Höhenwindenergie: Drachenpower gegen die Stromkonzerne

23. Mai 2015 von Michael Friedrich Vogt
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Uwe Ahrens im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Hinsichtlich der regenerativen Energien kommt Deutschland im weltweiten Vergleich eine Vorreiterrolle zu. Die Energiegewinnung aus Sonne und Wind wurde in den letzten Jahren stark vorangetrieben, stößt aber langsam an ihre Grenzen. Deutschland als bevölkerungsreiches Land mit hohem Industrialisierungsgrad hat einen hohen und kontinuierlichen Energiebedarf. Anlagen basierend auf Solar- und Windkraft können in Deutschland nur etwa 10% bis 20% Vollaststunden liefern. Sie sind und waren daher nie eine echte Lösung, sondern eher ein politisches Ablenkungsmanöver von den eigentlichen (und nicht gewollten) echten Alternativen im Energiebereich.

 

Das Resultat: Windstille, Bewölkung oder die Nacht sorgen dafür, daß wir im Bereich der Grundlast und Mittellast weiterhin auf die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Gas und unverändert der Kernenergie angewiesen sind – und die entsprechenden Konzerne unvermindert die Sicherung ihres Profites mittels ebenso schädlicher wie überholter Energieformen sichergestellt haben.

Ein weiterer Nachteil herkömmlicher regenerativer Energieanlagen ist ihr optisches Erscheinungsbild. Ganze Landstriche werden durch große Windenergieparks verschandelt. Die Tatsache das immer größere bzw. höhere Windkraftanlagen gebaut werden um den Wind in größeren Höhen abschöpfen zu können verschärft dieses Problem. Wie sähe eine bessere und effizientere Lösung der Energiegewinnung aus Windkraft aus, welche den prozentualen Anteil an Vollaststunden deutlich erhöht, sich optisch besser in Landschaft integriert, möglichst eines bessere Gesamtenergiebilanz als herkömmliche Rotorenanlagen bietet und bestenfalls noch günstiger ist?

Uwe Ahrens, Geschäftsführer der NTS Energie- und Transportsysteme GmbH kann diese Frage mit der Nutzung der Höhenwindenergie beantworten, welche darauf basiert, daß mit zunehmender Höhe der Energiegehalt des Windes mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit steigt. Anders ausgedrückt, wenn sich die Windgeschwindigkeit verdoppelt, verachtfacht sich der Energiegehalt.

Um diesen hohen Energiegehalt nutzen zu können, nutzt NTS Drachen um die Winde aus großen Höhen „abschöpfen“ zu können. Wenn so ein Drachen mit hoher Geschwindigkeit fliegt, erzeugt er erhebliche Auftriebskräfte. Je nach Design über 50 kg pro Quadratmeter. Für eine Tonne Zugkraft wird also lediglich ein ca. 20 qm großer Drachen benötigt. Die für den Antrieb notwendigen Zugdrachen, auch Energykites oder Energiedrachen genannt, bewegen sich in so großer Höhe, daß sie kaum noch sichtbar sind. Die Energieüberträger auf dem Boden sind kleine Steuerungseinheiten ähnlich den Wagen einer S- oder Straßenbahn auf Schienen. Moderne Lokomotiven, S- oder Straßenbahnen erzeugen Strom, wenn man an ihnen zieht.

So einfach funktioniert auch die X-Windtechnik. Neben dem deutlich höheren Energiegehalt erhöht sich auch die Anzahl der Vollaststunden dramatisch, da in Höhen von 500m über dem Boden praktisch selten Windstille herrscht. Die größte bislang in der Theorie konzipierte Anlage könnte dabei etwa 24 Megawatt erzeugen, welche den Energiebedarf einer Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern abdecken könnte. Die Kosten für diese Art der Stromerzeugung liegen nur etwa bei einem Viertel der herkömmlichen Windenergie. Zahlreiche Studien zur Gewinnung von Höhenwindenergie bestätigen deren Umsetzbarkeit, Effizienz und Vorteile.

Doch wie bei vielen Innovationen scheint auch diese Technologie im Bereich der Finanzierung an Grenzen zu stoßen und somit deren Umsetzung zu gefährden. Die kurzfristige Profitorientierung (warum sollte man an Energieerzeugung mit 75% weniger Umsatz interessiert sein?) anderer Energiegiganten scheint auch hier über Nachhaltigkeit zu siegen. Hier scheint es erst ein Interesse an solchen Technologien zu geben, wenn der letzte Tropfen Öl und die letzte Kohle verfeuert ist. Uwe Ahrens hofft mit seiner Innovation weiterhin auf das Interesse von Investoren und verfolgt trotz aller Hürden die Umsetzung einer nachhaltigen Energiegewinnung und stellt diese im Gespräch mit Michael Vogt vor.

Downlaod als pdf: Uwe Ahrens – Höhenwindenergie durch Drachentechnologie

Publikation: Uwe Ahrens und Moritz Diehl, Airborne Wind Energy (Green Energy and Technology) (Englisch)

Website: www.x-wind.de

 

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