Freihandelsabkommen = das Ende von Freiheit

14. März 2015 von Michael Friedrich Vogt
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Oder: Die Machtergreifung der Hochfinanz»

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. TTIP, TiSA und CETA sind ein Angriff auf unsere Freiheit, unsere Souveränität, unsere Umwelt und letztendlich unsere Demokratie. Das jedenfalls meint Wolfgang Berger im Hinblick auf die geplanten Freihandelsabkommen zwischen Europa und dem USA, welche seit längerem verhandelt werden, und zwar geheim. Kaum ein Thema stößt derzeit auf so massiven Widerstand in der Bevölkerung wie dieses.

 

Doch warum? Grundsätzlich wäre ein Freihandelsabkommen doch zu begrüßen, wenn diese für die Wirtschaft und den Verbraucher zum Vorteil wären.

In der Tat gibt es einige gute Gründe um Handelshemmnisse und Bürokratie abzubauen. Auch der Investorenschutz, welcher in TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) eine wesentliche Rolle einnimmt, ist ein berechtigtes Anliegen der Wirtschaft, da Planungssicherheit ein notwendiges Element erfolgreichen Wirtschaftens darstellt.

Schaut man sich TTIP allerdings im Detail an, wird schnell ersichtlich, daß die berechtigten Forderungen und dargestellten Vorteile lediglich das trojanische Pferd zur Ausplünderung der Mitgliedsstaaten und damit letztendlich des Steuerzahlers darstellen. Mit TTIP soll Investoren der ungehemmte Marktzutritt auch der Produkte erleichtert werden, die hierzulande niemand will und die aus gutem Grunde verboten sind. Dafür sollen die Investorenrechte gestärkt werden, indem der europäische und der amerikanische Binnenmarktes angeglichen und die Märkte für öffentliche Aufträge geöffnet werden. Die Vorteile, die TTIP den Unternehmen bieten würde, wären bindend, dauerhaft und quasi unumkehrbar, weil jede Bestimmung nur mit Zustimmung sämtlicher Unterzeichnerstaaten geändert werden kann.

Was würde dies konkret bedeuten? So könnte zum Beispiel ein Unternehmen wie Monsanto einen Staat verklagen, in dem der Einsatz von Gentechnik verboten ist. Unternehmensinteressen würden in diesem Falle höher bewertet werden als der Wille des Volkes, und unsere demokratischen Strukturen wären untergraben bzw. im Interesse des großen Geldes komplett ausgehebelt.

Im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt erläutert Wolfgang Berger die Inhalte der verschiedenen geplanten Freihandelsabkommen und welche massiven Gefahren und erheblichen Nachteile sich für die Mitgliedsstaaten und deren Bevölkerung daraus ergeben.

Publikationen: Wolfgang Berger, Business Reframing: Entfesseln Sie die Genialität in Ihrem Unternehmen: offen, human, mutig Wolfgang Berger, Anleitung zur Artgerechten Menschenhaltung: Mehr Freude, Farbe und Freiheit im Beruf

Websites: www.business-reframing.de