Das Pogrom von Korsun und der Anschluß der Krim an Rußland

19. Februar 2016 von
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26. Februar 2015  Der vom Westen vorbereitete, geplante und finanzierte Umsturz der gewählten Regierung Janukowitsch gab sich nicht mit der Einsetzung der Jazenjuk-Putschregierung zufrieden. Bereits in der Nacht vom 20. auf 21. Februar 2014 begann die vom Westen eingesetzte „demokratische Opposition“ Pogrome in der Ukraine umzusetzen. Diese Greueltaten – von den westlichen Medien geflissentlich verschwiegen – waren der eigentliche Auslöser des Krim-Referendums.

Das Pogrom von Korsun mit all seinen Auswirkungen und den daraus resultierenden Folgen wurde im Westen nie richtig bekannt. Die Medien berichteten einfach nicht davon. Verständlicherweise – das paßte nicht zum Propaganda-Plot von der guten, freiheitlich-westlichen Regierung und vom bösen, aggressiven Russen und dem Bösewicht Putin.
Aber der Reihe nach.

Die damals groß angekündigte Verhandlung der westlichen Akteure Steinmeier, Fabieus und Sikorski mit Janukowitsch und der so geannten Maidan-„Opposition“ war ja erst für den 21.2. festgesetzt worden.

Währendauf dem Maidan Gewalt und Tod Einzug hielten, protestierten ein Stück weiter ebenfalls Ukrainer, die nicht damit einverstanden waren,daß die legitim gewählte Regierung weggeputscht wurde. Sie nannten sich "Antimaidan". Sehr schnell wurden sie ebenfalls mit der Gewalttätigkeit der prowestlichen "Demonstranten" konfrontiert. Als eine ganze Gruppe vonetwa 500 Krim-Bewohnern mit Bussen von der Antimaidan-Demonstration wieder nach Hause fuhr, wurde der Buskonvoi gestoppt. Die ahnungslosen Insassen wurden herausgeholt und zusammengeschlagen, malträtiert, erniedrigt, bedroht und einige davon sogar umgebracht. Dies war das Pogrom von Korsun. Eine Warnung an alle Krim Bewohner – und der Anfang des dringenden Wunsches der Krim, sich der Russischen Föderation anzuschließen.

 

 
 

Videos von dem Pogrom in Korsun. Achtung: Sehr sensible Personen sollten sich diese Bilder nicht ansehen.

An dem Pogrom von Korsun damals waren Mitglieder der von der Konrad-Adenauer-Stiftung finanzierten Partei von Klitschko maßgeblich beteiligt. Man darf also davon ausgehen, daß diese Gewalttaten der EU – zumindest aber in Berlin – bekannt waren. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß der von der CDU finanzierte und von der EU unterstützte Kandidat für das Präsidentenamt, Klitschko, eine solche Prügel- Droh- und Mordorgie eigenständig veranlaßt hat. Aber inwieweit die EU oder Berlin Kenntnis hatten oder gar an der Planung beteiligt waren, wird wohl nie aufgeklärt werden.

Es zeigt sich aber hier deutlich, was die EU und Berlin (mit Vorgabe aus Washington) unter „Demokratie und Frieden in der Ukraine“ verstehen: die Ukrainer maximal in Angst und Schrecken zu versetzen um sie verängstigt und gefügig zu machen. Nach außen spielen sie die Friedensfürsten, obwohl sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von all den Greueltaten erfahren haben – möglicherweise schon vorher wußten, welche Massaker geplant waren. Die als „Vermittlerrolle“ inszenierte Aktion der drei Außenminister war anscheinend eine reine Alibiveranstaltung, denn der Sturz Janukowitschs war längst beschlossen.

Es steht zweifelsfrei fest, daß das Pogrom von Korsun nicht spontan von irgendwelchen „durchgeknallten Rechten“ erfolgte, sondern genauestens geplant wurde. Die acht Busse wurden von Streckenposten beobachtet und die jeweilige Position per Telefon durchgegeben.

Die Fernstraße Kiew-Odessa, auf der die Omnibusse vom Maidan zur Krim entlangfuhren, wurde in der Nähe von Cherkassij mit Baumstämmen und Steinblöcken professionell blockiert, die Aufgaben des „Überfallkommandos“ waren genauestens festgelegt. Er war generalstabsmäßig geplant worden, wer die Reifen zersticht, die Scheiben einschlägt, die Windschutzscheiben der Omnibusse mit Leim einkleistert, wer die Menschen verprügelt und wer Menschen erschießt. Selbst Planierraupen waren vor Ort, um die Toten mit Erde abzudecken. Bis heute ist nicht geklärt, wieviele Menschen dort ermordet wurden. Hatte man das in den Ausbildungslagern in Polen gelernt?

Die Busse voller ahnungsloser Bürger wurden von ca. 1.500 Schlägern des Rechten Sektors abgefangen, die Insassen übelst mißhandelt, drangsaliert, zusammengeschlagen, gedemütigt und zum Teil auch ermordet. Nach der Aktion wurden diese arbeitslosen Schlägertruppen von Klitschko in den Polizeidienst übernommen.

Zu dem Zeitpunkt dämmerte es den Ostukrainern und Krim-Bewohnern, daß das Ziel der inszenierten Revolution war, der NATO die Kontrolle über die Krim (als unsinkbaren Flugzeugträger direkt an der Flanke Rußlands) zu verschaffen. Denn der Überfall auf die Omnibusse der Krim Bewohner, die alle mehr oder weniger schwer verletzt und zum Teil getötet wurden, die Drohungen des „Rechten Sektors“, auf die Krim zu kommen und alle Russischsprachigen umzubringen, ließen natürlich auf der Krim und in Rußland alle Alarmglocken schrillen. Das war der eigentliche Grund, warum am 27.2.14 das Parlament der Krim besetzt wurde und man beschloss, ein Referendum für oder gegen einen Beitritt zur Russischen Förderation auf den 25.5.14 festzulegen. 61 von 64 Abgeordneten des Krim-Parlamentes stimmten für das Referendum.

Doch bereits Ende Februar erschien der „Rechte Sektor“ auf der Krim und verübte dort Anschläge auf verschiedene Einrichtungen. Angehörige der ukrainischen Armee wurden vom Rechten Sektor beschossen, drei ukrainische Soldaten kamen bei diesen Angriffen ums Leben. Man beschuldigte damals schon Rußland, die ukrainische Armee auf der Krim anzugreifen. Außerdem markierte der Rechte Sektor die Häuser der auf der Krim lebenden Tartaren mit weißen Kreuzen. Sofort behauptete die ukrainische Propaganda, Rußland plane, die Krim-Tartaren umbringen zu wollen oder umzusiedeln. Was schon deshalb vollkommener Blödsinn ist, weil die Krim immer ein Stützpunkt der russischen Armee war – ähnlich wie auch Ramstein ein US-Stützpunkt ist. Hätten die Russen etwas gegen die Krim-Tartaren unternehmen wollten, hätte sie schon viele Jahre Gelegenheit dazu gehabt, und das, ohne daß man viel davon mitbekommen hätte.

All diese Vorfälle führten dazu, daß das Parlament der Krim böses Unheil auf die Halbinsel zukommen sah und schnellstens das Referendum auf den 18.3.14 vorverlegte. Sofort wurden aus Kiew Drohkulissen gegen das Referendum aufgefahren – die ersehnte Beute schien zu entwischen. Bei der Aggression Kiews gegen die Krimbewohner, und dem in großer Sorge schleunigst durchgezogenen Referendum, muß sich niemand über das Ergebnis mit über 90% für Russland wundern.

Für Rußland bestand dagegen kein Anlaß, Druck auf die Krimbevölkerung auszuüben. Nach dem Pogrom von Korsun stand das Ergebnis für die Krim-Bevölkerung bereits fest. Daß Rußland auf der Krim keineswegs als Agressor empfunden wurde, zeigt auch die Tatsache, daß sich von den 18.000 auf der Krim stationierten ukrainischen Soldaten 16.000 dazu entschlossen, nicht in die Ukraine zurück zu gehen, sondern zur russischen Armee überliefen. Daß das russische Militär oder Milizen der Krim die ukrainische Armee bis zum Referendum in den Kasernen blockierte, war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es bestand immerhin die reale Gefahr,Teile der ukrainischen Armee könnten versuchen, das Referendum gewaltsam zu verhindern. Zumal der Rechte Sektor bereits sehr aggressiv auf der Krim agierte.

Fünf Tage vor dem geplanten Referendum auf der Krim wurden E-Mails zwischen dem Verteidigungsministerium in Kiew und der SBU (Ukrainischer Geheimdienst) in Dnepropetrowsk „gehackt“ Aus diesen E-Mails ging hervor, daß Kiew am 15.3.14 einen False Flag-Angriff auf den Flughafen von Melitopol angeordnet hatte. Eine ukrainische Einheit sollte, getarnt in russischen Militäruniformen, einen Anschlag auf ein Flugzeug in Melitopol durchführen. Diese False Flag-Aktion ging daneben, weil die alternativen Medien die ganze Sache vorher hatten auffliegen lassen (wir gehörten auch dazu). Damals wurde den Aufgewachten hierim Westen bereits klar, daß wirin den Dritten Weltkrieg gelogen werden sollten.

Die Bewohner der Krim haben sich nie als zur Ukraine gehörig gefühlt. Im Herzen war es immer eine zu Rußland gehörende Bevölkerung. Das Gebiet wurde zwar 1954 von Chrustschow, der übrigens auf der Krim geboren wurde, dem damaligen ukrainischen Teil der Sowjetunion zugeschlagen, aber bereits 1991, nach dem Zerfall der Sowjetunion wollte sich die Krimbevölkerung der Russischen Förderation anschließen. Schon unter dem 1. Präsidenten der Ukraine, Krawchuk (1991-1994), kam es immer wieder zu starken Konflikten zwischen Kiew und dem Krim-Parlament, weil die Krimer Bevölkerung einen Anschluß an die Russische Förderation forderte.
Erst 1997 unter Präsident Kutschma (1994 – 2005) konnte der Konflikt durch den ukrainisch-russischen Freundschaftvertrag erheblich, aber nicht vollständig entschärft werden. Von Rußland und der Ukraine erhielt die "Autonome Republik Krim" den Status einer subnationalen Gebietskörperschaft.

Sewastopol, der Standort der russischen Schwarzmeerflotte, wurde eine Stadt mit russischem "Subjektstatus".

Am 18.3.2014 entschied sich die Bevölkerung der Krim durch Referendum für die Aufnahme in die Russische Förderation. Dieser Antrag wurde am 21.3.2014 in Moskau durch die Duma ratifiziert. Der Anschluß der Krim an Rußland ist also nicht auf Grund einer Annexion Rußlands erfolgt, sondern durch das Ergebnis des Referendums.

Eine Annexion ist nach dem Völkerrecht das Einzige, was ein militärisches Eingreifen rechtfertigen würde.“

Das Annexionsgeschrei der USA und der EU hatte zwei Gründe:

  1. durch den Anschluß der Krim an Rußland war der sicher geglaubte „Nato-Parkplatz“ in Sewastopol verloren gegangen.

  2. im Jahr 2009 begannen die USA, angeblich aus humanitären Gründen, die Schulen in Sewastopol umzubauen. Die offizielle Begründung für diesen Umbau: optimale Lern- und Studienbedingungen sind nur in modern gebauten Schulen möglich! (warum lassen die dann die Schulen in Amerika verlottern?) Die Schulen wurden so umgebaut, daß diese später problemlos als Büros oder Wohnungen genutzt werden konnten. Das sagt viel über die Pläne der USA mit der Krim aus.

Die offizielle Ausschreibung des Pentagons wurde bereits 2008 ins Netz gestellt und erst Ende März 2014 wieder vom Netz genommen. Bis auf drei Schulen wurden alle Schulen in Sewastopol nach amerikanischen Vorstellungen umgebaut. Das Hauptziel der Revolution, die NATO-Flotte und Truppen auf der Krim zu stationieren, wurde nicht erreicht.
Die Unruhen in den süd- und ostukrainischen Gebieten nahmen massiv zu.

Der Westen hatte es zwar geschafft, den gewählten Präsidenten zu stürzen und eine Putsch-Regierung in Kiew zu installieren, die aber keineswegs fest im Sattel saß und von der Mehrheit der Ukrainer nicht akzeptiert wurde. Die Kiewer US-Vasallenregierung plante dann mit tatkräftiger US-Beratung die nächsten Massaker für den 2.5. in Odessa und den 9.5. in Mariupol, um die „Macht des Schreckens“ so zu festigen, so wie das auch der von Washington finanzierte IS im Nahen Osten und nun auch in Nordafrika tut. Der CIA hatte sich bereits eine komplette Etage im SBU-Gebäude in Kiew gesichert, zu der selbst der SBU keinen Zutritt mehr hat.

Beim Pogrom in Odessa und Mariupol fanden mehr als 300 Menschen den Tod, Hunderte werden noch vermißt. Häuser von Parlamentariern der ehemaligen Regierunsgpartei wurden angezündet, Abgeordnete und Andersdenkende wurden verschleppt und ermordet.

Das nächste Massaker, von dem im Westen so gut wie nichts bekannt ist, erfolgte am 3.6.14 in Melitopol mit geschätzten 120 Toten.