Das 2. Minsker Abkommen

17. Februar 2015 von QUERDENKEN-REDAKTION
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17. Februar 2015  Debalcewo ist mittlerweile von den Rebellen genommen worden. Man schiebt sich von Seiten der Ukrainischen Regierung und den Rebellen gegenseitig die Schuld dafür zu, daß es immer wieder Störungen der Waffenruhe gegeben habe. Was bringt uns dieses zweite Minsker Abkommen? Kann es Frieden geben? Warum wurde es plötzlich doch unterschrieben? Wir haben uns die Mühe gemacht, die Gründe und Hintergründe zu beleuchten.

Gründe für das Minsker Abkommen 2

Die Lage: Am 27. Januar 2015 erklärte der Russische Präsident Putin, daß es sich bei der ukrainischen Armee um eine Armee von NATO-Söldnern handle. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits der Kessel um Debalcewo durch die Freiheitskämpfer der Ostukraine  immer enger gezogen. Die Strategie der DVR (Donetzker Volksrepublik) und LVR (Lugansker Volksrepublik) war die Zusammenführung der beiden Armeen. Die ukrainische Armee kontrolliert noch die Straßenverbindung  Debalcewo-Arteemowsk – und kann dadurch ihre Soldaten in Debalcewo noch versorgen. Am 28. Januar befinden sich ca. 10.000 ukrainische Soldaten in dem Kessel von Debalcewo und am 29. Januar gelingt es den Freiheitskämpfern, den Nordosten von Debalcewo mit dem wichtigen Güterbahnhof unter Kontrolle zu bringen. Die Verbindungsstraße nach Arteemowsk ist zwar stark umkämpft, jedoch noch nicht unter Kontrolle der Ostukraine. Dies schien aber schon zu diesem Zeitpunktlediglich noch eine Frage von Tagen zu sein.

Noch am Abend des 29. Januar fordert Poroshenko sofortige Verhandlungen in Minsk, die er nur wenige Tage vorher noch abgelehnt hatte. Am 30. Januar konnten die Blockposten bei Uglegorst zerstört werden und Uglegorst komplett unter Kontrolle der „Aufständischen“ gebracht werden. Am 31. Januar bieten die Volksarmeen den eingekesselten Soldaten der ukrainischen Armee an, sich zu ergeben, um lebend aus dem Kessel heraus zu kommen.

Am 1. Februar beginnen schwere Kämpfe um den 8000 Einwohner-Ort Chernuhino. Diesen Ort kontrolliert die sog. 128. Gebirgsjäger Brigade aus der Westukraine mit ca. 2.200 Soldaten. Dieser Blockposten vor Chernuhino konnte von den Aufstädischen zerstört werden. Die Gefechte rundum Debalcewo, Uglegorsk und Chernuhyno sind zu diesem Zeitpunkt unvermindert heftig. Unterdessen wird der  Kessel von Debalcewo praktisch von allen Seiten her enger gezogen.

Am 3. Februar erfolgte ein massiver Panzerangriff durch die Freiheitskämpfer bei Debalcewo, mehrere Söldner mit belgischen Hoheitsabzeichen wurden bei dem Angriff getötet. Der Widerstand wehrte mehrere massive Ausbruchsversuche ukrainischen Truppen bei Debalcewo ab und führte einen massiven Gegenangriff mit schweren Panzern durch. Die Gefechte dauerten mehrere Stunden an. Dabei ist ein ukrainischer Kontrollposten zwischen Chernyhino und Debalcewo erobert worden, ca. 2 km vor Debalcewo. Auch dort sind u.a. mehrere Söldner in belgischen Uniformen getötet worden.

Am 5. Februar ruft die UNO  zur sofortigen Beendigung des Kessels von Delbalcewo auf. Der UN-Generalsekretär spricht sich auf einmal für eine Feuerpause im Debalcewo-Kessel aus. Warum? Weil dort, in diesem Kessel an die 10.000 ukrainische Angreifer, darunter auch tausende Nato Söldner, aufgerieben werden und in großer Zahl fallen. Das wird langsam zum Problem, weil es sich wahrscheinlich nicht mehr lange verheimlichen läßt, in welcher großen Anzahl NATO-Söldner dort kämpfen und sterben. Ein Faktum, der vom Westen vollkommen verschwiegen wird. Die NATO-Streitkräfte waren die große Hoffnung der USA, das Blatt noch einmal wenden zu können. Daher das plötzliche Engagement des UNO-Generalsekretärs, den ansonsten die monatelange Bombardierung der Wohnviertel der Donbass-Städte und das grausame Sterben Tausender Zivilisten nicht gestört hat.

9. Februar: Die Verbindungsstraße nach Arteemowsk ist mittlerweile unter Kontrolle der Ostukrainer, der Debalcewoer-Kessel ist praktisch dicht. Alle möglichen Versorgungs- und Rückzugswege der eingekesselten faschistischen-, ukrainischen- und NATO-Söldner Truppen rund um die Stadt Debalcewo sind somit vollständig abgeschnitten. Nach Erkenntnissen des Widerstandes befinden sich zwischen 2.500 und 3.000 NATO-Söldner in dem Kessel. Hinzu kommt, daß der Widerstand auch den Ort Logwinowo  unter Kontrolle bringen konnte. Der Ort liegt direkt an der Hauptstrasse. Quelle: http://russian.rt.com/article/73258 10. Februar: Der Widerstand zieht den Ring um den Debalcewo-Kessel von Tag zu Tag immer enger. Nach schweren Gefechten konnten wieder mehrere kleinere Ortschaften nahe Debalcewo befreit werden. Die OSZE meldete am 10. 2., daß die ukrainischen Truppen rund 4 Kilometer weit aus der Kleinstadt Chernuhino nahe Debalcewo hinausgedrängt wurden. Dies war aber eine bewußte Falschmeldung der OSZE. Den Ort Chernuhino konnten der Widerstand nicht befreien, da sich in dem Ort fast ausnahmslos gut ausgebildete Söldner der NATO befanden. Wie Bewohner, die flüchten konnten berichteten, sprechen die Söldner weder russisch noch ukrainisch. Unter der männlichen Bevölkerung wurde ein Massaker verübt. Alle männlichen Bewohner des Ortes wurden in eine Schule getrieben, erschossen und anschließend wurde die Schule in Brand gesteckt.

Der Widerstand zieht den Kessel weiter zusammen. Minenwerfer drängen die ukrainischen Artillerie-Korrektierer immer weiter hinaus, so daß diese ihren Kopf anheben können, um zielen zu können – so die Vorgabe. Einer der Widerständler sagt, daß keine Armee gegen die Armeen des Widerstands ankämpfen könne – auch nicht die US-Armee. Diese sei gar nicht gewohnt, unter solchen Bedingungen dauerhaft zu kämpfen. Ohne Logistik seien sie schnell demoralisiert – Der Widerstand aber improvisiert und hält durch. Er sagt, daß nicht viel erforderlich sei, um US-Truppen zu zerschlagen (Bei Minute 3:50): „Einfach den Strom abschalten und die Coca-Cola Lieferungen einstellen.“

Der Widerstand drängt die eingekesselten, ukrainische Söldner-Gruppen immer weiter zurück. Im Video sieht man eine Einheit des 1. Kosaken-Regiments des Donbass-Widerstandes, die sich Haus für Haus zu den ukrainischen Stellungen vorkämpft. Zusammen mit schweren Panzern des Widerstandes geht es gegen die Stellungen des Kiewer Regimes. Die schweren Gefechte gehen rund um die Uhr unvermindert  ohne Pause weiter.

 

 

Der Widerstand kann Debalcewo nicht direkt beschießen, da  die ukrainische Armee und die Nato Söldner die Zivilbevölkerung als lebende Schutzschilder benutzen. Deshalb hatte der Widerstand mit der ukrainischen Seite einen Korridor und eine Waffenpause vereinbart, um die Zivilbevölkerung zu evakuieren. Die ukrainische Seite informierte aber die Zivilbevölkerung nicht und benutzte die Evakuierung stattdessen, um eingeschlossene Söldner aus dem Kessel zu bringen.

Kennt man die Zusammenhänge der Kämpfe im Gebiet Debalcewo, die Hilflosikeit der ukrainischen Armee und der NATO-Söldner, so behaupten unsere ukrainischen Quellen, dann weiß man, warum Merkel und Hollande plötzlich das Gespräch mit Putin suchten und sich schleunigst nach Moskau begaben. Merkel und Hollande wollten die NATO-Söldner „heimlich, still und leise“ aus dem Kessel herausbringen. Mehr als 6.000 ermordete Frauen, Kinder und alte Menschen konnten Merkel anscheinend nicht überzeugen, aber rund 3.000 eingeschlossene NATO-Söldner, darunter hochrangige Offiziere aus Polen, Frankreich, Belgien, England, Litauen und Italien schaffen es, Merkel als „Friedensengel“ in Gang zu setzen.

Was ist so wichtig daran, diese Söldner da aus dem Kessel zu bekommen? Warum zuckt man nicht die Schultern und geht ebenso über das Sterben dieser Männer hinweg, wie über das tausendfache Sterben der Zivilisten? Diese Söldner würden dort in einer Zahl liquidiert, die aus mehreren Gründen zum Problem wird.

Erstens tun sich die Unternehmen wie Akademi, Greystone usw. in Zukunft schwer, solche Leute zu rekrutieren, wenn sich herumspricht, daß man dabei ziemlich sicher draufgeht und von den Zahlherren auch einfach fallen gelassen wird. Nicht vergessen: Diese Söldner kämpfen nicht aus Idealismus. Sie opfern sich nicht für die Freiheit ihres Volkes, für ihr Land, für ihre Frauen und Kinder oder Ähnliches. Sie kämpfen bestenfalls für ein gutes Gehalt. Im schlimmesten Fall auch aus Freude am Töten, an Grausamkeiten, an Machtausübung. Die Mächtigen brauchen aber solche Söldnerarmeen – wie wir ja gerade sehen. Daß das durchaus nicht böse Unterstellungen sind, zeigt dieses Video, auf dem man Kämpfer gegen die russischstämmigen Ostukrainer anwirbt, indem man sie mit der Teilnahme an Grausamkeiten, Kriegsverbrechen und Massaker lockt:

 

Zweitens werden gerade und genau solche Söldnerarmeen dringen benötigt, wenn hier in Europa die richtigen Unruhen losgehen. Die Eurogendfor-Truppe zur Niederschlagung von Aufständen beträgt gerade mal so um die 3000 Mann. Damit kann man zur Not das kleine, revoltierende Griechenland VIELLEICHT niederknüppeln. Aber Frankreich, Italien und Spanien – wo auch schon bereits heftige Unruhen stattgefunden haben, nicht. Außerdem ist fraglich, wie weit auch die Eurogendfor-Männer bereit sind, Frauen, Kinder und Greise quer durch Europa zu erschlagen oder abzuknallen. Dazu braucht man diese Söldnerarmeen. Sie sind bunt zusammengewürfelt aus aller Herren Länder, und haben keine Loyalität zu einem Land oder Volk, nur zu ihren Zahlherren. Und auch das nur so lange, wie sie mit gutem Sold aus der ganzen Sache wieder lebendig rausspaziert kommen. Also ist es eine ganz schlechte Idee, diese Leute in dem Kessel niedermetzeln zu lassen.

Es ist zwar noch nicht offiziell bestätigt, aber obwohl (gottseidank!) sich keine deutsche NATO-Soldaten im Kessel befinden, soll Deutschland diese NATO-Aktion möglicherweise mitfinanziert haben. Darüberhinaus ist das Abkommen 2 von Minsk wohl nicht so ganz nach den Vorstellungen von Hollande und Merkel verlaufen. Als Einziger hatte sich wohl der russische Präsident Putin sorgfältig auf dieses Treffen vorbereitet. Es entsteht der Eindruck, „der Westen“ habe immer noch nicht begriffen, daß Rußand sich nicht mehr über den Tisch ziehen läßt. Die Konferenz dauerte über 17 Stunden, was den Schluß zuläßt, daß zwischen Merkel/Hollande und Poroschenko vorher keine Abstimmung stattfand –  und da Putin als Einziger vorbereitet war, mußte man wohl oder übel die kluge Vorgehensweise und Vorbereitung des Abkommens durch Rußland akzeptieren, da man selbst kein Konzept hatte. Es vergingen keine 12 Stunden, da dementierte Poroschenko, Zusagen gemacht zu haben und die EU Repräsentanten machten Rußland für die Umsetzung des Waffenstillstandes verantwortlich. Poroschenko bestritt den „Kessel in Debalcewo“ und fiel damit in seiner Dummheit unwissentlich Merkel und Hollande in den Rücken.

Am 15. Februar wurde dann klar, warum Poroshenko behauptet hatte, ein Kessel in Debalcewo existiere nicht: Er forderte die OSZE auf, mit Untersuchungen in Debalcewo zu beginnen. Sein – oder der Plan der USA – war, die OSZE-Beobachter als Schutzschild zu benutzen, um die NATO-Soldaten aus dem Kessel zu bekommen. Der Plan hatte nur einen Haken: Dadurch, daß die Existenz eines Kessels bestritten wurde, verläuft die Frontlinie der Widerstandskämpfer „offiziell“ vor dem Kessel  – und hinter der Frontlinie hat die OSZE nichts zu suchen. Die OSZE ist bis an die Frontlinie mit der Überwachung des Waffenstillstandes zuständig.

Keine 24 Stunden später schließen sich 17 Batallione des „Rechten Sektors“ zusammen und unterstellen sich dem Kommando Kolomojskijs. Beide, der „Rechte Sektor“ und Kolomojskij werden von den USA finanziert. Nach weiteren 12 Stunden –  nachdem offenbar das O.K. dazu von den USA kam – erklärt der „Rechte Sektor“, das Abkommen von Minsk 2 nicht zu akzeptieren! Gleichzeitig setzt die Junta in Kiew die Vorgaben aus Washington um und hetzt weiter gegen die „Terroristen“ in der Ostukraine und gegen Rußland. Die EU hat erneut gezeigt, daß sie politisch nichts als ein Vasall der USA ist. Die USA waren gegen Verhandlungen in Minsk und sind gegen jede Art Frieden (nicht nur) in der Ukraine. Die Vorgänge nach dem vereinbarten Waffenstillstand belegen deutlich, wer in Europa das Sagen hat.

Es sind bereits wieder Kämpfe bei Mariupol ausgebrochen, in Donetzk und Luhansk werden weiter Wohngebiete beschossen. Die EU ist zwar Zahlmeister des Krieges in der Ukraine, hat aber keinen Einfluß auf die Junta in Kiew. Kiew steht unter der Befehlsgewalt Washingtons.

Die „Friedensinitiative“ von Merkel dient auch der Verschleierung dessen, daß die NATO aktiv auf ukrainischer Seite kämpft.

 

Hintergründe zum Minsker Abkommen 2

Analysiert man das Minsker Abkommen vom 12. Februar, fällt auf, daß es in sehr schön zu lesenden Phrasen aufgesetzt ist. Die wunderbaren Phrasen führen aber lediglich dazu „den Gegner“ in die Irre zu führen und erlaubt es den „Siegern“, sich diskret zu verabschieden. Die Bemerkung Lawrows „es läuft besser als Super!“ war wahrscheinlich echter, als es den Journalisten bewußt ist.

Das wirklich Wichtige am Minsker Abkommen steht zwischen den Zeilen. Die Unterschriften unter das Dokument waren noch nicht trocken, als Poroschenko schon den diplomatischen Sieg verkündete: Völlige Feuereinstellung, keinerlei Förderalisierung, Gefangenenaustausch wie gehabt „ alle gegen alle“, der Abzug schwerer Waffen von der Linie der Kriegsparteien, Grenzkontrolle Kiews über die russische Grenze und neue Wahlen in den aufständischen Gebieten werden nach den „Gesetzen der Ukraine“ abgehalten. Poroschenko fühlte sich als Sieger auf der ganzen Linie.

Nur der Rechte Sektor sah es nicht als einen Sieg. Jarosch, der Führer des Rechten Sektors erklärte, daß das Dokument, von „Terroristen“ unterschrieben, nicht anerkannt werde und der Kampf weiter gehe. Der stellvertretende  Ex-Kommandeur des Batallions „ASOW“ und heutige Abgeordnete der Rada, Melnitshuk nannte das Dokument gar „Verrat“.

Seltsam: Auf das im Spätsommer in Minsk verhandelte Dokument erfolgten keine so heftigen Reaktionen. Warum reagiert auch die USA auf das Dokument fast schon panisch und erklärt, sich das Recht auf die Lieferung von letalen Waffen und die Verhängung von neuen Sanktionen gegen Rußland vorzubehalten?

Den Grund für die lange Verhandlung von 17 Stunden und die aufgeregten Reaktionen des Rechten Sektors und der USA liegen in den festgeschriebenen Punkten verborgen. Es sind nicht die schön geformten Sätze, die waren lediglich für Poroshenko bestimmt, sie liegen in den „verborgenen“ Aussagen.

In dem Dokument ist rein gar nichts über die „von Rußland annektierte Krim“ zu lesen (die ja immerhin der Grund für die ganzen Sanktionen gegen Rußland ist. Haben Merkel und Hollande das einfach vergessen?). Dieses „Problem“ gab es offenbar gar nicht für die Verhandlungsteilnehmer. Ebenfalls werden auch nirgends reguläre russische Truppen auf ukrainischem Terretorium erwähnt. Die gibt es lediglich im Medienraum der Junta und des Westens, aber nicht in dem Dokument. Es wird lediglich vom Abzug aller ausländischen Truppen von ukrainischen Gebiet gesprochen. Wo sich die Truppen befinden und um welche Truppen es sich handelt, davon kein Wort.

Man kann den Abzug ausländischer Truppen so deuten, daß es sich um das formal nicht existierende Batallion Isa Munajew (Dshochar Dudajew) handelt. Dieses Batallion wurde von tschetschenischen Terroristen gegründet, die nach dem Tschetschenienkrieg in die EU geflüchtet sind und nun an der Seite der Kiewer Junta kämpfen.

In dem Dokument wurden aber umfangreiche Bedingen festgelegt, die jeweils nacheinander gemäß den diktierten Bedingungen erfüllt werden müssen, um Wahlen in den aufständischen Gebieten durchzuführen und die Kontrolle über die ukrainisch-russische Grenze wieder zu erlangen. Ein wesentlicher Punkt ist die Änderung der Verfassung, in der zukünftig der besondere Status des Donbass und der Status der russischen Sprache in den aufständischen Gebieten festgeschrieben werden muß. Solange diese Punkte von der Junta nicht erfüllt sind, kann von einer Souveränität der Ukraine in diesen Gebieten keine Rede sein. Damit erklärt sich die Wut des Rechten Sektors, der Junta und der Banderisten, weil die Realität zwischen den Zeilen versteckt liegt.

Weiter kommt hinzu, daß die Kiewer Junta hinterher erkannte, daß offenbar Deutschland und Frankreich (und damit die EU) nicht mehr bereit sind, die Junta weiter zu unterstützen und sich auf diese Weise elegant zurückgezogen haben.

Der Nutzen eines geordneten Rückzuges für die EU  liegt auf der Hand. Nach einem Jahr des Putsches in Kiew und der Machtergreifung durch die ukrainischen Faschisten hat Europa anscheinend begriffen, daß weder ein politischer noch ein wirtschaftlicher Vorteil durch eine weitere Unterstützung der Kiewer Junta zu erwarten ist. Europa hat anscheinend verstanden, daß in der Ukraine lediglich Geld verbrannt wird, welches in der EU dringend benötigt wird.

Nicht vergessen: Es wurden ja allein nach Griechenland 320 Mrd. Euro gepumpt und es ist heute klar, daß Griechenland diese Kredite niemals zurück zahlen kann. Die Schulden laufen überall komplett aus dem Ruder. Griechenland pokert jetzt schon eiskalt mit dem Joker „Rußland“, das den Hellenen unverhohlen attraktive Angebote macht. Schert Griechenland aus dem Euro und der EU aus und läuft zu den BRICS-Staaten über, kann es sich darauf verlassen, daß die BRICS-Staaten ein leuchtendes Beispiel an Griechenland vorexerzieren werden. Man wird Spanien, Portugal und Italien (u.v.a.m.) vorführen, WIEVIEL besser man mit den Partnern Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika, doch bedient ist. Das macht garantiert schnell Schule und würde die EU sprengen. Und den USA würde ihr europäischer Brückenkopf und Aufmarschgebiet gegen Rußland, China und dem Rest der BRICS verlustig gehen.

Die Unterstützung Kiews ist für die EU nicht nur ein Faß ohne Boden, überdies treten auf Druck der USA immer neue Sanktionen gegen Rußland in Kraft, die die europäische Wirtschaft erwürgen. Der Sanktionsbumerang macht sich wirtschaftlich in der EU schon stark bemerkbar. Frankreich darf die Hubschrauberträger an Rußland nicht ausliefern und hat auch keine Möglichkeit, diese anderweitig zu verkaufen, da die Hubschrauberträger für den standard-russischen Hubschrauber gebaut wurden. Frankreich bleibt auf dem Milliarden-Projekt sitzen, weil die USA  Druck ausübt. Die beiden sündteuren Mistral-Spezial-Trägerschiffe liegen vor Anker und kosten den französischen Staat im Monat fünf Millionen Euro an Wartung. Das freut Frankreich. Frankreich erleidet also a) ein Milliardenverlust durch Vertragsbruch und b) ein Reputationsverlust als unzuverlässiger Lieferant auf dem Waffenmarkt. Frankreich dürfte der Preis, ein zweifelhaftes faschistisches Regiem in Kiew weiter zu unterstützen, langsam zu hoch sein. Und das alles, weil die USA von seinen europäischen Varsallen absoluten Gehorsam und Linientreue verlangen.

Anscheinend wollen Merkel und Hollande die letzte, von Putin gebotene Chance nutzen, um aus dem bösen „Spiel“ ohne weitere größere Finanz- und Reputationsverluste auszusteigen. Anscheinend wurde das Minsker Abkommen nach der Devise „ Wo keiner mehr ist, gibt’s auch keine Probleme“ abgehandelt. Ist erst einmal die Junta entsorgt, hat die EU keinen Grund mehr, wegen amerikanischer Interessen Rußland zu sanktionieren.

Und hier liegt der Grund für die Verärgerung der USA. Eine Niederlage der Kiewer Junta ist ein öffentlicher Schlag ins Gesicht der USA. Die USA hat (wie Obama selbst zugab) den Putsch und Krieg in der Ukraine verursacht. Bricht die Junta in Kiew zusammen, bedeutet dies, daß die USA nicht mehr die Kraft und die Macht hat, solche groß angelegten Strategien durchzuziehen. Das wiederum bedeutet mittelfristig das Ende der monopolaren US-dominierten Welt. Der Zusammenbruch der Junta fixiert weiterhin Rußland als ein „Kraftzentrum“, dem sich letzten Endes die „heutigen, unzufriedenen Verbündeten“ der USA zuwenden werden. Das wissen die USA natürlich –  und Minsk stellt in der Tat eine Gefahr für die USA dar. In Minsk blieb die USA außen vor und so bleibt den USA lediglich, sich Dinge „vorzubehalten“. Man wird ziemlich sicher auch schon in den USA erkannt haben, daß die Junta in Kiew zusammenbrechen wird – und man das Spiel eigentlich verloren hat. Entweder, man zieht sich jetzt seitens der USA möglichst unauffällig zurück – oder man drückt jetzt richtig auf die Tube, um einen echten, veritablen Krieg mit Rußland vom Zaun zu brechen. Den man letztlich auch nicht gewinnen kann.

Auffällig ist, daß Obama zum ersten Mal offen vor der Kamera die brutale Unterdrückung und Einmischung der USA in der ganzen Welt zugibt und rechtfertigt. In diesem Interview mit dem Sender „Fox“ erklärt Barack Obama, die Tatsache, daß die USA die Weltmacht Nummer 1 sei, erfordere bisweilen (wörtlich) »massiven Druck« auf solche Länder auszuüben, »die nicht tun, was wir von ihnen verlangen«. Da müsse die USA eben einfach ihre Army – und andere Mittel –  einsetzen, um ihre Interessen zu wahren. Noch nie hat ein amerikanischer Präsident so unverhohlen die Unterdrückung und Erpressung der ganzen Welt durch die USA öffentlich postuliert.

Was aber auch bedeutet, daß genau dieser Status der Supermacht in Gefahr ist. Bisher hatte „Superdog“ USA es noch nie nötig, so laut zu bellen und zu knurren und alle Zähne zu zeigen. Die Lage der USA scheint wirklich brenzlig zu sein. Das ist mehr als brandgefährlich. Eine angeschlagene Supermacht mit dem Rücken an der Wand ist unberechenbar und hochaggressiv.

 

Der Minsker Gipfel diente aus europäischer Sicht vielleicht wirklich dazu, der Kiewer Junta hinterrücks den Todesstoß zu geben, aber die Fakten so zu verpacken, daß sich Poroschenko noch für ein paar Monate an der Macht halten kann, so daß es nicht gleich auffällt. Sollen die aufständischen Gebiete genügend Zeit bekommen, eine Armee und die Administration so aufzubauen, daß diese ausreichen, ihr gesamtes Territorium zu kontrollieren? Haben die Verhandlungen in Minsk deshalb so lange gedauert? Für Rußland war es wichtig, alles auszuklammern, was nur im Geringsten auf eine Beteiligung am Krieg hinweisen könnte. Die Europäer, vertreten durch Merkel und Hollande, sollten auf eine sanfte Art von einer Unterstützung des Kiewer Regiemes Abstand nehmen, aber zum Schein die früheren Beziehungen erst mal aufrecht erhalten. Für Poroschenko war es vielleicht nur wichtig, daß er ein „schön klingendes“ Dokument in Kiew vorweisen konnte um den bevorstehenden Umsturz in Kiew etwas zu verzögern.

Wir werden schon sehr bald sehen, welchen Weg die USA einschlagen werden. Dritter Weltkrieg oder langsames Herausschleichen aus der verfahrenen Situation. Beten und hoffen wir, daß es nicht der Dritte Weltkrieg wird.

 

Weiteres Informationsmaterial:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bataillon_Donbass

http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-bataillone-101.html

http://de.sputniknews.com/politik/20150213/301105605.html

http://www.opednews.com/articles/1/Ukraine-2nd-Day-of-Heavy-F-by-George-Eliason-Atrocities_Congress_Genocide_Holocaust-141107-203.html

http://www.opednews.com/articles/Kiev-Announces-Russian-Inv-by-George-Eliason-Congress_Donetsk_Hoax_Invasion-150129-415.html

http://www.5.ua/ato-na-shodi/myjenko-ykrajna-ne-maye-dokaziv-masovoj-ychasti-zbroinih-sil-rf-y-boyah-na-donbasi-68687.html?utm_source=Twitter&utm_medium=Twitter

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/george-eliason/oberkommando-in-kiew-keine-russischen-truppen-oder-andere-einheiten-nato-im-donbass.html

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/jan-andres-schulze/minsker-friedensplan-schon-makulatur-us-waffen-ante-portas-.html

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/us-militaer-wird-ab-maerz-ukrainische-kampftruppen-fuer-die-kaempfe-im-osten-der-ukraine-ausbilden.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Exzeptionalismus