfskonvois zu Waffenlieferungen zu mißbrauchen. Darauf wartet der „Westen“ nämlich nur.

Die Waffenlieferungen des Westens an die von den USA kontrollierte Westukraine geschieht hingegen ganz offen und von den Medien vollkommen unbeanstandet. Die Kiewer Junta beschwerte sich unlängst darüber, das Material sei nicht genug oder veraltet.

In der Tat besorgt man sich in den heimgesuchten Gebieten der Ukraine natürlich Waffen, die aber zum Teil von dem (russischen) Waffenlieferanten und Militärausstatter Voentorg über ganz andere Kanäle ins Land gelangen. Voentorg ist ein privates Handelunternehmen. Das ist aber nur ein Teil. Waffenhändler aus der ganzen Welt beliefern die aufständischen Gebiete. Und nicht zu vergessen, Leute wie Poroschneko verkaufen – wie wir berichteten – ebenfalls die vom Westen gelieferte Militärausrüstung an die Aufständischen, selbstverständlich auf eigene Rechnung. Wobei er die Aufständischen auch noch betrogen hat:

Die USA bekommen die Verbündeten und Vasallen, die sie verdienen: Besler beschwert sich, daß US-Vasall Poroschenko ihn beim Verkauf von US-Waffen über’s Ohr gehauen hat … Der faschistische, ukrainische Abgeordnete Denisenko, der wegen Korruption vor Gericht steht, beschimpfte und bedrohte im Gerichtssaal den Vorsitzenden Richter und bewarf anschließend den Richter mit Flaschen. Richter, die es wagen, gegen kriminelle Rechtsradikale vorzugehen, werden nun in der Ukraine öffentlich bedroht. Man vermutet aber, daß das Kiewer Regime und Poroshenko ihre ehemaligen Maidan-Untersstützer und jetzt innenpolitische Gegner mithilfe der ukrainischen Justiz aus dem Weg räumen wollen. Quelle – ukrainisches TV:

Ab Minute 01:06 beginnt Denisenko, den Richter zu beschimpfen und zu bedrohen, ab MInute 01:33 bewirft er den Richter mit Flaschen.
Fröhliche Urständ im Gerichtssaal des demokratischen Rechtsstaates von US-Gnaden, vor dem Prozess. Maskierte, faschistische Kämpfer machen Randale.
Zur Not tut’s auch ein Feuerlöscher …

Der Führer des „Rechten Sektors“, Dimitry Jarosh, hat angekündigt, die Partei „Rechter Sektor“ zu verlassen, um eine neue Oppositionsbewegung mit eigener Armee zu gründen. Für seine Entscheidung gab er folgende Begründung: „Ich (Jarosh) bin der Meinung, daß der Rechte Sektor seine Mission als revolutionäre Struktur vollständig erfüllt hat. Es war die Schlacht auf dem Maidan sowie die Gründung eines Freicorps zur Abwehr des Aggressors. Jetzt ist die Zeit reif, sich auf die Staatsgeschäfte zu konzentrieren. Die Bewegung ist gewachsen, stärker geworden und tritt nun in eine neue Entwicklungsphase ein. Wir wollen nicht mehr als eng-funktionale, sondern als gesamt-nationale, patriotische Bewegung agieren, um die ukrainischen Patrioten zu vereinen. Ich und mein Team treten aus der Volksbefreiungsbewegung „Rechter Sektor“ aus. Wir gründen eine neue öffentlich-politische Bewegung. Die Gründungsversammlung ist für Februar 2016 geplant. Wir erarbeiten ein Konzept, Programm und Prinzipien.“

Beunruhigend ist, daß Jarosh ankündigte, aus dem sogenannten Freicorps „DUK“ bestehend aus dem 5. und 8. sowie einem medizinischen Bataillon der Organisation „Rechter Sektor“ eine eigene Freiwilligen Armee in die neue Bewegung integrieren zu wollen.

 

Die Veteranen der UPA und OUN, die im 2. Weltkrieg unter Führung von Bandera und Shuchevich an der Seite Hitler-Deutschlands kämpften, erhalten ab 2016 einen Rentenzuschlag von monatlich 500 Grivna. Dies hat die transkarpatische Regionalversammlung beschlossen. Es leben noch ca. 500 Veteranen in der Westukraine. (Man stelle sich das einmal in Deutschland vor, und die Reaktion der Massenmedien und der Politik. Aber in der US-geführten und von der EU und Deutschland stark unterstützten Westukraine ist das irgendwie nicht der Rede wert.) Bandera und Shuchevich werden seit dem Maidan-Putsch in der Ukraine als Nationalhelden verehrt.

In der Westukraine nehmen die Überfälle auf  russisch-orthodoxe Kirchen wieder zu. Erst letzte Woche wurde in Rowno die russisch-orthodoxe Kirche ausgeraubt und anschließend angezündet. Kirchenpersonal sowie die russisch-orthodoxen Priester werden, wenn Sie Glück haben, nur schwer verletzt.

Nach Angaben der ukrainischen Notenbank hat die Inflation im Jahr 2015 auf 44 % erreicht. Im Jahre 2014 lag die Inflationsrate bei 24,9 % Dies sind die offiziellen (geschönten) Zahlen der Kiewer US-Regierung. Die tatsächliche Inflationsrate in 2015 liegt nämlich zwischen 55 und 60%. Quelle: http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEKBN0UC0VC20151229

Ab 1.Januar 2016 tritt der wirtschaftliche Teil des Assozierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine in Kraft. Gleichzeitig wird mit diesem Datum die Ukraine aus dem Freihandelsabkommen der GUS-Staaten untereinander ausgeschlossen.

Die von Rußland aufgrund der Sanktionen des Westens verhängten Gegensanktionen werden ab 1. Januar 2016 auch auf die Ukraine ausgeweitet, das bedeutet für die Ukraine, daß alle Lebensmittellieferungen in die Russische Föderation sanktioniert sind und der letzte noch lukrative Markt für die Ukraine wegbricht. Lieferungen in die anderen GUS-Staaten werden mit Zöllen belegt, so daß die ukrainische Ware für diese Länder zu teuer wird. Bezahlen muß diesen Schaden mit Sicherheit die EU, insbesondere Deutschland.

Durch die im September begonnene Krim-Blockade durch den Rechten Sektor und die Krim-Söldnertruppe sind bereits Millionen Dollar von Lieferausfall für die ukrainische Industrie entstanden. Durch die Sprengung der Hochspannungsmasten und der damit unterbrochenen Lieferung von Energie wurden weitere Einnahmequellen ausgetrocknet. Da die Krim nun mit Strom aus Rußland versorgt wird, muß Kiew auf ca. 2 Milliarden Dollar Einnahmen pro Jahr verzichten.

Anscheinend wurde Jazenjuk Anfang der Woche unerwartet von einem Geistesblitz getroffen und ihm dämmerte, daß die Blockaden, Sabotagen, Sanktionen gegen Rußland, Gegensanktionen Rußlands und das Ende der Freihandelszone mit den GUS-Staaten letztendlich nur Schaden und Verluste für die Ukraine bedeutet. Die Absatzmärkte für ukrainische Produkte sind komplett verloren. Der Hauptabsatzmarkt Rußland ist durch die Gegensanktionen für das nächste halbe Jahr ganz verloren, Lieferungen in die anderen GUS-Staaten werden ab 1.Januar 2016 mit Zöllen belegt und sind somit zu teuer. Die ukrainische Wirtschaft lebte praktisch davon, ihre Erzeugnisse in die GUS-Staaten zu exportieren.

Er unterbreitete deshalb Rußland den Vorschlag, daß die Ukraine die verhängten Liefersanktionen nach Rußland aufheben würde wenn Rußland im Gegenzug die gegen den Westen verhängten Gegensanktionen nicht auf die Ukraine ausdehnen würde und die Ukraine weiter in der Freihandelszone der GUS-Staaten verbleiben könnte. Die Ukrainer selbst glauben zum großen Teil tatsächlich noch daran, daß die EU-Staaten nun jede Menge Waren aus  der Ukraine kaufen würden, was aber illusorisch ist. Ab dem 1. Januar 2016 wird daher die ukrainische Währung der „Grivna“ um mindestens weitere 30% abstürzen. Infolge werden massive Preiserhöhungen ab 1.Januar in Kraft treten und die Kaufkraft der Ukrainer im US-kontrollierten Westen wird ein neues Rekordtief erreichen. Wenn dadurch zum Ende des 1. Quartales wahrscheinlich die Wirtschaft zusammengebrochen ist, dürfte sich die Ukraine in einen einzigen Maidan wütender Bürger verwandeln.

Aus diesen Gründen, um das innenpolitische und wirtschaftliche Chaos sowie die Machtkämpfe innerhalb der Junta zu überspielen, sind wieder intensive Truppenbewegungen im Donbass zu beobachten. Man stilisiert Rußland wieder zum Buhmann und Aggressor hoch und zum Sündenbock für die katastrophalen Entwicklungen. In der Westukraine sind ebenfalls größere Truppenbewegungen zu beobachten.

Im Parlament gab es wieder einmal eine handfeste Prügelei, was mittlerweile schon fast zum demokratischen Prozedere gehört. Die demokratische Kultur in der Westukraine macht unter der Egide des demokratischen, antifaschistischen Westens unglaubliche Fortschritte.

Es sieht ganz so aus, als ob Jazenjuk im Januar das Vertrauen durch das Parlament entzogen werden soll. Von einigen Parlamentariern werden bereits Neuwahlen gefordert, da die Regierung überhaupt kein Vertrauen mehr bei der Bevölkerung genießt. Poroshenko schafft derweil vorsichtshalber sein Vermögen ins Ausland. Es ist sogar schon in der Ukraine durchgesickert, daß Poroshenko alle Gelder über Off-Shore Firmen abwickelt und somit in der Ukraine keine Steuern zahlt. Seine Brotfabrik in Vinnitsa verkauft Brot über England an die Türkei.

Sehr wahrscheinlich wird die kiewer US-Putschregierung gleich Anfang Januar  eine neue Offensive im Donbass befehlen, um sich irgendwie noch weiter an der Macht zu halten. Der Haushaltsplan für 2016 wurde durchgepeitscht. Stellt der Haushaltsplan die Gläubiger und den IWF zufrieden, wird die nächste Kredittranche über 17,5 Mrd. Dollar ausbezahlt. Dieser Kredit wird dann wohl wieder mal in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwinden bezw. in den Taschen der Junta landen.