Wie man das Zwangsupdate auf das Spionage-Programm Windows 10 ausschaltet (für Dummies)

20. Oktober 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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20. Oktober 2015 (Redaktion) Nachdem die ersten Lobhudeleien auf das neue Betriebssystem Windows 10 (Userfreundlich! Tolle Bedienung! Neue Features! Sexy! Für Weltveränderer!) sich gelegt hat, machte es bald die Runde, daß dieses Programm die Spionagesoftware schlechthin ist. Wäre ja noch wurst, wenn man es denn einfach nicht installieren will und dabei bleibt es. Aber nein! Nicht nur, daß Microsoft wie wild die Werbetrommel dafür rührte, das Update superbillig anpries – es installierte zuerst dieses kleine Fensterzeichen unten rechts in der Leiste und geht seit neuestem dazu über, seine Spionagesoftware auch noch gegen den Willen des Users einfach zwangsweise zu installieren. Wir haben eine Anleitung gefunden, mit deren Hilfe JEDER diese Zwangsbeglückung mit Verrätersoftware ausschalten kann.

 

Benutzer von Windows 7 oder Windows 8 bekommen die Windows 10 Installations-Dateien ohne Nachfrage von Microsoft auf die Festplatte geschoben. Dies geschieht auch bei Anwendern, die sich nicht für ein Windows 10-Upgrade registriert haben. Dieses Video erklärt, wie man dies unterbindet.

Wir empfehlen, diese Anleitung oben rechts auf dem Schirm laufen zu lassen und Schritt für Schritt das nachzuahmen (Gilt für Windows 7!). Immer das Video stoppen, bis man sehr sorgfältig den Schritt vollzogen hat, dann weiterlaufen lassen und stoppen, bis der nächste gemacht ist. Wir haben das ausprobiert, Tut’s. Wir übernehmen natürlich KEINE Garantien, sondern betten das Video, das wir im Netz gefunden haben, nur ein. Bei uns hat es auf jedem Rechner prima funktioniert.

Warum sollte man das Upgrade abschalten?

WIndows 10 sollte man sich nicht installieren (lassen), wenn man seine Privatsphäre schützen möchte. Es ist ein Programm, das über Internet dauernd im Datenaustausch mit vielen Servern steht, worüber Du dann keinerlei Kontrolle mehr hast. Du weißt überhaupt nicht, wo Deine – auch ganz persönlichen – Daten auf der Welt rumschwirren, und wer die anschauen und benutzen kann. Natürlich in allererster Linie Microsoft. Das steht übrigens in den Lizenzvereinbarung, der man zustimmen muss. Das fällt kaum einem auf, denn wer liest schon über 100 Seiten mit juristisch ausgefeilten Formulierungen? Man erteilt meistens kurzentschlossen mit einem Häkchen (wird schon alles in Ordnung sein so)  die Genehmigung, bis in die letzte Ritze ausspioniert zu werden. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Fakt:

In der Lizenzvereinbarung steht ausdrücklich, daß das Betriebssystem den Verlauf Deiner Internet-Nutzung sammelt und speichert. Außerdem auch so genannte Zugriffspunkte, Deine Paßwörter und „andere persönliche Daten“, Deine E-Mails, Messenger-Texte, Skype und alle anderen Arten von Kommunikation. Auch Deinen Standort zeichnet es auf. Und: Es steht darin, daß Microsoft das Recht hat, diese gesammelten Daten mit anderen zu teilen. Es darf sie „für Forschungszwecke“ benutzen und dafür Deine Daten auch veröffentlichen.

Nicht nur, daß Windows 10 jede Menge Daten abgreift, genauer gesagt ALLES an Daten abgreift, es verbraucht auch noch viel mehr Speicher, lastet den Prozessor bis zum Anschlag aus, und klaut massig Bandbreite des Internetzuganges, weil es ja den ganzen Datenwust durchschieben muß. Gerade bei Laptops, die auf Batterie laufen, bedeutet das eine deutlich kürzere Nutzungszeit des Akkus und man muß sehr schnell wieder an die Steckdose. Noch schlimmer ist allerdings, wenn man einen realtiv alten Rechner mit wenig Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und einem recht langsamen Prozessor hat. Windows 10 knallt Dir nämlich bei der Zwangsinstallation ungefragt 5 Gigabyte Daten auf die Festplatte, was bei einer ziemlich vollen Festplatte allein schon Deinen Rechner fast unbrauchbar machen kann, ein älteres, weniger leistungsfähiges Modell legt es ohne Weiteres komplett lahm.

Es heißt sogar, daß komplett alles was man auf der Tastatur eintippt, von Windows 10 in einer temporären Datei gespeichert wird. Alle halbe Stunde wird das alles angeblich an Microsoft übermittelt. Das heißt sich „Telemetrie“.

Die Server, auf die das Ganze geschickt wird heissen:

oca.telemetry.microsoft.com.nsatc.net, pre.footprintpredict.com reports.wes.df.telemetry.microsoft.com.

Auch das, was eine PC-Kamera oder ein Mikrofon aufnimmt, wird zuerst einmal auf dem PC gespeichert und ebenfalls an Microsoft übermittelt. Microsoft bekommt auch mit, welche Videos Du anschaust, welche Musik Du hörst (vielleicht illegal runtergeladen?) oder welche Telefonnummer Du anwählst, wenn Du Voice over IP hast – alles bekommen die Herrschaften in Redmont mit. Und besonders dann, wenn Du den angeschalteten Computer mal eine Weile vor sich hin laufen läßt, setzt die Datenübertragung ein. Dann werden eifrig Daten rübergeschaufelt, während Du mal Pipi machen gehst.

Nun geben manche Tipps, wie man die Spionererei eindämmen könnte. Bei den Private Settings müsse man auf „max“ einstellen. Leider bringt das nicht viel. Wie aufmerksame User festgestellt haben, wird trotzdem Vieles aufgezeichnet und an einen Server namens ssw.live.com sendet. Das ganze soll außerdem auch dann noch funktionieren, wenn gewiefte User Proxies konfigurieren, was schwer zu erklären ist, eigentlich dürfte das gar nicht gehen. In den übermittelten Daten soll nach Auskunft von Computer-Nerds sogar noch die Maschinen ID enthalten sein.

Und noch etwas: Windows 10 bekommt nicht nur alles in die Finger, was Du direkt auf dem PC machst. Auch das, was drumherum passiert:

Das Zaubertool dafür heißt „Cortana“ und ist ein bei Windows 10 schon mitinstalliertes Spracherkennungsprogramm. Bedeutet: Windows 10 empfängt alles, wasum den PC herum vorgeht und kann das gesprochene Wort mittels dieser Spracherkennung verstehen und verschriften – und zu den Microsoft-Servern versenden, wo die gesprochenen Sätze verarbeitet werden und „interessierten Kreisen“ zu – naja, sagen wir „Forschungszwecken“ zur Verfügung gestellt werden können. Besonders interessiert sind wahrscheinlich die diversen Organisationen mit den drei großen Buchstaben …

Wer also verhindern will, daß Windows 10 sich ungebetenerweise auf dem eigenen PC installiert, sollte das möglichst bald unterbinden.

Falls Du also dieses Schildchen auf Deinem Screen siehst:

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