Warum freie Radikale lebenswichtig und keineswegs zu bekämpfen sind

20. November 0215 von Gastautor: Uli Mohr
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20. November 2015 (von Uli Mohr) Ich teile nicht die allgemeine Verteufelung der freien Radikale. An dieser Behauptung kann etwas nicht stimmen. Chemisch mag die Aussage korrekt sein, dass sie sehr reaktionsfreudig sind und sich Elektronen aus anderen chemischen Verbindungen herausreissen. Diese anderen Verbindungen werden damit oxidiert, ihnen wird also ein Elektron entzogen. Freie Radikale sind also starke Oxidatoren. So weit, so gut.

Nun zum Sachverhalt aus simplonischer Sicht: Alle komplexen Vorgänge lassen sich immer auf zwei Grundkräfte zurückführen. Das ist ein Naturgesetz dieser dualen Welt. In diesem Falle stehen sich Oxidation und Reduktion gegenüber. Die Oxidation ist letztlich das, was wir als Verbrennung kennen. Verbrennung setzt Energie frei und erzeugt Wärme. Langsam und kontrolliert geschieht das im Stoffwechsel eines lebenden Organismus, der sauerstoffabhängig lebt wie der Mensch. Verläuft sie schneller, entzündet sich ein Feuer, geschieht es abrupt, kommt es zur Explosion. Freie Radikale als Akteure der oxidativen Verbrennung sind demnach lebenswichtig, weil sie unmittelbar an der Energiegewinnung beteiligt sind. Sie zurückzudrängen, ist gleichbedeutend der Einschränkung der Lebensenergie.

Statt Ablehnung und Bekämpfen lautet die entscheidende Frage vielmehr, was verbrennen, also oxidieren sie tatsächlich? Wenn es nur die in der aufgenommenen Nahrung enthaltene Energie wäre, dann müssten wir schon nach wenigen Tagen ohne Essen an Unterkühlung und Energiemangel sterben. Das ist aber nicht der Fall. Also scheint der Energiegewinnungsprozess noch auf anderes “Verbrennungsmaterial” zugreifen zu können. Hier kommen zwei Dinge in Frage. 1. die umgebende kosmische Strahlung (siehe Studien der Uni Saarbrücken, “Der Mensch ist ein Lichtsäuger”), 2. körpereigenes Gewebe.

Beim letzteren Punkt könnte man nun auf die Idee kommen, dass hier gemäß der obengenannten Verteufelung gesundes Gewebe angegriffen wird. Das mag in Extremsituationen und bei Krankheiten durchaus zutreffen. Doch Tatsache ist auch, dass sich unsere Körpergewebe in unterschiedlichen Rhythmen vollständig erneuern. Dies lässt die Annahme aufkommen, dass freie Radikale hier eine wesentliche Rolle spielen könnten. Spätestens alle sieben Jahre, sagt die heutige Lehrmeinung, sind als sich am langsamsten austauschendes Gewebe auch die Knochen runderneuert. Nach sieben Jahren wären sozusagen alle Zellen erneuert. Ich formulieren das sehr vorsichtig, da die Beweisführung aussteht. Ja, in der konventionellen Forschung ist noch nicht einmal diese Fragestellung aufgekommen.

So bleibt uns also nur, sorgfältig zu beobachten. Und meine Beobachtungen der letzten wenigstens acht Jahre lassen mich angesichts der Heilungserfolge durch geistige Ordnungsprozesse und Mineralien und ohne Antioxidantien annehmen, dass freie Radikale kein Gefahrenfaktor im behaupteten Sinne sind. Anhand der angeführten Betrachtungen scheint eher das Gegenteil wahrscheinlich zu sein.

 

Uli Mohr und Simplonik sind Partner von Quer-Denken.TV